Barclays Bank meldet zwei Kryptopatente an

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/london-uk-30th-july-2015-sign-292982537?src=4kII2tdlQDJ6DWC2ipnY9g-1-6

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Die 1690 gegründete Barclays Bank hat beim US-amerikanischen Patent- und Markenamt (USPTO) zwei Patente angemeldet. Darin wird der Transfer von Geldern mittels Kryptowährungen und die sichere Speicherung von Daten in der Blockchain patentiert.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Phillip Horch

Am 19. Juli veröffentlichte das United States Patent and Trademark Office (USPTO) zwei Patente, die beide von der Londoner Barclays Bank eingereicht wurden. Ein Patent beschreibt eine eigene Methode für Transfers mithilfe von Kryptowährungen. Dabei wird die Identität von Sender und Empfänger mittels kryptografischer Schlüssel und der digitalen Aufzeichnung des Transfers sicher überprüft. Das Patent ist aber nicht auf Transfers beschränkt. Man kann es für zahlreiche Bereiche anwenden. So kann man via Blockchain auch Versicherungsansprüche oder beispielsweise den Kreditstatus eines Kunden überprüfen. Das Patent wird aber nicht nur auf die eigenen Kunden begrenzt, es soll auch auf Geräte vom Internet of Things (IoT) angewendet werden.

Beim zweiten Patent geht es um die sichere Aufbewahrung von Daten innerhalb der Blockchain. Beispielhaft benennt man ein System zur Überprüfung nach dem Know-Your-Customer(KYC)-System.

Barclays: Enormer Aufholbedarf bei Kryptothemen

Noch im August 2017 gab der ehemalige Chef von Barclays zu verstehen, dass die Banken im Vergleich zu Start-ups viel zu langsam und träge bei der Umsetzung der Blockchain-Technologie seien. Auch bei den Bereichen Cloud-Speicherung, künstliche Intelligenz und Big Data soll laut Antony Jenkins ein „enormer Aufholbedarf“ bestehen. Offenbar hat die Barclays Bank schon angefangen, ihren Rückstand aufzuholen.


Davon abgesehen ist dieses uralte englische Finanzinstitut seit jeher offen für Kryptothemen. Ihre Mitarbeiter handeln für die Kunden auch Bitcoin-Futures, die an den US-amerikanischen Börsen angeboten werden. Bereits im März schloss man einen Vertrag über die Zusammenarbeit mit dem Online-Handelsplatz Coinbase. Außerdem war Barclays die erste Bank in Großbritannien, die ihren Kunden überhaupt ein Konto für Kryptowährungen angeboten hat. Doch das Unternehmen beschäftigt sich schon länger mit diesem Themenbereich. Im Juni 2015 kündigte man eine eigene Machbarkeitsstudie (Proof of Concept) für den Einsatz der Blockchain im Bankensektor an.

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