Binance.je: Europäischer Ableger legt holprigen Start hin

Quelle: Shutterstock

Binance.je: Europäischer Ableger legt holprigen Start hin

Die europäische Binance-Tochter binance.je gab in der Nacht zum 16. Januar 2018 den Start ihres operativen Geschäfts bekannt. Die Meldung führte zu einem regelrechten Run auf die neue Exchange – was wiederum prompt die Server lahmlegte.

Für bitcoin.de & Co. gibt es neue Konkurrenz. Markt-Schwergewicht Binance lässt Worten Taten folgen und drängt offensiv auf den europäischen Krypto-Markt. Auf binance.je können europäische Nutzer seit dem 17. Januar diverse Token handeln. Dabei hat die maltesische Firma nicht nur das europäische Festland im Visier: Neben Euro dient auch das britische Pfund als Fiat-Paar – man scheint den drohenden Brexit im Visier zu haben.

Dies legt auch die Verlautbarung von Binance-CFO Wei Zhou nahe, der in einer Pressemitteilung erklärt:

„Die Expansion der Krypto-Märkte in Europa eröffnet den Europäern neue wirtschaftliche Möglichkeiten sowie die Freiheit von drohender Brexit-Unsicherheit, bei der auch das Pfund und der Euro bedroht sind.“

Die Domain .je steht für Jersey. Die Kanalinsel ist zwar nicht Teil von Großbritannien, der britischen Krone aber direkt unterstellt. Die Insel ist für ihre großzügigen Steuerregelungen für Unternehmen bekannt und zieht seit geraumer Zeit neben Finanzdienstleistern auch so manches Krypto-Start-up an.

„Jersey verfügt über einen bestehenden rechtlichen und regulatorischen Rahmen für Kryptowährungen, in den Binance Jersey gut passt“,

heißt es vonseiten Zhous.

Ansturm zwingt Server in die Knie

Der Start der neuen Krypto-Börse stieß auf derart rege Nachfrage, dass die Server die anhängigen KYC-Einträge neuer Nutzer zeitweise kaum noch stemmen konnten. Darüber zeigte sich sogar CEO Changpeng Zhao überrascht. Süffisant resümierte er via Twitter, dass die Bitcoin-Börse dazu neige, die eigene Reichweite gelegentlich selbst zu unterschätzen:

Der Ansturm dürfte allerdings auch damit zu erklären sein, dass Binance.je den ersten 5.000 „Neu-Binancians“ je 20 Euro Startguthaben zu schenken gedachte – die darf man aber nur für Gebühren ausgeben. Ob das Kontingent bereits erschöpft ist, ist nicht bekannt.

Unterdessen machen erste Berichte über überdurchschnittlich hohe Gebühren die Runde. Auf dem BTC-ECHO Discord Channel berichten einzelne Nutzer von Deposit Fees von acht Euro und Withdrawal Fees von 20 Euro. Hinzu kämen sodann die branchenüblichen Gebühren für Trades sowie die BTC-Netzwerkgebühren.

Dass Binance in einer neuen Studie von trackico in puncto Sicherheit nur auf Platz 34 landet, scheint die User indes nicht weiter zu stören. Der Expansionskurs der vermögendsten Bitcoin-Börse der Welt dürfte sich also – trotz der angesprochenen Probleme – auch in 2019 fortsetzen.

Blockchain- & Fintech-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In unserer Jobbörse findet Ihr aktuelle Stellenanzeigen von Blockchain- & Fintech-Unternehmen.

Ähnliche Artikel

Bitfury-Surround-CEO Stefan Schulz: „Im Gegensatz zu Apples iTunes ist bei uns die gesamte Musikindustrie an der Plattform beteiligt.“
Bitfury-Surround-CEO Stefan Schulz: „Im Gegensatz zu Apples iTunes ist bei uns die gesamte Musikindustrie an der Plattform beteiligt.“
Interview

Das niederländische Krypto-Unternehmen Bitfury kennt man als Hersteller von Mining-Hardware.

Bitcoin-Börse Binance: BNB Coin Burn geht erfolgreich über die Bühne
Bitcoin-Börse Binance: BNB Coin Burn geht erfolgreich über die Bühne
Altcoins

Der Hype um Binance scheint derzeit kein Ende zu nehmen.

Newsletter

Die besten News kostenlos per E-Mail

Finde einen Job mit Zukunft

    Aktuell

    Identität 2.0.: US-Präsident Donald Trump, dein Facebook-Profil und der letzte Wahlkampf
    Identität 2.0.: US-Präsident Donald Trump, dein Facebook-Profil und der letzte Wahlkampf
    Kolumne

    Was hat US-Präsident Donald Trump mit deinem Profil zu tun?

    Bitfury-Surround-CEO Stefan Schulz: „Im Gegensatz zu Apples iTunes ist bei uns die gesamte Musikindustrie an der Plattform beteiligt.“
    Bitfury-Surround-CEO Stefan Schulz: „Im Gegensatz zu Apples iTunes ist bei uns die gesamte Musikindustrie an der Plattform beteiligt.“
    Interview

    Das niederländische Krypto-Unternehmen Bitfury kennt man als Hersteller von Mining-Hardware.

    Lifestyle, Mode, Luxus – Lukso baut eine Blockchain-Lösung für die Kreativ-Industrie
    Lifestyle, Mode, Luxus – Lukso baut eine Blockchain-Lösung für die Kreativ-Industrie
    Blockchain

    Das Berliner Start-up Lukso will die Technologie, die einst mit Bitcoin in unsere Aufmerksamkeit geriet, nutzen, um die Kreativ-Industrie zu revolutionieren.

    Identität 1.0: Geschichte & Dezentralisierung der Identität
    Identität 1.0: Geschichte & Dezentralisierung der Identität
    Kolumne

    Wir begeben uns auf die Reise zur Persönlichkeit: Wer sind wir?

    Angesagt

    Bitcoin-Kurs bei 1.000.000 US-Dollar! Was wir von McAfees Prognose lernen können
    Krypto

    Steigt der Bitcoin-Kurs, steigen die Prognosen. McAfee hält kaum zurück: Bald wird die führende Kryptowährung nach Marktkapitalisierung bei einem unglaublichen Kurs liegen.

    „Wir erwarten weitere STOs“ – Das Finoa-Team zum Blockchain-Ökosystem und zur Zukunft der Storage-Lösungen
    Interview

    Innerhalb des Krypto-Ökosystems werden Storage-Lösungen immer wichtiger. Viele Banken machten sich diese Nachfrage zu eigen und bieten Storage-Dienstleistungen an.

    Bitcoin-Börse Binance: BNB Coin Burn geht erfolgreich über die Bühne
    Altcoins

    Der Hype um Binance scheint derzeit kein Ende zu nehmen.

    Soviel Ostern steckt im Krypto-Markt: Diese faulen Krypto-Eier sollte man nicht in seinen Korb legen
    Kommentar

    Nach dem Anstieg am Krypto-Markt stellt sich die Frage, ob es Sinn macht, sich auf einzelne Kryptowährungen zu konzentrieren oder ob es klüger ist, möglichst viele Kryptowährungen in seinem Portfolio abzubilden.

    ×