Aus heiterem Himmel: Bitcoin-Enthusiast versendet Tagebuch über Blockstream-Satellit

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Quelle: Shutterstock

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Blockstream scheint zu funktionieren. Seit über einer Woche verschickt ein unbekannter Bitcoin-Enthusiast sein Tagebuch über den Blockstream-Satelliten. Was steckt hinter der mysteriösen Figur?

Es gibt einfache und es gibt aufwendige (aber dafür aufregende) Methoden zu kommunizieren. Von letzterer Möglichkeit macht neuerdings ein mysteriöser Bitcoin-Fan Gebrauch, der sich als Software-Entwickler outet und aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion zu stammen scheint. Seit ein paar Tagen schickt der anonyme Absender Nachrichten durch den Äther, die die Herzen der Bitcoin-Gemeinde höher schlagen lassen.


Auf die verworrene Figur machte zuerst der Twitter-Nutzer @notgrubles aufmerksam. Gut so, hatte der Absender doch befürchtet, dass seine Nachrichten nie einen Adressaten finden könnten.

„Noch immer schwer zu begreifen, dass ich einen großen Teil der Erde mit meiner Botschaft abdecke, auf Abruf, sofort. Ich frage mich, ob jemand diese Nachricht liest? Vielleicht verfehlt ein Teil der Photonen die Erde und reist Milliarden von Jahren im Weltraum.“

Außer über seine Herkunft ist über den Bitcoin-Freund nicht viel bekannt. Er scheint aber große Stücke auf die Zensurresistenz zu legen. So schreibt er an Tag sechs, dass er eine Plattform für „freie Meinungsäußerung“ aufsetzen will:

„Mein Plan ist es, eine unkritische, unzensierbare Website zu schaffen, auf der alles besprochen und geteilt werden darf, niemand etwas verbieten und niemand etwas löschen kann. Selbst seine eigenen Beiträge nicht. Ich hasse es nämlich, wenn Leute etwas auf Twitter oder Facebook posten und später löschen. Jeder sollte sich an seine schriftlichen Worte halten. Ich denke, Bitcoin und Lightning […] werden benötigt, um die [eine zensurresistente Welt] zu erreichen.“

Am siebten Tage hat „Post-Soviet Person“, wie der Entdecker seinen mysteriösen Freund getauft hat, nicht geruht, sondern einen Hundewelpen gestreichelt.

„Vor 2 Tagen lief mir ein Welpe in einem Park aus 10 Metern Entfernung entgegen, ich streichelte ihn, und sie wollte ihrem Besitzer danach nicht mehr folgen. Guten Tag.“

Das gesamte Logbuch könnt ihr hier nachlesen.

Bitcoin ohne Internet

Blockstream scheint also bereits zu funktionieren. Das Unternehmen um den Gründer und Cypherpunk Adam Beck hat es sich zur Aufgabe gemacht, Bitcoin auch in die entlegenen Regionen dieser Erde zu bringen. Dafür nutzt das Unternehmen einen Satelliten, der Nodes am Erdboden mit der Blockchain synchronisiert – ganz ohne Internetverbindung. Dass es sich dabei nicht um Science Fiction handelt, beweist das venezolanische Entwicklerteam rund um Locha Bitcoin. BTC-ECHO berichtete.

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