Patent eingereicht Activision wagt erste Gehversuche in Sachen Blockchain-Gaming

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Eine Activision-Spielfigur steht auf dem Messegelände.

Quelle: Shutterstock

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Activision Blizzard, das Unternehmen hinter „Call of Duty“, beschreibt in einem Patent den Gebrauch der Blockchain-Technologie. Doch bis zur Marktreife ist es noch ein langer Weg.

Den Gaming Publisher Activision kennt man eigentlich für Titel wie „Tony Hawk’s Pro Skater“ oder die „Call-of-Duty“-Reihe. Nun macht das US-Unternehmen erste Gehversuche in Sachen Dezentralität. Denn nach Inhalt des Patents, das Activision Blizzard beim US-Patentamt angemeldet hat, will das Unternehmen etwa Ergebnisdaten von Partien auf eine Blockchain setzen. Dort wären die Daten „inhärent widerstandsfähig gegen Manipulation.“ Digitaler Diebstahl von Gaming-Verdiensten oder In-Game-Schätzen würde damit folglich der Vergangenheit angehören.

Blockchain für In-Game-Daten interessant

Das Patent nennt eine ganze Menge Vorzüge der Distributed-Ledger-Technologie. Darunter wie die öffentliche Zugänglichkeit der Daten sowie die Sicherheit, mit der Daten abgelegt werden können.

Da Blockchains vom Design her sicher sind und auf einem verteilten System basieren, eignet es sich zur Speicherung von Spieldaten für eine große Anzahl von Spielern,

heißt es in dem Patent. Verwendung finden könnte das System etwa in den Matchmaking Engines von Activision Games. Denn die Zusammensatzung der Spieler sollte möglichst auf dem Skill-Level beruhen, sodass Partien ausgeglichen bleiben.

In welchen Spielen Activision von der Blockchain Gebrauch machen will, ist allerdings noch unklar.

Hacker haben es auf die Bitcoin von Activision-Nutzern abgesehen

Zuletzt geriet der Gaming Publisher durch ein eher unrühmliches Thema mit dem Krypto-Space in Berührung: Angreifern gelang es, eine Vielzahl an Accounts für „Call of Duty: Warzone“ zu hacken. Als Lösegeld verlangen die Diebe 400 US-Dollar in Bitcoin (BTC). Da so mancher Gamer für die kosmetische Aufbesserung seiner Waffen echtes Geld in die Hand nimmt, sind die Benutzerkonten durchaus wertvoll. Und selbst wenn nicht, stecken hinter gut ausgerüsteten Avataren meist hunderte Stunden Gaming. Da kann der Verlust schon schmerzlich sein. Zur Stunde befinden sich bereits 1,2 BTC auf der Adresse der Hacker, ob diese jedoch einzig Beute sind, lässt sich nicht zweifelsfrei klären. Mit dem Vorfall hat Activision Blizzard immerhin einen lupenreinen Use Case für den Einsatz der Blockchain-Technologie für die Sicherung seiner Nutzerkonten gezeichnet.

Unterdessen steckt die Branche immer noch in den Kinderschuhen. Zwar gibt es eine ganze Reihe von Prototypen, Piloten, und Patenten. Der praktische Gebrauch scheint aber bei den wenigsten marktreif zu sein. Zumal Blockchains von einer möglichst hohen Nutzerzahl profitieren – dahingehend ist die Quantität an Projekten also eher hinderlich.

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