Marktupdate BTC-Schmelze an Börsen: Bitcoin-Kurs vor Ausbruch?

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Fallende BTC-Reserven an den Börsen, steigende Handelsaktivitäten bei den Termingeschäften und profitable UTXO-Verteilungen: Bitcoin steht erst am Anfang eines Aufwärtstrends.

Von der langersehnten 12.000-US-Dollar-Marke muss der Bitcoin-Kurs (BTC) vorübergehend Abschied nehmen. Mit einem Minus von 3,7 Prozent in den letzten 24 Stunden rutscht die Kryptowährung Nr. 1 auf aktuell 11.800 US-Dollar. Im 30-Tage-Vergleich verbucht der Bitcoin-Kurs dennoch ein ansehnliches Plus von über 28 Prozent.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Der Kursabschlag ist Ausdruck einer gesunden Konsolidierung am Krypto-Markt. Nachdem sich der Markt in den letzten Tagen wieder aufgeheizt hat, steigen manche Anleger beim Zwischenhalt aus und bringen ihre Bitcoin-Schäfchen ins Trockene. Eine Fülle an Indikatoren belegt aber, dass der Markt weiter im Aufbruch ist und erst am Anfang einer längeren Wachstumsperiode stehen könnte.

Hodler ziehen ihre BTC ab

Mit der jüngsten Bitcoin-Rallye sind die BTC-Reserven an den Börsen geschmolzen. Am Montag fielen die Bestände auf 2.610.278 BTC. Das ist der niedrigste Stand seit 24. November 2018. Anleger ziehen demnach ihre eingelagerten Coins von den Exchanges ab, um sie zur sicheren Verwahrung in Wallets zu deponieren.


Wie aus der Grafik von Glassnode hervorgeht, besteht eine indirekte Korrelation zwischen Kursentwicklung und den an Börsen hinterlegten Bitcoin. Je höher der Kurs, umso höher auch der Bitcoin-Abzug. Gleiches gilt in umgekehrte Richtung. Wandert der Kurs in den Keller, steigen wiederum die Reserven.

Der Grund ist banal. Investoren transferieren Bitcoin an Börsen, um schnell auf die Dynamiken am Markt reagieren und diese ohne Zeit- und Wertverlust bei Abverkaufswellen veräußern zu können. Dies veranschaulichte sich inmitten des Corona-Marktcrashs Mitte März. Wenige Tage bevor der Bitcoin-Kurs am Schwarzen Donnerstag um 40 Prozent einbrechen sollte, stiegen die Reserven um 2 Prozent auf den Höchststand von 2.947.555 BTC.

Folglich untermauert ein niedriger Wert der BTC-Bestände ein grundsätzliches Vertrauen in die Marktentwicklung. Niedrige BTC-Salden an den Börsen deuten darauf hin, dass Investoren langfristige Anlagestrategien verfolgen. Der derzeitige BTC-Schwund an den Börsen ist somit ein durchaus bullisher Indikator für Bitcoin.

UTXO-Verteilung

Bitcoins Flirt mit der 12.000-USD-Marke hat einen weiteren Nebeneffekt ausgelöst: Über 97 Prozent aller UTXOs sind profitabel. UTXO ist der Unspent Transaction Output und umfasst die Gesamtmenge aller verfügbaren, aber noch nicht ausgegebenen Bitcoin. Das UTXO Set ist somit die Anzahl aller nicht transferierten Bitcoin.

Überschreitet die UTXO-Gewinnmarge die Schwelle von 95 Prozent verzeichnet BTC dem aktuellen Week-On-Chain-Bericht von Glassnode zufolge „signifikante Gewinne innerhalb eines kurzen Zeitraums – normalerweise etwa 2-3 Monate, manchmal auch kürzer“.

Dass 97 Prozent aller UTXOs Gewinne verbuchen bedeutet folgerecht, dass nur 3 Prozent aller UTXOs zu einem Zeitpunkt generiert wurden, als der Kurs höher war als jetzt. Eine über einen längeren Zeitraum anhaltende Entwicklung der UTXO-Gewinnverteilung ist dem Bericht nach „charakteristisch für einen Bull Run“. Steuert Bitcoin auf ein Allzeithoch zu, liegen folglich 100 Prozent aller UTXOs in der Gewinnzone.

Open Interest bei Bitcoin Futures auf Allzeithoch

Mit 948 Millionen US-Dollar erreichte das Open Interest am Montag an der CME ein neues Allzeithoch. Das Open Interest umfasst die Menge aller ausstehenden, noch nicht abgewickelten Terminkontrakte. Seit Ende Juli zeigt sich ein deutlicher Anstieg beim Open Interest, zeitgleich mit dem Anstieg des Bitcoin-Kurs von unter 10.000 auf über 11.000 US-Dollar.

Krypto-Derivate sind eine Domäne institutioneller Investoren, die über den Umweg von Anlagevehikeln wie Futures und Optionen den meist verwehrten Zugang zum Krypto-Markt finden. Steigende Futures-Absätze belegen somit vor allem ein steigendes Interesse aufseiten der Großinvestoren.


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