Bitcoin Futures „Unlimited“: CME will Obergrenze verdoppeln

Max Halder

von Max Halder

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Max Halder

Max Halder kaufte 2011 seinen ersten Bitcoin. Er studierte Chemie und Pharmakologie an der Universität Regensburg und graduierte 2016 mit einem Master of Science. Seither setzt er sich als Pädagoge und freiberuflicher Dozent in einer Suchtklinik und in Förderzentren für Aufklärung und Bildung ein.

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CME Bitcoin Futures Trading

Quelle: Shutterstock

BTC9,154.93 $ 0.39%

Großinvestoren, die zwar wenig von Bitcoin verstehen, aber umso lieber auf den Bitcoin-Kurs wetten, dürfen wohl bald mit 100 Millionen US-Dollar am Tisch sitzen. Bisher lag das Limit bei 50 Millionen US-Dollar. Dafür hat die Chicago Mercantile Exchange (CME) einen Antrag gestellt.

Erst kürzlich wurde auf die zentrale Stellung der CME in puncto Bitcoin Futures hingewiesen. Wie das Szenemagazin Coindesk nun berichtet hat, soll die CME einen weiteren Antrag bei der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) eingereicht haben. Damit will die Börse die Obergrenze für offene Positionen, die eine einzelne juristische Person halten darf, verdoppeln.

In Zahlen bedeutet das: Statt Termingeschäfte mit insgesamt 5.000 BTC könnten bald Termingeschäfte mit 10.000 BTC parallel laufen können. Sollte kein Widerspruch vonseiten der CFTC erhoben werden, gilt dieses neue Limit ab 30. September.

Motivation

Die Wetten auf den Bitcoin-Kurs sind so beliebt wie noch nie. Das liegt unter anderem daran, dass man durch die Derivatisierung von Bitcoin ein von der Technik des Bitcoin unabhängiges Finanzprodukt geschaffen hat. Mit dem lässt sich umgehen wie mit allen anderen Derivaten.

Etwas überspitzt könnte man sagen: Das noch junge Schäfchen Bitcoin wird vom „Wolf of Wallstreet“ gejagt. Dabei beruft sich der Pressesprecher der CME auf genau diesen bestimmenden Bitcoinmarkt, wenn er die Motivation für das Anheben jenes Limits begründet. Diese ist

ausgehend vom signifikanten Wachstum und der damit verbundenen Akzeptanz unserer Märkte für CME Bitcoin Futures sowie unserer Analyse des taktangebenden Bitcoinmarktes.

Ist der Bitcoin-Kurs anfällig für Manipulationen?

Die CFTC weist sich die Aufgabe zu, das Maß an Wetten auf einen gegebenen Markt in bestimmten Grenzen zu halten. So heißt es auf deren Homepage:

Grundsätzlich sind Obergrenzen einzelner Positionen nicht nötig, wenn die Gefahr für Manipulationen eines gegebenen Marktes sehr gering bzw. nicht existent sind.

Doch wie die jüngere Geschichte gezeigt hat, ist gerade dieses Risiko alles andere als gering. Dafür reicht bereits ein nur oberflächlicher Blick in die Dynamiken von 2017 und 2018.

Ist der angepeilte Schritt getan, könnten dann Großinvestoren statt 1.000 Einzelverträge zu je 5 BTC, 2.000 Einzelverträge zu je 5 BTC halten. Das entspräche derzeit etwa 100 Millionen US-Dollar. Man darf nicht vergessen, dass es hier nicht um Bitcoin geht, sondern lediglich um eine Wette auf den Bitcoin-Kurs, die vertraglich fixiert ist.


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