Alibaba: Chinas führende Handelsplattform setzt verstärkt auf Blockchain

Anton Livshits

von Anton Livshits

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Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba hat ein neues Blockchain-System zum Schutz von geistigen Eigentumsrechten angekündigt. Das System soll den Prozess der Antragsstellung erleichtern. Zu den Profiteuren zählen in erster Linie internationale Unternehmen. Die Anwendung der Blockchain-Technologie nimmt in China insgesamt zu.

Die Blockchain-Implementierung in China schreitet weiter voran. Der Handelsriese Alibaba war schon immer eine wesentliche Triebfeder dieser Entwicklung. Das in Hangzhou ansässige Unternehmen kündigte nun an, in Zukunft noch stärker von den genuinen Vorteilen von Distributed Ledger Gebrauch zu machen. Bis zum September 2019 führt Alibaba so ein blockchainbasiertes System zum Schutz von geistigen Eigentumsrechten ein.

Wie die chinesische Nachrichtenseite Sohu am 23. Mai berichtete, soll das geplante System in erster Linie die Antragsstellung erleichtern. Insbesondere internationale Unternehmen und Marken sollen ihr geistiges Eigentum so besser schützen können. Ali Xizhi, Direktor der Abteilung für den Schutz des geistigen Eigentums, benannte eine erhöhte Transparenz sowie die Unmöglichkeit, getätigte Einträge zu manipulieren, als die wesentlichen Gründe für das Update.

Blockchain-System soll ausgeweitet werden

Die Nutzung der Blockchain-Technologie wird den Prozess der Antragstellung indes auch automatisieren. Schutzanträge von ausländischen Unternehmen sollen über die geplante Ali Intellectual Property Protection Platform (‘IPP Plattform‘) direkt an Chinas Internet-Gerichte weitergeleitet werden. Die chinesische Regierung etablierte derartige Gerichte speziell für den Rechtsschutz im Internet. Anträge und Beschwerden können so online bearbeitet werden.

Laut Sohu kümmert sich Alibaba indes bereits heute um den geistigen Eigentumsschutz von 30 Millionen neuen und 1,5 Milliarden bereits im Sortiment vorhandenen Produkten. Die Implementierung der Blockchain-Plattform wird diese Zahlen noch einmal erhöhen. Das Unternehmen plant außerdem, die Technologie nach und nach für den gesamten digitalen Urheberrechtsschutz zu öffnen. Auch die Absicherung von Rechten auf Bilder, Ton und Film wird also künftig über die Blockchain erfolgen.

China ist Patentweltmeister

Chinesische Unternehmen haben generell ein starkes Interesse an Blockchain und Krypto-Technologie. Im Jahr 2018 genehmigte die chinesische Regierung 790 Blockchain-Patente. China führt den Ländervergleich somit deutlich an. Alibaba hat hierzu einen beachtlichen Beitrag geleistet. Laut einem Bericht der chinesischen Securities Daily News soll Alibaba Anträge auf 262 Blockchain-Patente gestellt haben.


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