Marktupdate Auf der Pirsch: Bitcoin jagt die 12.000 US-Dollar

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Person mit Fernglas auf der Jagd

Quelle: Shutterstock

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Während Bitcoin einen Zahn zulegt, brodelt es im DeFi-Markt. Fahren die Bullen zweigleisig?

Schnellen Schrittes bahnt sich der Bitcoin-Kurs (BTC) erneut seinen Weg in Richtung 12.000 US-Dollar. Mit einem Plus von 2,5 Prozent in den letzten 24 Stunden notiert die größte aller Kryptowährungen zu Redaktionsschluss bei 11.880 US-Dollar. Schaffen es die Bullen, den Widerstand bei 11.800 hinter sich zu lassen, winkt ein Durchmarsch auf die Marke von 12.000 US-Dollar. Halt bekommt die Krypto-Leitwährung von der Unterstützungslinie im Bereich von 11.400 US-Dollar.

Bitcoin

Nach den Gewinnmitnahmen der letzten Tage kehrt wieder Bewegung im Krypto-Markt ein. Auch die Altcoins gewinnen an Boden und drehen pünktlich zu Monatsbeginn wieder auf.

Quelle Coin360

Das Barometer für die Anlegerstimmung am Krypto-Markt, der Fear & Greed Index, schlägt entsprechend im grünen Bereich aus. Ein Wert von 75 Zählern zeigt überdeutlich an, dass die Aufbruchstimmung noch lange nicht abgeflacht ist.

Latest Crypto Fear & Greed Index

Wo treibt es die Bullen hin?

Hat man die Augen in den zurückliegenden Wochen nicht vor dem Marktgeschehen zugekniffen, wird ersichtlich: die Zeichen stehen auf Bitcoin. Neben steigenden Investitionen von Krypto-Hedgefonds, der Etablierung börsengehandelter Bitcoin-Finanzinstrumente und zunehmenden Akzeptanz als Bezahlmittel deuten auch starke Fundamentaldaten des Bitcoin-Netzwerks auf einen Wachstumsschub hin. Seien es schmelzende BTC-Salden an den Börsen, ein abflachender Circulating Supply, der Anstieg der Walpopulation oder die hohe Gewinnmarge des UTXO Sets: Nicht wenige Indikatoren deuten auf einen Bull Run hin.

Rückt man zudem die inflationäre Geldpolitik der Notenbanken, eine drohende Weltrezession und die dadurch ausgelöste Kapitalflucht in die sicheren Häfen in das Gesamtbild, stellt sich nur die Frage, wann die Bullen mit den Hufen scharren und den Bitcoin-Kurs in Richtung Allzeithoch treiben.

Doch trotz des Anstiegs auf knapp 12.000 US-Dollar hinkt die Performance des Assets diesen starken Werten hinterher. Die Gemengelage am Krypto-Markt hat sich schließlich in den letzten Jahren geändert. Anders als im Bullenjahr 2017 ist Bitcoin unter Investoren nicht mehr nur die einzige Anlageklasse der Wahl. Der Markt ist gereift und vor allem der aufblühende DeFi-Bereich lockt immer mehr Anleger auf seine Fährte. Bitcoin konkurriert zusehends mit DeFi-Token um die Gunst der Investoren.

Zu diesem Ergebnis kommen auch die Blockchain-Analysten von Glassnode im aktuellen Week-on-Chain-Bericht:

Trotz allgemein starker Fundamentaldaten scheint BTC jedoch nicht in der Lage zu sein, preislich an Boden zu gewinnen, selbst wenn das auf Ethereum basierende DeFi-Ökosystem ein Rekordwachstum verzeichnet. Dies mag zum Teil dadurch erklärt werden, dass das Innovationsnetzwerk rund um DeFi bedeutet, dass es eine ständige Quelle für neue und lukrative Finanzspiele gibt, während BTC in Bezug auf das Wertangebot oder Ökosystem nur ein geringes Wachstum verzeichnet.

Während sich der Bitcoin-Kurs derzeit schwer tut, aus dem engen Korridor zwischen Widerstand und Unterstützung auszubrechen und an Boden zu gewinnen, klettert der Bereich der dezentraler Finanzen von einem zum nächsten Superlativ. Laut Defipulse sind derzeit Token im Gegenwert von über 9 Milliarden US-Dollar in DeFi-Protokollen eingebunden. Waren es Anfang 2020 noch unter 650 Millionen US-Dollar, ist der Markt bis jetzt um über 1200 Prozent gewachsen. Tendenz steigend.

Quelle Defipulse

Bitcoin schlägt Kapital aus DeFi

Bremst der Aufstieg des DeFi-Sektors also das Wachstumspotenzial des Bitcoin-Kurs aus? Dass zusehends mehr Marktanteile auf den Bereich dezentraler Finanzen entfallen, könnte diesen Schluss schließlich nahelegen. Doch bei genauerer Betrachtung sind die Synergieeffekte am Krypto-Markt stärker, als es die Schwarzweißmalerei suggeriert.

Denn Bitcoin profitiert auch von DeFi. So übernimmt Wrapped Bitcoin (WBTC) mit einer Marktkapitalisierung von knapp 400 Millionen US-Dollar immer größer werdende Marktanteile. Wrapped Bitcoin ist ein ERC-20-Token, der 1:1 durch Bitcoin gedeckt ist und das Asset in Smart Contracts einbindet. Bitcoin ist dadurch auf der Ethereum Blockchain für DeFi-Anwendungen zugänglich.

Quelle Glassnode

Der DeFi-Boom stellt Glassnode zufolge somit einen Türöffner für Bitcoin dar:

Da das DeFi-Ökosystem weiter wächst, nimmt das Angebot an WBTC rapide zu, da Investoren versuchen, ihre BTC-Bestände über die zusätzliche Funktionalität und Vielseitigkeit, die WBTC bietet, zu kapitalisieren. Allein im August hat sich das Angebot mehr als verdoppelt.

Es zeigt sich: Konkurrenz belebt das Geschäft. Zwar fließt vermehrt Kapital in den DeFi-Markt, was der Marktdominanz von Bitcoin das Wasser abgräbt. Auf lange Sicht könnte der Bitcoin-Kurs aber von diesem Umstand profitieren, wenn auf indirektem Weg auch mehr Mittel durch Wrapped Bitcoin in das Asset wandern.

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