Bitcoin Improvement Proposals 5 Bitcoin Updates, die es in sich haben

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 4 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Bitcoin (Symbolbild)

Quelle: Shutterstock

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Mit Hochdruck arbeiten findige Developer an der Weiterentwicklung Bitcoins. Hier sind fünf Bitcoin Core Updates, die jeder Bitcoiner kennen muss.

Bitcoin Core zu updaten ist so, als wenn man versuchen würde, einen Düsenjet bei Überschallgeschwindigkeit zu betanken. Möglich, aber risikobehaftet. Schließlich werden täglich mehr als eine Milliarde US-Dollar an Wert mit Bitcoin versendet. Nimmt man die Marktkapitalisierung als Indiz für den Wert des Netzwerks, ist Bitcoin bereits heute etwa 100 Milliarden US-Dollar wert. Kurzum: Software Updates an Bitcoins wichtigster Implementierung, Bitcoin Core, sind immer etwas heikel. Zudem skalieren dezentrale Systeme wie Bitcoin typischerweise deutlich langsamer als ihre zentralisierten Pendants. Dass Bitcoin Core seit geraumer Zeit keine nennenswerten Software Updates vorweisen kann, liegt folglich in der Natur der Sache.

Die Developer scheuen indes kaum Mühen und arbeiten intensiv an der Zukunft des Protokolls. Hier sind 5 BTC Software Updates, die es in sich haben.

Schnorr Signatures

Schnorr-Signaturen sind seit Jahren Hauptthema unter Kryptographen und Bitcoin Core Developern. Anfang 2018 berichtete BTC-ECHO erstmals über das Bitcoin Improvement Proposal (BIP), an dem allen voran die Blockstream-Entwickler Pieter Wuille und Jonas Nick seit geraumer Zeit tüfteln. Im Kern gelten Schnorr Signatures als felsenfeste kryptographische Signaturen, die nicht unter Transaction Malleability leiden, aber dennoch schneller zu verifizieren sind als Elliptic Curve Digital Signatures (ECDS), die aktueller Standard sind. Zudem erlaubt Schnorr die Bündelung von mehreren Signaturen, wodurch etwa MultiSig Outputs und Timelocks deutlich leichter von der Hand gehen dürften.

Taproot


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Im selben Atemzug wie Schnorr-Signaturen nennen Beobachter zumeist auch Taproot – schließlich sollen die beiden Implementierungen Teil desselben SoftFork Updates werden. Bei Taproot handelt es sich um ein Projekt von Core Developer Gregory Maxwell, welches auf die Implementierung von Merkelized Abstract Syntax Trees (MAST) in Bitcoin setzt. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um die Zusammenfassung verschiedener Output-Bedingungen in eine Signatur. MultiSigs werden demnach zu einer einzigen Signatur gehasht, die von herkömmlichen Output-Signaturen nicht mehr zu unterscheiden sind. Dies wiederum erhöht natürlich die Privatsphäre von Bitcoin-Nutzern, die ihre Präferenz für Multi-Signaturen nicht auf der Blockchain wissen wollen.

OP_CHECKTEMPLATEVERIFY

Ziel von OP_CHECKTEMPLATEVERIFY (CTV) ist ein Projekt von Core-Entwickler Jeremy Rubin, das insbesondere bei Datenstau auf der Blockchain für Entspannung sorgen soll. Motivation waren wohl die Erfahrungen vom Dezember 2017, als die Transaktionsgebühren ins Unermessliche gestiegen sind.

Im Kern lautet die Idee, Bitcoin-Transaktionen in zwei Teile zu zerlegen: Eine sendende Hälfte, die Informationen über die Inputs enthält sowie eine erhaltende Hälfte, die Informationen über die Outputs der Transaktion enthält. Wir erinnern uns: Eine Transaktion mit nur einem Input kann mehrere Outputs zur Folge haben, wenn etwa Change generiert wird.

Input und Output wiederum würden laut BIP 119 durch einen Hash eindeutig einander zugeordnet, sodass die Transaktion ihr Ziel nicht verfehlt.

Der Trick an der Sache ist nun, dass Input und Output Gebühren in unterschiedlicher Höhe zugeordnet sind. Während die sendende Hälfte vergleichsweise hohe Gebühren enthält, zahlt die erhaltende Hälfte bloß geringe Gebühren. Es reicht aber, dass eine Hälfte der Transaktion bestätig wird, um die Transaktion auf die Blockchain zu schreiben. Die finale Buchung dauert jedoch so lange, bis auch die zweite Hälfte der Transaktion bestätigt ist. Typischerweise wird dies dann der Fall sein, wenn die durchschnittlichen Netzwerkgebühren sinken.

Drivechain

Sidechains dürften in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Neben der berühmtesten Bitcoin Sidechain Liquid hat es sich etwa die RSK Sidechain zur Aufgabe gemacht, Bitcoin Smart-Contract-tauglich zu machen. Grundsätzlich basieren Sidechains auf einem einfachen Prinzip: Die gewünschte Anzahl BTC werden für einen bestimmten Zeitraum an die Netzwerkregeln der Sidechain gebunden und können währenddessen nicht auf der Bitcoin Blockchain bewegt werden. Typischerweise geschieht diese Anbindung mithilfe von Multisignaturen, die die teilnehmenden Parteien verwalten.

Drivechain hingegen will die Kontrolle über die zeitgesperrten BTC auf die Miner übertragen. Vereinfacht gesagt bedeutet der Vorschlag, dass eine Mehrheit der Miner die Übertragung von BTC auf die Haupt-Blockchain mithilfe der Hash Rate bestätigen müsste.

Das große Konsensus-Clean-up

Frühjahrsputz auf der Bitcoin Blockchain. Wenn es nach Square Crypto Core Developer Matt Corallo ginge, könnte Bitcoin noch sicherer und effizienter sein. Dafür hat der Software-Entwickler einige Vorschläge gemacht, die er auf GitHub zusammenfasst. Zu besagten Sicherheitsrisiken gehört etwa die timewarp inflation vulnerability, welche das Notfall-Difficulty-Adjustment auf 600 Sekunden verringern würde.

Das Konsensus-Cleanup gilt aufgrund seiner geringen Relevanz allerdings als kontrovers und dürfte so schnell nicht implementiert werden.

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