Baute Bitfinex bewusst ein Schlupfloch in LEO Token?

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Baute Bitfinex bewusst ein Schlupfloch in LEO Token?

Die Krypto-Börse Bitfinex hat seit geraumer Zeit mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Nun kommen nach Recherchen der Firma Cointelligence Vorwürfe auf, Bitfinex hätte seinen LEO ERC20 Token bewusst mit einem Schlupfloch versehen. Ein Smart Contract soll demnach so gestaltet sein, dass er die Möglichkeit für Betrug offen lässt. User können unendlich Token produzieren oder Token anderer Nutzer löschen. Cointelligence warnt deshalb eindringlich vor dem LEO ERC-20-Token.

Bitfinex wird vorgeworfen, eine bewusste Sicherheitslücke in den Smart Contract seines LEO ERC-20-Token eingebaut zu haben. Dies geht aus Recherchen der Krypto-Analyse-Firma Cointelligence hervor, die das Unternehmen am 3. Juli 2019 auf seiner Webseite veröffentlichte. Demnach ist Bitfinex, eine Bitcoin-Börse aus Hong Kong, dafür verantwortlich, dass User des LEO ERC-20-Tokens unendlich viele LEOs drucken und die Token anderer Nutzer löschen können:

Besitzer des LEO ERC-20 können nicht nur unbegrenzt neue Token drucken und prägen. Sie können ebenfalls die Token aller anderen Nutzer löschen. Inklusive, aber nicht ausschließlich solche, die auf zentralisierten oder dezentralisierten Börsen liegen. Das gilt für Hot oder Cold Storage, Hardware oder Software Wallets, ebenso wie auf Papier oder im Brain Wallets.

Dies führen die Autoren des Cointelligence-Reports in ihrem Post aus.

Konkret lässt sich der Token offenbar über den Code des Smart Contracts manipulieren. Wie Cointelligence demonstriert, kann ein Nutzen durch die Änderung des „Controller“-Feldes im Code die Besitzverhältnisse des Tokens manipulieren. Durch die Funktionen „generateTokens“ bzw. „destroyTokens” entstehen neue Token oder bestehende verschwinden.

Keine Rettung für Bitfinex durch LEO ERC-20?

Probleme mit Betrugsvorwürfen hat Bitfinex bereits in der Vergangenheit gehabt. Die New Yorker Staatsanwaltschaft warf der Bitcoin-Börse kürzlich vor, den Verlust von 850 Millionen US-Dollar Kapital in Kryptowährungen vertuscht zu haben. Das Unternehmen widersprach wiederholt den Vorwürfen.

Der LEO Token, ein Utility Token, der erst seit Mai 2019 auf dem Markt ist, galt als Versuch von Bitfinex, sein Image zu verbessern und Liquiditätsprobleme zu beseitigen.

Bitfinex wehrt sich wie gewohnt weiterhin gegen jegliche Vorwürfe. Auch beabsichtigte Manipulationsbegünstigung weist das Unternehmen von sich. Auf Twitter beteuert Bitfinex CTO Paolo Ardoino, man hätte die Sicherheitslücken für zukünftige Proof-Gründe offen gelassen. Während die Krypto-Community skeptisch hinsichtlich der Sauberkeit von Bitfinex‘ Weste bleibt, steht eine Sache fest: Der LEO ERC20 brachte bislang zwar Geld in die Kassen der geschwächten Bitcoin-Börse. Eine Entspannung in Sachen Vertrauen und Transparenz ist bislang jedoch nicht in Sicht.

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