Standard Chartered wird ab sofort Ripples Stablecoin RLUSD auf dem XRP Ledger verwahren. Das Angebot richtet sich an institutionelle Kunden und läuft über die Niederlassung im Dubai International Financial Centre, die der dortigen Finanzaufsicht DFSA untersteht.
Gemeinsam mit Ripple und der LMAX Group arbeitet die Bank daran, RLUSD als Sicherheit für bestimmte Handelsprodukte zuzulassen. Dabei kommt ein Verfahren zum Einsatz, das die Bank Collateral Mirroring nennt: Der Wert der hinterlegten Token wird zur Handelsplattform gespiegelt, ohne dass die Token selbst dorthin übertragen werden müssen.
Dahinter steckt ein praktisches Problem institutioneller Anleger: Wer bislang auf einer Handelsplattform Token hinterlegen wollte, musste diese dorthin überweisen und gab sie damit aus der Obhut seiner Bank. Umgesetzt ist das allerdings noch nicht, die Integration steht unter dem Vorbehalt von Verträgen, Tests und behördlichen Freigaben. Einen Starttermin nannte die Bank nicht.
Ob sich davon auch der XRP-Kurs derzeit erholen kann wird sich in den nächsten Wochen zeigen und lässt sich am besten mit dem gestrigen Kurs-Update abschätzen.
Kunden wollen beides
Waqar Chaudry, bei Standard Chartered für digitale Vermögenswerte zuständig, beschreibt die Nachfrage so: Institutionelle Kunden wollten an den Märkten für digitale Vermögenswerte teilnehmen, ohne Abstriche bei der Sicherheit ihrer Werte oder beim Risikomanagement zu machen. Jack McDonald, bei Ripple für Stablecoins verantwortlich, nennt RLUSD für genau solche Anwendungsfälle gebaut. Vergangene Woche kündigte die Bank in Singapur an, bis Jahresende ebenfalls institutionelle Krypto-Verwahrung anzubieten. Bestehende Angebote gibt es bereits in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Luxemburg und in Hongkong.
