The State of Art Wie die Blockchain die Kunstwelt verändert

Dana Hajek

von Dana Hajek

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dana Hajek

Dana absolviert ihr Masterstudium in Journalismus, Medien und Globalisierung an der City University in London. Sie ist überzeugt, dass Blockchains ein gewaltiges Nutzungs- und Transformationspotenzial aufweisen und in nur wenigen Jahren die Welt auf den Kopf stellen werden.

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Die Wirtschaftsprüfer PwC und die Schweizer Blockchain-Investmentfirma CV VC veröffentlichten mit der Unterstützung von Cointelegraph einen Bericht, der sich überraschenderweise dem Kunstbereich widmet. Im Fokus: Die globalen Top-Firmen, die sich die Blockchain in der Kunst zu Nutze machen.

Es ist eine sehr komplexe Aufgabe, die Herkunft und die Echtheit eines Kunstwerks sicherzustellen. Mit der Blockchain sei das möglich, so schreibt es Investmentbanker und Kunstsammler Niko Kipouros in dem am 21. Juli veröffentlichten Bericht mit dem Titel „Blockchain in Art“. Die Technologie verändere die Art und Weise, wie wir Kunst kaufen, verkaufen, unterstützen, betrachten oder sogar schaffen. Der Report stellt die größten Unternehmen vor, die sich aktuell in diesem Branchenzweig bewegen.

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Im Rahmen der Veröffentlichung veranstaltet CV VC ein Online-Panel am 12. August, um dort die neuesten Entwicklungen auf dem Blockchain-betriebenen Kunstmarkt zu diskutieren. Unterstützung erhält das Unternehmen von Führungskräften großer Industrie-Startups wie 4ARTechnologies und Blockchain.art.

Warum die Kunst die Blockchain braucht

Der Kunstmarkt zählt seit vielen Jahren zu einem der dynamischsten, lukrativsten und attraktivsten Märkte. Im vergangenen Jahr lag das Umsatzvolumen bei 67,4 Milliarden US-Dollar weltweit, allein zum Vorjahr eine Steigerung von 17 Prozent. Dennoch hat dieser Markt aus mehreren Gründen eine sehr hohe Eintrittsbarriere. Einerseits werden die einzigartigen und besten Kunstwerke zu extrem hohen Preisen gehandelt, wie beispielsweise das Werk von Künstler Jeff Koon zeigt, der eine Hasen-Skulptur für 91 Millionen US-Dollar im Dezember verhökerte. Andererseits ist es schwierig, im von Werken überfluteten Kunstmarkt einen Überblick zu behalten. Experten schätzen, dass 30 bis 50 Prozent aller Werke, die derzeit auf dem Kunstmarkt gehandelt werden, gefälscht sind. Doch jetzt kommt die Blockchain–Technologie ins Spiel.

Die Blockchain-Technologie in der Kunstindustrie

Da sich die Blockchain–Technologie in den letzten Jahren in einer Vielzahl von Branchen rasch verbreitet hat, gibt es in der Kunstindustrie schon seit einiger Zeit Blockchain-basierte „Werkzeugkästen”. Niko Kipouros, CEO und Gründer von 4ARTechnologies, bietet mit der 4ARTapp einen davon. Die App helfe dabei, alle relevanten Aufgaben im Umgang mit Kunst zu digitalisieren und alle Akteure miteinander zu vernetzen. Somit schaffe die Blockchain-basierte Anwendung mehr Transparenz, Sicherheit, Prozesseffizienz und eine deutliche Kostenreduzierung.

Kipouros sagt dazu im „Blockchain in Art“-Bericht folgendes:

Technologie verändert die Art und Weise, wie Kunst geschaffen und genossen wird. Was unbekannt bleibt, ist, wie weit wir es bringen werden. Zweifellos müssen wir diesen Wandel anpassen und vorantreiben.

Die digitale Revolution

Laut Kipouros beschleunigen Galerien und Kunstmessen – nicht zuletzt durch Corona – ihre Online-Präsenz. So sei ein Ziel, das Kunsterlebnis gemeinsam mit der Blockchain zu digitalisieren, so dass Kunstliebhaber ihre Lieblingsschöpfungen bequem von zu Hause aus betrachten können. Ob es umsetzbar und der realen Erfahrung gleichkommt, wird sich zeigen. Ein praktisches Beispiel zeigte das New Yorker Künstlerkollektiv „Snark Art“, die an digitalen Kunstprojekten auf der Blockchain arbeiten. Sie machen die Betrachter nicht nur zu Sammlern, sondern mit dem Handel von Non Fungible Token zu aktiven Teilnehmern.

Im Sammlerkontext gewährleistet die Blockchain–Technologie jedenfalls den Eigentümern der Kunstwerke einen Zugriff auf ihre Sammlung. Dies geschieht mit voller Privatsphäre und Sicherheit. Darüber hinaus kann die Technologie auch Sammlungen verwalten und Mitarbeitern beispielsweise verschiedene Berechtigungs- und Zugriffsebenen einräumen. Ein Vorteil: Alles kann über die Ferne gesteuert werden.

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