US-Justiz verhaftet Betreiber von Darknet-Webseite Deep Dot Web

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Quelle: Screenshot DeepDotWeb

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US-Justiz-Behörden verhafteten am 7. Mai zwei Betreiber der Onion-Website Deep Dot Web. Die beiden israelischen Staatsbürger sollen über die Vermittlung zu Darknet-Marktplätzen über 15 Millionen US-Dollar verdient haben.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 10. Juli 2019 01:07 Uhr von Andre Winterberg

Deep Dot Web ist eine jener Webseiten, die Zugang zu Seiten herstellt, die nicht auf Anhieb zugänglich sind und zudem zum schlechten Ruf von Kryptowährungen beitragen: Online-Schwarzmärkte im DarkNet. Diese sind lediglich über The Onion Router („TOR“) – ein Browser, der den Zugang zum sogenannten „DarkNet“ herstellt – zugänglich.

Dort können Nutzer letztlich Zugriff zu Online-Schwarzmärkten bekommen und illegale Waren erhalten. Als Vermittler zählte hier die Onion-Webseite Deep Dot Web, die Betreiber erhielten jeweils eine Kommission für erste Einkäufe.

Betreiber sollen über 15 Millionen US-Dollar eingesammelt haben

Wie das Tech-Magazin TechCrunch nun berichtet, nahm die US-Justiz nun ihre Betreiber fest. Beide müssen sich vor Gericht für die Verschwörung zu Geldwäsche verantworten. Laut Anklageschrift sollen die beiden insgesamt über 15 Millionen US-Dollar eingenommen haben. Diese haben sie in Kryptowährungen ausbezahlt bekommen.

Ferner boten die beiden über Deep Dot Web Anleitungen dazu an, wie man Zugang zu Online-Schwarzmärkten bekommt. Laut US-Justiz haben sie ihre Seite seit Oktober 2013 ausgehend vom US-Staat Pennsylvania betrieben. Wie man der Anklageschrift weiter entnehmen kann, sehen sie sich nun dahingehend vor allem der Anstiftung zu illegalen Aktivitäten sowie Betrug gegenüber. So war es außerdem die Vereinfachung des Zugangs zu den illegalen Angeboten, die den beiden Betreibern nun zur Last gelegt wird:

Während des gesamten Zeitraums, den die Anklageschrift umfasst, operierten die Darknet-Marktplätze über das Tor-Netzwerk, einem Computer-Netzwerk, das anonyme Kommunikation über das Internet vereinfacht. Aufgrund der Struktur von TOR müssen Nutzer, die einen bestimmten Darknet-Handelsplatz besuchen wollen, die exakte .onion-Adresse kennen. DDW [Deep Dot Web] vereinfachte diesen Prozess, indem sie Seiten anboten, die die Darknet-Handelsplätze mit Hyperlinks verknüpften.

Für alle Nutzer, die sich über jene Links bei den Handelsplätzen anmeldeten, bekamen die Betreiber von Deep Dot Web letztlich eine Kommission, sobald diese wiederum illegale Waren kauften.

Update am 10.05: Deep Dot Web war eine Seite, die sowohl im Clearnet als auch im DarkNet zugänglich war. Daher stellt sie lediglich die Verbindung zum DarkNet her, ist jedoch nicht ausschließlich über jenes erreichbar, wie zuvor dargestellt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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