Binance.je: Europäischer Ableger legt holprigen Start hin

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Quelle: Shutterstock

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Die europäische Binance-Tochter binance.je gab in der Nacht zum 16. Januar 2018 den Start ihres operativen Geschäfts bekannt. Die Meldung führte zu einem regelrechten Run auf die neue Exchange – was wiederum prompt die Server lahmlegte.

Für bitcoin.de & Co. gibt es neue Konkurrenz. Markt-Schwergewicht Binance lässt Worten Taten folgen und drängt offensiv auf den europäischen Krypto-Markt. Auf binance.je können europäische Nutzer seit dem 17. Januar diverse Token handeln. Dabei hat die maltesische Firma nicht nur das europäische Festland im Visier: Neben Euro dient auch das britische Pfund als Fiat-Paar – man scheint den drohenden Brexit im Visier zu haben.

Dies legt auch die Verlautbarung von Binance-CFO Wei Zhou nahe, der in einer Pressemitteilung erklärt:

„Die Expansion der Krypto-Märkte in Europa eröffnet den Europäern neue wirtschaftliche Möglichkeiten sowie die Freiheit von drohender Brexit-Unsicherheit, bei der auch das Pfund und der Euro bedroht sind.“

Die Domain .je steht für Jersey. Die Kanalinsel ist zwar nicht Teil von Großbritannien, der britischen Krone aber direkt unterstellt. Die Insel ist für ihre großzügigen Steuerregelungen für Unternehmen bekannt und zieht seit geraumer Zeit neben Finanzdienstleistern auch so manches Krypto-Start-up an.

„Jersey verfügt über einen bestehenden rechtlichen und regulatorischen Rahmen für Kryptowährungen, in den Binance Jersey gut passt“,


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heißt es vonseiten Zhous.

Ansturm zwingt Server in die Knie

Der Start der neuen Krypto-Börse stieß auf derart rege Nachfrage, dass die Server die anhängigen KYC-Einträge neuer Nutzer zeitweise kaum noch stemmen konnten. Darüber zeigte sich sogar CEO Changpeng Zhao überrascht. Süffisant resümierte er via Twitter, dass die Bitcoin-Börse dazu neige, die eigene Reichweite gelegentlich selbst zu unterschätzen:

Der Ansturm dürfte allerdings auch damit zu erklären sein, dass Binance.je den ersten 5.000 „Neu-Binancians“ je 20 Euro Startguthaben zu schenken gedachte – die darf man aber nur für Gebühren ausgeben. Ob das Kontingent bereits erschöpft ist, ist nicht bekannt.

Unterdessen machen erste Berichte über überdurchschnittlich hohe Gebühren die Runde. Auf dem BTC-ECHO Discord Channel berichten einzelne Nutzer von Deposit Fees von acht Euro und Withdrawal Fees von 20 Euro. Hinzu kämen sodann die branchenüblichen Gebühren für Trades sowie die BTC-Netzwerkgebühren.


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Dass Binance in einer neuen Studie von trackico in puncto Sicherheit nur auf Platz 34 landet, scheint die User indes nicht weiter zu stören. Der Expansionskurs der vermögendsten Bitcoin-Börse der Welt dürfte sich also – trotz der angesprochenen Probleme – auch in 2019 fortsetzen.

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