Banken für Terrorismusfinanzierung besser geeignet als Kryptos

Quelle: Shutterstock

Banken für Terrorismusfinanzierung besser geeignet als Kryptos

Kryptowährungen wie Bitcoin eignen sich weniger gut zur Terrorismusfinanzierung als Banken. Das hat die Financial Information Unit (FIU), eine Abteilung der Finanzaufsichtsbehörde in Südkorea, nun herausgefunden. Damit bestätigt sie vorangegangene Untersuchungen sowohl des US-Kongresses als auch von Europol.

Die (Pseudo-)Anonymität von Bitcoin & Co. ist für viele Krypto-Interessierte ein wichtiges Pro-Argument. Gleichzeitig dient es als Grundlage für die ewige Kritik „Kryptowährungen unterstützen Terroristen!“. Dieser Schluss ist zunächst auch nachvollziehbar, wollen Terroristen verständlicherweise so anonym wie möglich bleiben. Entsprechend müssen Krypto-Börsen in der EU seit Mai dieses Jahres die Identität der Nutzer sowie deren Verbindung mit den Wallets bis zu zehn Jahre lang speichern. Alles im Sinne der Terrorismusbekämpfung, versteht sich. Laut Business Korea scheint die Realität dennoch eine andere Sprache zu sprechen.

Viele Untersuchungen, ein Ergebnis

Wie die südkoreanische Financial Information Unit (FIU) in ihrem Untersuchungsbericht darlegt, verfügen Banken zwar über bessere Systeme zur Eindämmung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, ihre Anfälligkeit sei jedoch „aufgrund der größeren Größe des Bankensektors und der natürlichen Merkmale ihrer Produkte und Dienstleistungen wie Handelsfinanzierung, Cash Management Service und Forex-Handel“ deutlich erhöht. Zudem ergab die Untersuchung, dass die Schwierigkeiten im Tracking von Bitcoin-Transaktionen von Kriminellen genutzt werden könnten, um anonym zu agieren. Tatsächlich sei dies aber nicht der Fall. So nutzen Terroristen nach wie vor die herkömmlichen Bankdienste.

Somit ist die FIU zum gleichen Ergebnis gekommen wie zuvor schon der US-Kongress und Europol. Im September dieses Jahres hatte eine Arbeitsgruppe des US-amerikanischen Kongresses verkündet, dass Bargeld weiterhin das beliebteste Zahlungsmittel von Terroristen ist. Cash verspricht einfach immer noch die höchste Anonymität.

Auch Europol hat in diesem Jahr einen Bericht zum organisierten Internet-Verbrechen veröffentlicht. Darin wird ebenfalls betont, dass sich Kryptowährungen theoretisch gut dazu eignen würden, anonyme Transaktionen durchzuführen. Allerdings bevorzugen Terroristen anstelle von Bitcoin & Co. weiterhin die traditionellen Bankkanäle:

„Die Verwendung von Kryptowährungen durch terroristische Gruppen hat nur Transaktionen auf niedriger Ebene zur Folge, deren zentrale Finanzierung stammt immer noch von herkömmlichen Bank- und Geldüberweisungsdiensten.“


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

SEC reicht Klage gegen gesetzwidrigen Token-Verkauf ein
SEC reicht Klage gegen gesetzwidrigen Token-Verkauf ein
ICO

Die US-amerikanische Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) versucht Ordnung in die manchmal chaotische Krypto-Welt hineinzubringen. Manch einen mag dieser Regulierungseifer stören, doch oftmals erscheint er auch gerechtfertigt. So auch in diesem Fall.

Nordkorea: Nationale Kryptowährung in Planung
Nordkorea: Nationale Kryptowährung in Planung
Politik

Nach Venezuela, Russland und dem Iran will sich nun auch Nordkorea von US-Sanktionen freimachen. Über den blutigen Krieg und warum eine eigene Kryptowährung dabei helfen kann.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

SEC reicht Klage gegen gesetzwidrigen Token-Verkauf ein
SEC reicht Klage gegen gesetzwidrigen Token-Verkauf ein
ICO

Die US-amerikanische Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) versucht Ordnung in die manchmal chaotische Krypto-Welt hineinzubringen. Manch einen mag dieser Regulierungseifer stören, doch oftmals erscheint er auch gerechtfertigt. So auch in diesem Fall.

Nordkorea: Nationale Kryptowährung in Planung
Nordkorea: Nationale Kryptowährung in Planung
Politik

Nach Venezuela, Russland und dem Iran will sich nun auch Nordkorea von US-Sanktionen freimachen. Über den blutigen Krieg und warum eine eigene Kryptowährung dabei helfen kann.

Kaffee transparenter produzieren mit Blockchain
Kaffee transparenter produzieren mit Blockchain
Blockchain

Das Blockchain-Start-up Farmer Connect stattet Kaffee-Produzenten und Händler mit der Blockchain-Technologie aus. Über den IBM Food Trust wird die Lieferkette von international produzierten Lebensmitteln in Zukunft nachvollziehbarer und kontrollierter. Dies ist insbesondere im Fall von Kaffee auch dringend nötig – denn der Kaffee-Weltmarkt ist höchst undurchsichtig. Mit dabei ist auch die Mutterfirma von Jacobs Kaffee und Senseo.

Benoît Cœuré (EZB): „Libra war ein Weckruf für Zentralbanken“
Benoît Cœuré (EZB): „Libra war ein Weckruf für Zentralbanken“
Altcoins

Benoît Cœuré, Mitglied der Geschäftsleitung der Europäischen Zentralbank (EZB), gab in einer Rede jüngst Einsichten, inwiefern Facebooks geplante Kryptowährung Libra die Banken- und Finanzwelt beeinflussen könnte. Darin kam auch zur Sprache, warum Bitcoin als Währung keine Chance habe.

Angesagt

Deutschland on Chain: Nationale Blockchain-Strategie veröffentlicht – Ein Überblick
Blockchain

Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland veröffentlicht ihre Blockchain-Strategie. Zeit, Stellung zu nehmen. Ein Kommentar von Dr. Philipp Sandner von der Frankfurt School of Finance.

IOTA: „Chronicle“ soll das Tangle durchsuchbar machen
Altcoins

IOTA hat einen neuen Baustein für sein Tangle-Netzwerk vorgestellt. „Chronicles“ soll es den Betreibern von Netzwerkknoten im Tangle ermöglichen, die Transaktionshistorie des Netzwerks mithilfe sogenannter „Permanodes“ über einen beliebig langen Zeitraum zu speichern.

LINE: Japanischer Messaging-Riese startet Bitcoin-Börse
Märkte

In Japan geht eine weitere Bitcoin-Börse an die Startlinie. Sie stammt dieses Mal vom Messaging-Anbieter LINE. Der Konzern integrierte die Börse in die eigene App. Sind derartige Geschäftsmodelle richtungsweisend?

Bitcoin, Ethereum und Ripple – Kursanalyse KW38 – Nur Bitcoin ist langweilig
Kursanalyse

Letzte Woche noch deklariert als „Die Ruhe vor dem Sturm?“, kommen die Altcoins nun richtig in Fahrt. Der „Verlierer“ der Woche heißt Bitcoin. Hier gibt es aber immerhin eine interessante Chartformation, die sich bald auflösen kann.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: