Regulierungs-ECHO Behörden am Steuer: Mehr Abgaben bei Bitcoin-Geschäften

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Washington könnte Bitcoin bald salonfähig machen, während Malaysia Krypto-Börsen die Daumenschrauben anlegt und Südkorea künftig Kryptowährungen wie Lotto besteuert. Ebenso wie Indien zügelt Russland derweil den unkontrollierten Krypto-Markt, wohingegen England das Brennglas auf Krypto-Aktivitäten richtet. Das Regulierungs-ECHO

Willkommen zum Regulierungs-ECHO. Die wichtigsten Meldungen der vergangenen Woche rund um das Bitcoin-Ökosystem in der Rückschau.

Washington könnte bald ein neues Bitcoin-Gesetz bekommen

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Im US-Kongress in Washington wurde ein Gesetzentwurf eingereicht, der Gewinne aus Bitcoin-Transaktionen unter der Grenze von 200 US-Dollar steuerfrei machen soll. Bislang fallen Kryptowährungen rechtlich unter die Kategorie „Privatbesitz“, was eine Versteuerung sämtlicher Bitcoin-Transaktionen einschließt. Der aktuelle Antrag sieht für Kryptowährungen einen Freibetrag vor, der letztlich dazu führen könnte, dass sich Bitcoin & Co. als Zahlungsmittel etablieren.

Malaysia reguliert IEOs und verbietet ICOs

Die Wertpapierbehörde Malaysias, die Securities Commission Malaysia (SC), hat Vorgaben für Initial Exchange Offerings (IEOs) veröffentlicht und verbietet im Zuge dessen Initial Coin Offerings (ICOs). In Zukunft sind IEOs nur noch jenen Krypto-Handelsplattformen gestattet, die bestimmte Auflagen erfüllen. Bitcoin-Börsen müssen demnach künftig eng mit der Wertpapierbehörde zusammenarbeiten und sich regelmäßigen Prüfungen durch die Behörde unterziehen. Zudem müssen Krypto-Börsen ein Kapital von 1,2 Millionen US-Dollar aufbringen und ein lizenziertes Treuhandkonto für Investorengelder bereitstellen.

Südkorea will 20 Prozent Bitcoin-Steuer erheben

Die südkoreanische Steuerbehörde will Profite aus dem Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin mit 20 Prozent besteuern. Die Kapitalgewinne werden künftig als „sonstige Einkünfte“ klassifiziert und fallen damit in eine Kategorie mit Lottogewinnen. Bislang war der Begriff „virtuelle Währung“ nicht im koreanischen Steuergesetz aufgenommen, weshalb sich Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen bisher nicht besteuern ließen.

Putins neuer Ministerpräsident will Steuern für Bitcoin & Co.

Dem Handel und Tausch von Bitcoin & Co. mangelt es in Russland an klaren Rechtssicherheiten. Mit der Ernennung des Ökonomen und Krypto-Skeptikers Michail Mischustin als neuen Ministerpräsidenten könnte sich dies jedoch bald ändern. Der ehemalige Vorsitzende der russischen Steuerbehörde kündigte bereits ein neues Steuergesetz für Kryptowährungen an. Letztlich könnten Investoren aber von klaren Regularien profitieren, da sie mehr Sicherheiten für Anleger versprechen.

Zentralbank Indiens hält an Krypto-Verboten fest

Seit Mitte des vergangenen Jahres gilt für indische Banken und Finanzinstitute ein striktes Verbot für sämtliche Dienstleistungen mit Kryptowährungen. Daher hat der Interessenverband „Internet and Mobile Asssociation of India“ (IAMAI) beim Obersten Gericht in Indien kürzlich eine Petition eingereicht, in der eine Lockerung der Auflagen gefordert wird. Die „Reserve Bank of India“ (RBI) stellte zwar klar, dass digitale Währungen im Land nicht per se verboten seien. Da der Handel und Austausch von digitalen Währungen für Banken aber weiterhin untersagt bleibt, dürfte sich an dem restriktiven Kurs der Regierung gegen Kryptowährungen nichts ändern. 

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