Bitcoin-Kurs-Sturz: Gründe für den Bärenmarkt

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Bitcoin-Kurs-Sturz: Gründe für den Bärenmarkt

Quelle: Shutterstock

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Der Bitcoin-Kurs ist den letzten 24 Stunden um knapp acht Prozent gefallen. Damit notiert die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung aktuell bei 6.696 US-Dollar. Der Kurssturz hat fast den gesamten Krypto-Markt mit in die Tiefe gerissen. Den Ripple-Kurs (XRP), Ethereum-Kurs (ETH) und den IOTA-Kurs (mIOTA) hat es besonders hart getroffen. Was sind die Gründe?

Der Bitcoin-Kurs fährt wieder Achterbahn. Nachdem die Kryptowährung bereits am 21. November unter die 8.000-US-Dollar-Marke gerutscht war, ist es in den folgenden Tagen weiter bergab gegangen. So hat die digitale Währung des anonymen Erfinders Satohsi Nakamoto in den letzten 24 Stunden nochmals 7,7 Prozent abgegeben – Bitcoin ist um acht Prozent gefallen. Aktuell notiert der Bitcoin-Kurs bei 6.696 US-Dollar. Auch die meisten Altcoins hat es in die Tiefe gerissen. Nun ist es amtlich: Der Krypto-Markt ist – zumindest auf kurze Sicht – im Bärenmarkt.

Ripple-Kurs (XRP), Ethereum-Kurs (ETH), IOTA-Kurs (mIOTA) im Sinkflug


Wie so oft bei einem Bitcoin-Kurs-Crash hat es auch die Altcoins in die Tiefe gerissen. Dementsprechend hat die zweitgrößte Kryptowährung Ether innerhalb eines Tages 10,5 Prozent an Stärke einbüßen müssen. Der Ethereum-Kurs (ETH) notiert damit bei 135,51 US-Dollar. Im Wochenchart sieht es noch eine Ecke düsterer aus. Die Kopfgeburt Vitalik Buterins hat in den letzten sieben Tagen knapp 27 Prozent verloren.

Beim Ripple-Kurs (XRP) sieht es ein klein wenig besser aus. So hat der XRP Token rund um das Ripple-Projekt lediglich 8,33 Prozent an Einbußen erlitten. Der Ripple-Kurs (XRP) liegt folglich bei 0,21166 US-Dollar. In den letzten sieben Tagen performte der Ripple-Kurs (XRP) leicht besser als der Bitcoin-Kurs. So hat Ripple in den letzten sieben Tagen 20,3 Prozent, BTC 21,6 Prozent verloren.

Ähnlich hart wie den Bitcoin-Kurs traf es auch den IOTA-Kurs. Das Projekt, das sich mit seiner Tangle-Technologie dem Internet der Dinge gewidmet hat, hat in den letzten 24 Stunden 8,69 Prozent verloren. Der IOTA-Kurs liegt folglich bei 0,19 US-Dollar. Innerhalb der letzten Woche ist der IOTA-Kurs um 24,13 Prozent gesunken.

Bitcoin-Kurs fällt – Das sind die Gründe

Auf der Suche nach Gründen für den aktuellen Bitcoin-Kurs-Sturz findet man recht schnell nach China. Denn im Reich der Mitte ist die aktuelle Stimmung weniger Bitcoin-freundlich. Viel eher lässt sich eine Anti-BTC-Stimmung beobachten, die nicht zuletzt darauf ausgerichtet sein dürfte, die eigenen Blockchain-Pläne voranzutreiben. Schließlich arbeitet China derzeit daran, den E-Yuan, eine digitale Version der landeseigenen Währung voranzutreiben.

Dementsprechend hatte die chinesische Zentralbank am Freitag, dem 22. November, eine Untersuchung der chinesischen Krypto-Landschaft abgeschlossen. In der zugehörigen öffentlichen Mitteilung betonte die Zentralbank nochmals die strikte Krypto-Regulierung des Landes. So sei Bitcoin Trading ohne entsprechende Zustimmung illegal, ähnliches gelte für die Herausgabe von Token. Schließlich versäumte die People’s Bank of China nicht, Investoren vor Geschäften mit Kryptowährungen zu warnen:

[…] Anleger sollten die Blockchain-Technologie und virtuelle Währungen nicht verwechseln. Es gibt mehrere Risiken der virtuellen Währung […]. Anleger sollten vorsichtig sein, [es besteht] das Risiko, betrogen zu werden.

