Darknet: US-Regierung verkauft 10 Millionen US-Dollar-Wallet

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Darknet: US-Regierung verkauft 10 Millionen US-Dollar-Wallet

Bundesrichter Dale Kimball hat nun dem Verkauf von Bitcoin und Bitcoin Cash im Gesamtwert von 10 Millionen US-Dollar zugestimmt. Das Guthaben wurde im November 2016 beschlagnahmt, als der in Utah gemeldete Darknet-Dealer Aaron Michael Shamo verhaftet wurde.

Natürlich war das Guthaben zum Zeitpunkt der Beschlagnahmung sehr viel weniger wert. Der Staatsanwalt von Utah beantragte kürzlich die Erlaubnis zum Verkauf von Fahrzeugen und dem virtuellen Guthaben des mittlerweile verurteilten Mannes.

Dem Verdächtigen wird vorgeworfen, über das Darknet mehrere zehntausend imitierte Medikamente vertrieben zu haben, die er in seinen eigenen vier Wänden produziert hatte. Darunter Psychopharmaka nebst starken gängigen Schmerz- und Beruhigungsmitteln. Die Bestandteile ließ er sich aus China schicken, um sie in der eigenen Pillen-Presse zu verarbeiten. Im November 2016 wurde Aaron Michael Shamo verhaftet. Die Behörden stellten 513 Bitcoin sicher.

Shamo und zwei andere Beteiligte wurden im Mai letzten Jahres vor Gericht für schuldig befunden. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Guthaben an den United States Marshals Service (USMS) überstellt. Die Behörden drückten wiederholt ihre wachsende Sorge über die hohen Kursschwankungen der beiden Kryptowährungen aus. Zudem sei es für sie recht aufwändig, die Wallets längerfristig aufzubewahren, weswegen sie den Verkauf beantragt haben.

Silkroad-Wallet zu früh verkauft: 2,36 Milliarden US-Dollar Verlust

Nach der Schließung von Silkroad, des ehemals größten Darknet-Marktplatzes, verkauften die US-Behörden Bitcoin im Gesamtwert von 48,5 Millionen US-Dollar. Dort war kein anderes Zahlungsmittel erlaubt. Zum jetzigen Zeitpunkt würde der Wert bei etwa 2,4 Milliarden US-Dollar liegen. Silkroad war von Anfang 2011 bis Sommer 2013 aktiv. Der Gründer wurde im Mai 2015 zu lebenslanger Haft verurteilt. Die heutigen Schwarzmärkte im Darknet folgen alle dem Muster von Silkroad. Der oder die Betreiber generieren ihre Umsätze durch die Vermittlungsprovision des Marktplatzes und nicht primär dadurch, dass selbst illegale Drogen zum Verkauf angeboten werden.

In mehreren Studien kamen Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass die Existenz von Darknet-Schwarzmärkten die Gewalt beim Handel mit Drogen reduzieren soll. Käufer und Verkäufer kommunizieren, ohne ihr Gegenüber zu kennen. Zudem findet keine Übergabe der Ware statt, bei der es zu Gewalttätigkeiten kommen könnte. Die Bewertungssysteme der Darknet-Marktplätze sollen außerdem dafür sorgen, dass Abzocker keine Chance haben, mehrere Kunden nacheinander hinter das Licht zu führen.

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