Banken für Terrorismusfinanzierung besser geeignet als Kryptos

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Kryptowährungen wie Bitcoin eignen sich weniger gut zur Terrorismusfinanzierung als Banken. Das hat die Financial Information Unit (FIU), eine Abteilung der Finanzaufsichtsbehörde in Südkorea, nun herausgefunden. Damit bestätigt sie vorangegangene Untersuchungen sowohl des US-Kongresses als auch von Europol.

Die (Pseudo-)Anonymität von Bitcoin & Co. ist für viele Krypto-Interessierte ein wichtiges Pro-Argument. Gleichzeitig dient es als Grundlage für die ewige Kritik „Kryptowährungen unterstützen Terroristen!“. Dieser Schluss ist zunächst auch nachvollziehbar, wollen Terroristen verständlicherweise so anonym wie möglich bleiben. Entsprechend müssen Krypto-Börsen in der EU seit Mai dieses Jahres die Identität der Nutzer sowie deren Verbindung mit den Wallets bis zu zehn Jahre lang speichern. Alles im Sinne der Terrorismusbekämpfung, versteht sich. Laut Business Korea scheint die Realität dennoch eine andere Sprache zu sprechen.

Viele Untersuchungen, ein Ergebnis

Wie die südkoreanische Financial Information Unit (FIU) in ihrem Untersuchungsbericht darlegt, verfügen Banken zwar über bessere Systeme zur Eindämmung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, ihre Anfälligkeit sei jedoch „aufgrund der größeren Größe des Bankensektors und der natürlichen Merkmale ihrer Produkte und Dienstleistungen wie Handelsfinanzierung, Cash Management Service und Forex-Handel“ deutlich erhöht. Zudem ergab die Untersuchung, dass die Schwierigkeiten im Tracking von Bitcoin-Transaktionen von Kriminellen genutzt werden könnten, um anonym zu agieren. Tatsächlich sei dies aber nicht der Fall. So nutzen Terroristen nach wie vor die herkömmlichen Bankdienste.

Somit ist die FIU zum gleichen Ergebnis gekommen wie zuvor schon der US-Kongress und Europol. Im September dieses Jahres hatte eine Arbeitsgruppe des US-amerikanischen Kongresses verkündet, dass Bargeld weiterhin das beliebteste Zahlungsmittel von Terroristen ist. Cash verspricht einfach immer noch die höchste Anonymität.

Auch Europol hat in diesem Jahr einen Bericht zum organisierten Internet-Verbrechen veröffentlicht. Darin wird ebenfalls betont, dass sich Kryptowährungen theoretisch gut dazu eignen würden, anonyme Transaktionen durchzuführen. Allerdings bevorzugen Terroristen anstelle von Bitcoin & Co. weiterhin die traditionellen Bankkanäle:

„Die Verwendung von Kryptowährungen durch terroristische Gruppen hat nur Transaktionen auf niedriger Ebene zur Folge, deren zentrale Finanzierung stammt immer noch von herkömmlichen Bank- und Geldüberweisungsdiensten.“

BTC-ECHO

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