5 Gründe, wieso Bitcoins Blockgröße nicht erhöht werden sollte

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Am 1. August hat die BTC-Gemeinschaft den Bitcoin Independence Day gefeiert. Einer der Erfolge der Nutzer-induzierten Soft Fork (UASF – User Activated Soft Fork) war das Festhalten an der maximalen Blockgröße von einem Megabyte. Denn wie wir bereits berichtet hatten, wollte die Gegenseite – neben der Einführung von SegWit – auch das Blocksize-Limit auf 2 MB erhöhen. Wieso Bitcoins Blockgröße vorerst nicht erhöht werden sollte.

Der Vorschlag, der im Raum stand, nannte sich SegWit2x. Dass stattdessen einzig SegWit per Soft Fork eingeführt wurde, ist bekannt. In der Woche des Bitcoin Independence Day ist einmal mehr Zeit, sich fünf gute Gründe für kleine Blocks ins Gedächtnis zu rufen.

1. Größe der Blockchain


Große Blöcke scheinen verlockend: Die Transaktionsgeschwindigkeit steigt, die Kosten sinken – zumindest theoretisch. Dass dies allerdings mit großen Abstrichen an anderer Stelle einhergeht, wird von „Big Blockers“ wie Roger Ver und Craig Wright gerne unterschlagen.

Ein guter Grund, große Blöcke abzulehnen, ist die zunehmende Größe der Blockchain. Denn wenn alle zehn Minuten 2 MB anstatt maximal 1 MB Daten zur Blockchain hinzukommen, wird diese zu schnell zu groß. Betreiber von Bitcoin Full Nodes brauchen bereits jetzt knapp 250 Gigabyte Speicherplatz auf der Festplatte. Steigt die Blockgröße, steigt damit nicht nur die akkumulierte Größe der Blockchain, es wird auch eine größere Internet-Bandbreite vonnöten sein, um die Blockchain pünktlich zu synchronisieren.

2. Probleme bei der Hard Fork

Die Erhöhung des Blocksize-Limits lässt sich nicht ohne Hard Fork realisieren. Denn für ein derart fundamentales Update müssen sich die Konsensregeln ändern und sind sodann mit Full Nodes, die nur Blöcke mit einer maximalen Größe von 1 MB akzeptieren, inkompatibel.

Hard Forks sind jedoch riskant. Wenn die Lager etwa zur Hälfte gespalten sind, teilt sich die Community entzwei – und somit nimmt auch die Marktkapitalisierung von BTC drastisch ab.

3. Konsensprobleme

Welche Blockgröße ist angemessen? Da scheidet sich sogar die geschiedene Gemeinde von Big Blockers. Während etwa Roger Ver 2 MB für aktuell ausreichend erachtet, ist Craig Wright der Meinung, dass man die Blockgröße auch gleich auf mehrere hundert Megabyte anheben könnte. Jede Erhöhung der Blockgröße würde sodann abermals zu Debatten und einer Spaltung der Community führen. Für den Konsens der Bitcoin-Gemeinde wäre das ein Todesurteil.

4. Geringere Netzwerksicherheit

Der Platz auf der Blockchain ist ein begrenztes Gut – bei kleinen Blöcken mehr als bei großen. Aber im Gegensatz zur Argumentation der Big Blockers ist das kein Problem. Im Gegenteil: Es ist sogar vorteilhaft. Denn wie fachkundige Leserinnen und Leser wissen, halbiert sich alle vier Jahre mit dem Block Reward Halving auch die Haupteinnahmequelle der Miner. Folglich werden Transaktionsgebühren in Zukunft immer wichtiger. Da diese bei großen Blöcken tendenziell geringer sind, dürften sich in den nächsten Jahren handfeste Existenzprobleme für Miner von großen Blöcken ergeben.

Da Miner das Netzwerk sichern, muss sichergestellt werden, dass sie für ihren Aufwand angemessen entlohnt werden. Große Blöcke sind dafür tendenziell eine Bedrohung.

5. Software Bug

Neben Konsensproblemen, die Hard Forks im Wege stehen, können kritische Updates wie eine Erhöhung des Blocksize-Limits auch zu handfesten Software Bugs führen. SegWit2x etwa galt als kaum getestet; einen Monat vor der geplanten Fork war der Quellcode noch nicht einmal fertiggestellt. Wer bei Software-Updates einem Multi-Milliarden-US-Dollar-Asset wie Bitcoin durchführt, muss sicherstellen, dass alles reibungslos vonstatten geht. Denn sind wir ehrlich: Eine der realsten Gefahren für ein Scheitern des Projekts ist ein kritischer Software Bug.

Da BTC bereits jetzt einen echten Use Case hat und täglich zwischen zwei und drei Milliarden US-Dollar an Wert verschickt, müssen Updates schlicht und ergreifend mit äußerster Vorsicht implementiert werden.

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