Wirtschaftsnobelpreisträger Stiglitz fordert wieder Verbot von Bitcoin & Co.

Quelle: Wikimedia Commons

Wirtschaftsnobelpreisträger Stiglitz fordert wieder Verbot von Bitcoin & Co.

Der gefeierte US-Ökonom und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz bezieht klar Stellung gegen Bitcoin und andere Kryptowährungen. Deregulierte digitale Währungen seien aufgrund ihrer Intransparenz ein Quell für Geldwäsche und Kriminalität, so der angesehene Wirtschaftsexperte. Ein Verbot von Bitcoin & Co. bei gleichzeitiger Weiterentwicklung US-Dollar-basierter elektronischer Zahlungen stabilisiere die US-Volkswirtschaft. Die Rechnung hat der Wissenschaftler ohne das Volk gemacht.

Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger und Wirtschaftswissenschaftler, spricht sich in einem Video für das US-Nachrichtenportal CNBC für ein Verbot von Bitcoin und anderen Kryptowährungen aus. In dem Beitrag, der am 6. Mai erschienen ist, weist der Ökonom auf die Risiken von Kryptowährungen für die Stabilität und Transparenz des US-Dollar-basierten US-amerikanischen Wirtschaftssystems aus.

Stiglitz, Jahrgang 1943, ist Professor an der Columbia University. Von 1997 bis 2000 war er Chefökonom der Weltbank, von 2011 bis 2014 Präsident der International Economic Association. Für seine Arbeiten über das Verhältnis von Information und Märkten erhielt Stiglitz 2001 gemeinsam mit George Akerlof und Michael Spence den Wirtschaftsnobelpreis. Er gilt als moderner Keynesianer, also Unterstützer einer regulierten Marktwirtschaft.

„Instabil und düster“ – Bitcoin als Feindbild

Die Anonymität von Bitcoin & Co. birgt laut Stiglitz ein hohes Risiko für unlautere Geschäfte, weil Transaktionen intransparent gestaltet sind. „Die Aufmerksamkeit für Kryptowährungen beunruhigt mich enorm, weil diese die Dinge von einer transparenten Plattform hin zu einer dunklen Plattform verschieben.“ Als Beispiel nennt er Steuerhinterziehung und -betrug.

Nichtsdestotrotz erkennt Stiglitz die Errungenschaften digitalen Fortschritts im Finanzwesen an. So unterstützt er elektronische Zahlungsmechanismen. Datenübertragung in Echtzeit führe laut Stiglitz zu einer besser regulierten Wirtschaft.

Auch Buffett gegen BTC

Erst vor wenigen Tagen wetterte Investment-Milliardär Warren Buffett gegen Bitcoin: „Es ist ein Zocker-Spielzeug… es hat eine Vielzahl an Betrugsfällen drum herum gegeben. Es gab hohe Verluste. Bitcoin hat nichts erschaffen.“ So empörte sich der 88-Jährige Großanleger vor Journalisten in Nebraska. Es ist nicht seine erste abfällige Äußerung dieser Art.

Bitcoin-Skepsis in Zeiten des „Millennial-Mega-Trend“?

Stiglitz unterstützt den US-Dollar als stabile Währung, die keiner außersystemischen Konkurrenz bedarf:

Der US-Dollar hat alle Eigenschaften einer guten Währung. Kryptowährungen haben diese Eigenschaften nicht. Ich glaube tatsächlich, dass wir Kryptowährungen stilllegen sollten.

Joseph Stiglitz äußert seine Kritik zu einem Zeitpunkt, an dem Kryptowährungen, allen voran der Bitcoin, in den USA zu einem „Millennial-Mega-Trend“ avancieren. Dass einer der angesehensten Ökonomen des Landes ein Verbot von digitalen Währungen fordert, birgt hohe Risiken. Nicht für BTC & Co., die sich, vor allem unter jüngeren US-Amerikanern, trotz Kursabfall wachsender Beliebtheit erfreuen, sondern für den Glauben und das Vertrauen der Bürger in ihre wirtschaftspolitische Elite. Die Polarisierung der Gesellschaft und die Entfremdung von ihrer politischen Führung schreiten damit weiter voran.

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