„Vorsicht Gift!“ – Rentner erpresst Haribo – fordert Bitcoin

Gummibär Süssigkeiten



  • Laut des WDR hat ein 71 Jahre alter Mann den Süßwaren-Hersteller Haribo und die Supermarktkette Kaufland erpresst. Seine Lösegeldforderung sollte in Bitcoin bezahlt werden.

Der Rentner aus Gelsenkirchen soll beiden Unternehmen damit gedroht haben ihre Produkte mit Zyanid zu vergiften. Das Gift soll er sich im Darknet bestellt haben. Die Polizei hingegen stellte fest, dass es niemals geliefert wurde.

„Vorsicht Gift!“

Als Abschreckung entschied er sich Produkte im Supermarkt mit Aufklebern zu versehen. Auf diesen Aufklebern stand „Vorsicht Gift!“.

„Entweder ihr zahlt mir innerhalb der nächsten zehn Tagen eine Million Euro in Bitcoins oder ich vergifte euer Produkt mit Zyanid“

Soll es in dem Drohschreiben laut WDR geheißen haben. Tiefkühlpizza, Käsestangen und Haribo waren das Ziel des Rentners.

Verwirrung in den Mainstream-Medien

Etwas Verwirrung gab es durchaus unter den verschiedenen Berichterstattern. So wurde an einer Stelle „eine Million Euro in Bitcoins“ gefordert, an anderer Stelleeine Million Bitcoins„.

Ein gewaltiger Unterschied! Laut Preis-Index von bitcoin.de wäre es entweder eine Forderung von 989 Mio. Euro gegenüber 2 Mio. Euro!

Entwarnung

Der Erpresser konnte durch zurückverfolgen seines Schreibens und der IP-Adresse gefasst werden. Er habe laut eigener Aussage nie Menschen verletzen wollen. Sein Motiv sei seine Altersarmut gewesen sein:

Er bekommt eine Rente von 180 Euro, seine Frau liegt bei 900 Euro.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt in Kürze wegen räuberischer Erpressung.

BTC-ECHO

Über Danny de Boer

Danny de BoerAls Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

Bildquellen

  • Gummibär Süssigkeiten: © BRN-Pixel - Fotolia.com

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