Termingeschäfte bald auch mit Bitcoin Cash?

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Termingeschäfte bald auch mit Bitcoin Cash?

Bitcoin-Evangelist Roger Ver will aus Bitcoin Cash wieder die Nummer zwei der Kryptowährungen machen. Termingeschäfte sollen dabei helfen.

Manchmal hat man keine Wahl, ob man der Marktlogik folgt oder nicht. Vorausgesetzt man hat ein Interesse daran, dass das eigene Produkt konkurrenzfähig bleibt. In einer solchen Lage scheint sich Roger Ver, seines Zeichens Drahtzieher hinter Bitcoin Cash (BCH), zu befinden. Während Bitcoin in Form diverser Derivate immer größere Aufmerksamkeit bekommen hat, will Ver nun auch das Interesse an Bitcoin Cash mit „zahlreichen Ideen“ mehren. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, geht es unter anderem um Termingeschäfte mit BCH.

CME als Schlüsselfigur

Eine zentrale Rolle für die Derivatisierung von Bitcoin spielt die Chicago Mercantile Exchange (CME). Die größte Terminbörse der Welt handelt seit Dezember 2017 mit Bitcoin Futures, wobei die Beliebtheit, gemessen am Handelsvolumen, stetig gestiegen ist. Das wünschen sich Roger Ver und David Shin, Kopf der kürzlich lancierten Exchange von bitcoin.com, auch für BCH. Wir würden „sehr gerne mit der CME über die Listung eines BCH Future sprechen“, teilte Shin Bloomberg mit. Indes laufen angeblich schon die Verhandlungen mit einer regulierten Exchange, was folgenden Grund habe:

Wir versuchen […], das zu erreichen, damit wir ein Produkt haben, das von Institutionen in den USA gehandelt werden kann,

so Shin weiter.

Bitcoin Cash auf Platz zwei?

Damit startet bitcoin.com eine Initiative, um wieder aufs Podium der Kryptowährungen zu klettern. So wolle Shin BCH „innerhalb eines Jahres“ auf dem zweiten oder dritten Platz sehen, „wofür es mehr Volumen braucht“. Ob dieses Ziel realisierbar ist, bleibt fraglich. Bereits im Juli 2019 berichteten wir von einem möglichen Termingeschäft mit Ethereum, das ebenfalls bei der CME in der Pipeline stecken könnte.


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Einmal abgesehen von der Popularität, die mit Termingeschäften für Bitcoin & Co. einhergeht, steht die Derivatisierung von Kryptowährungen oft in der Kritik. So wurde bereits auf Zusammenhänge zwischen der Blase vom Ende 2017 und den Bitcoin Futures hingewiesen. Das Problem manifestierte sich im Unterschied zwischen dem Spekulationspreis und dem eigentlichen Wert.

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