IOTA-Update Von Blütenstaub, Chroniken und Prof. Tangle

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Bei IOTA weht wieder frischer Wind. Höchste Zeit, einen Blick auf den Stand der (Internet der) Dinge zu werfen.

Nach einem holprigen Start in das neue Jahrzehnt blieb es einige Zeit ruhig um IOTA. Interne Entwickler-Streitigkeiten und ein Hack auf die Trinity Wallet haben das Projekt zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung zurück geworfen. Doch unter der Bildfläche blieb es keineswegs still. Mit einigen Updates und Upgrades meldet sich IOTA zurück aus der Versenkung.

Neue Chronicle-Version

Am 10. Juli kündigte die Foundation die Alpha-Version der Datenbank Chronicle an, die von der Erlang-Programmiersprache nach Rust portiert wurde. Chronicle stellt eine Datenbank dar, in der sich sämtliche Tangle-Transaktionen dauerhaft speichern lassen.

Diese Funktion ist jedoch optional. Den Nodes im IOTA-Netzwerk steht es frei, alte Transaktionsdaten nach Belieben wieder zu entfernen. Die Permanode-Lösung ist ohnehin primär für die industrielle Nutzung des Tangles konzipiert. So sollen Unternehmen und Behörden Chronicle verwenden können, „um den unbegrenzten Datenfluss des Tangle zu speichern und abfragbar zu machen“. Gerade im Hinblick auf bestimmte Finanz- und Identitätsdaten sollten Einträge auf Lebenszeit abrufbar sein.

Denken Sie zum Beispiel an den Fall einer Transaktion, die ein dezentralisiertes Identitätsdokument (DID) enthält. Ein Benutzer teilt diese DID mit einer Regierung, um einen Führerschein anzufordern. Wenn die Regierung jedoch nach der DID auf dem Tangle sucht, ist diese möglicherweise nicht mehr verfügbar, und der Antrag kann abgelehnt werden.


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Chronicle schafft somit mehr Anreize für die industrielle Tangle-Verwendung und könnte IOTA dadurch einen Adaptionsschub verpassen:

Jetzt, mit dieser neuen Version, können Unternehmenspartner eine stabilere Version unseres dezentralisierten Speichergerüsts Chronicle verwenden. Wir gehen davon aus, dass als Ergebnis dieser Version mehr industrielle Anwendungsfälle auf dem Tangle aufbauen können.

Die Übertragung auf Rust soll außerdem die Interoperabilität von Chronicle mit künftigen IOTA-Projekten wie Bee gewährleisten.

Nichts für Allergiker: Vorhang auf für Pollen

IOTA befindet sich im Übergang zum großen Upgrade 2.0, an dessen Wegende letztlich die Ausschaltung des Coordinators steht. Um die Sanierungsabschnitte des Netzwerks begreiflicher zu machen, hat die IOTA Foundation kürzlich eine neue Nomenklatur eingeführt.

Dem aufgefrischten Begriffsverzeichnis nach befindet sich das IOTA-Netzwerk aktuell in Phase „Pollen“. Diese Entwicklungsstufe stellt das erste Bindeglied zwischen den Protokoll-Upgrades 1.5 und 2.0 dar und fungiert als Protoversion eines Coo-freien Netzwerks. Das Pollen-Netzwerk ist daher als Testnet zunächst Spielwiese für Entwickler, „um Konzepte aus den Coordicide-Whitepapers zu validieren und bestimmte Angriffsvektoren zu simulieren“.

Wenn Pollen abgeschlossen ist, geht das Netzwerk in Phase Nectar über. In diesem Stadium, das noch in der zweiten Jahreshälfte erreicht werden soll, steht das Netzwerk unter Dauerbeschuss, um die letzten technischen Mängel und Anfälligkeiten zu beheben. Nectar integriert bereits die Coordicide-Module, die sich dann vollständig in der letzten Phase „Honey“ übertragen lassen.

Die Honig-Phase ist die erste Version des vollständig dezentralisierten Mainnets IOTA 2.0. Bis dahin haben die fleißigen IOTA-Bienen aber noch einiges vor sich, ein Termin für Honey ist noch nicht bekannt.

Lehrstunde: Gewirr

Neben der Tangle-Infrastruktur bildet vor allem das partnerschaftliche Netzwerk das Rückgrat von IOTA. Eine Technologie kann ihr innovatives Potenzial schließlich nur entfalten, wenn es genügend praktische Anwendungsfelder gibt.

Und welcher Ort könnte sich besser eignen, diese Potenziale zu erforschen, als die Universitäten? So hat die IOTA Foundation das Tangle (zu Deutsch Gewirr) auf die Reise nach Norwegen geschickt und an der Universität von Oslo (UiO) auf den Lehrplan gesetzt.

Die Forschungsgruppe für verteilte Infrastrukturen und Systeme nimmt sich das Tangle künftig zur Brust. Die Forschungsschwerpunkte liegen in dezentralisierten Identitäten und der GDPR-Konformität des IOTA-Stacks.

Während die Technologie zur Produktionsreife reift, baut die IOTA-Stiftung, der Hauptmotor hinter der Entwicklung des Tangle, ihre Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten und Hochschulen aus. Dies gewährleistet den entscheidenden Zugang zu Forschungskapazitäten und Transparenz gegenüber Behörden und einem wachsenden Unternehmensökosystem, das daran interessiert ist, die Vorteile des Tangles für neue Produkte und Dienstleistungen zu nutzen.


Die Forschungsgruppe hat sich in den letzten zehn Jahren einen Namen auf dem Gebiet der Grundlagenforschung im DLT-Bereich gemacht. Eine Prise akademischer Erfindergeist kann IOTA nur zu gute kommen.

Man sieht: Bei IOTA werden wieder viele Stellschrauben gedreht. Nach einigen Querelen zu Jahresbeginn sitzt das Tangle-Projekt wieder voll im Sattel.


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