Bug bei Yearn Finance User von DeFi-Plattform macht aus 200 US-Dollar 250.000 US-Dollar

Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Christian Stede

Christian ist freiberuflicher Journalist. Er ist davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie ein noch ungeahntes Umweltschutz- und Nachhaltigkeitspotenzial bietet.

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Ein zerschlagenes, mit Euromünzen gefülltes Sparschwein, daneben ein Hammer.

Quelle: Shutterstock

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Es einem anonymen Käufer des Soft Yearn Tokens gelungen, einen Gewinn von 250.000 US-Dollar mit einem „Einsatz“ von 200 US-Dollar zu erzielen. Für die Betroffenen geht es jetzt um Schadensbegrenzung.

Ein Geldautomat, der gratis Scheine ausspuckt? Dort möchte sich wohl jeder gerne einmal anstellen. Ein solcher Fall erregte unlängst in den USA Aufsehen. Ein Automat der Santander Bank spuckte quasi gratis mehrfach 1.000 Dollar aus, ohne diese Summe von irgendeinem Konto abzubuchen. Verständlich, dass sich die Nachricht von der Existenz dieser „Goldquelle“ in den sozialen Ebenen wie ein Lauffeuer verbreitete. Der Softwareschaden, der diese Abhebungen ermöglichte, ist mittlerweile behoben. Wie groß der Schaden allerdings für die Bank tatsächlich ist, blieb zunächst unklar. Yearn Finance steht mit seinem Soft Yearn Projekt jetzt vor einem ähnlichen Scherbenhaufen.

Medienberichten zufolge ist es einem anonymen Nutzer gelungen,, einen Gewinn von 250.000 US-Dollar mit einem „Einsatz“ von 200 US-Dollar zu erzielen. Grund dafür war offenbar ein Fehler im Rebase-Code eines DeFi-Protokollklons. Das Ganze fand mit einer geklonten Version von Yearn Finance namens Soft Yearn (SYFI) statt. Der Token SYFI ist eine adaptive Kryptowährung mit weicher Anbindung (soft peg). Sie erweitert oder kontrahiert ihr Angebot automatisch. Dieses Konzept wurde von Ampleforth populär gemacht, das einen Umbasierungsmechanismus verwendet, um das Angebot an Veränderungen der Nachfrage anzupassen.

Eine Preisanpassung des Tokens fand nicht statt

Im besagten Fall wurde der Uniswap-Preis der geklonten Tokens jedoch nicht angepasst. Zu einer Umbasierung kam es daher gar nicht. So gelang es dem Trader, die Tokens zum ursprünglichen Kurs wieder zu verkaufen. Dabei wurde quasi die gesamte Liquidität des gesamten wieder Pools vernichtet. Ein Fehler im Mechanismus der SYFI-Umbasierung ermöglichte es dem anonymen Benutzer, während der ersten Umbasierung am 3. September eine große Anzahl von Tokens zu erhalten.


Der Glückliche lüftete seine Identität zumindest teilweise als Inhaber des Twitter-Accounts mit dem Namen @Ampilify. In einem Post gibt er zu, dass er derjenige war, der 740 ETH mit einer Anfangsinvestition von nur 0,5 ETH netto gemacht hat. Dies ergibt eine Rendite von ungefähr 250.000 US-Dollar für ein 200-US-Dollar-Investment. @Amplify gibt auf Twitter sogar einige biographische Details preis. Er hat einen Mindestlohnjob und arbeitet von zu Hause aus, um seine Familie zu unterstützen. Zu seinem Portfolio gehört ein kleines Handelskonto, mit dem er arbeitet. Er sagt, mit der Aktion habe er niemandem schaden wollen. Wie dem auch sei, die Reputation von Soft Yearn ist erstmal dahin. Auch wenn das Unternehmen eine Erklärung herausgab, wie es zu der Panne kommen konnte. 


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