Schließlich liege es nun an den Behörden, die Krypto-Firmen des Landes schärfer ins Auge zu fassen.

Bitcoin Mining: Die Kapitulation der Schürfer?

Ein weiterer Grund für den Bitcoin-Kurs-Sturz liegt in einer möglichen Kapitulation der Miner. So hat das Hash Ribbon – ein technischer Indikator für die Hash Rate beim Bitcoin Mining – vergangene Woche ein sogenanntes Todeskreuz durchschritten. Dabei betrachtet man die gleitenden Mittelwerte des vergangenen Monats und der letzten beiden Monate und setzt sie zueinander in Bezug. Fällt dabei, wie vergangene Woche geschehen, der gleitende Mittelwert des letzten Monats unter den der letzten beiden Monate, spricht das für eine Wachstumsstagnation beim Bitcoin Mining. Die häufige Interpretation geht nun auf eine „Kapitulation der Miner“ zurück. Die Annahme: Es lohnt sich für Bitcoin Miner nicht mehr, die Kryptowährung zu schürfen. Daher, so die weitere Annahme, fühlen sie sich gezwungen, ihre BTC zu verkaufen – was wiederum zu einer hohen Menge an Sell Orders und einem Bitcoin-Kurs-Sturz führt. Diese Kapitulation zieht letztlich einen Dominoeffekt nach sich – weitere Verläufe und Minusprozente beim Bitcoin-Kurs sind die Folge. Allerdings muss man hier Anmerken, dass andere Signale wiederum positiv sind. So ziehen Hasrate und Difficulty die letzten Tage wieder an, sodass von einer Kapitulation der Miner nur bedingt die Rede sein kann.

Hier ist anzumerken, dass es sich bei der Miner-Kapitulation um eine Interpretation der technischen Analyse handelt – mit letzter Sicherheit kann nicht gesagt werden, warum der Rückgang des Wachstums stattfindet. Fest steht jedoch, dass das Todeskreuz beim Hash Ribbon durchschritten worden ist und dass der Bitcoin-Kurs seitdem stetig fällt. Technische Indikatoren bestätigen das. Eine genauere Analyse des Bitcoin-Mining-Sektors findet man in unserem aktuellen Bitcoin-Report.

Bitcoin-Kurs: Technische Analyse

Die technische Bitcoin-Kurs-Analyse – wie immer an dieser Stelle von Chief Analyst Dr. Philipp Giese.

Ein weiterer Support wurde durchbrochen. Das bisherige, Ende Oktober erreichte Jahrestief wurde nun noch einmal unterschritten, sodass der Bitcoin-Kurs wieder unter 7.000 US-Dollar liegt.

So tief war der Bitcoin-Kurs seit Mai dieses Jahres nicht mehr. Wo die Reise hingehen kann? Die Indikatoren sind jedenfalls weiterhin bearish: Sowohl der negative MACD, der niedrige RSI und der hohe Aroon-Down-Indikator machen wenig Hoffnung auf einen bald steigenden Bitcoin-Kurs.

Nur der stark überverkaufte RSI könnte einen derartigen Grund liefern. Sollte der Kurs unter den bei 6.388,88 US-Dollar liegenden Support fällt, würde sich eine Short Position bis ungefähr 5.213,23 US-Dollar anbieten. Den Stop Loss kann man auf 7.055,29 US-Dollar setzen. Ein Anstieg über 7.451,82 US-Dollar könnte für eine Long Position mit dem ersten Target bei 7.965,39 US-Dollar genutzt werden. Als Stop Loss kann man hier wieder die 7.055,29 US-Dollar ansetzen.

Anleger-Stimmung am Krypto-Markt

Die aktuelle Lage des Bitcoin-Kurses bestätigt sich mit Blick auf die Anlegerstimmung. Diese ist aktuell extrem verängstigt und hat sich damit seit letzter Woche noch etwas verschlechtert.

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Wer sich nun fragt, wie man sich in solchen Momenten am besten verhält, dem seien unsere kostenlosen Trading-Tipps auf der BTC-ACADEMY ans Herz gelegt. Hier entlang.

Charts am 25. November 2019 mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,90 Euro.

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