Bitcoin, UN-Bericht: Neue Details zu Nordkoreas Bitcoin-Hack
Bitcoin, UN-Bericht: Neue Details zu Nordkoreas Bitcoin-Hack

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UN-Bericht: Neue Details zu Nordkoreas Bitcoin-Hack

Nordkorea soll in groß angelegten Cyber-Angriffen unter anderem Bitcoin gestohlen haben, um damit Rüstungsprogramme zu finanzieren. Nun gibt es neue Details aus dem Bericht der Vereinten Nationen.

Bitcoin soll neben anderen Kryptowährungen auf der Beuteliste nordkoreanischer Hacker stehen. Wie wir bereits berichteten, geht aus einem Bericht der Vereinten Nationen (UN) hervor, dass nordkoreanische Hacker Milliardenbeträge mit Bitcoin-Börsen-Hacks entwendet haben.

Wie das Nachrichtenmagazin South China Morning Post berichtet, gibt es dazu neue Details. So haben es die nordkoreanischen Hacker nicht nur auf Bitcoin abgesehen. Vielmehr hat sich das Kim-Jong-Un-Regime offenbar über das SWIFT-Bankensystem Zugriff auf Banken-Computer verschafft. Darüber hinaus habe Nordkorea auch selbst Krypto-Mining betrieben, um selbst Bitcoin & Co. zu schürfen.

Südkorea von Nordkorea-Bitcoin-Hack am stärksten betroffen

Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, war Südkorea mit insgesamt zehn Angriffen am stärksten von den Bitcoin-Hackern betroffen. Darüber hinaus waren 16 andere Länder Ziel der Cyber-Attacken:

  • Bangladesh (zwei Angriffe)
  • Chile (zwei Angriffe)
  • Costa Rica
  • Indien (drei Angriffe)
  • Gambia
  • Guatemala
  • Kuwait
  • Liberia
  • Malaysia
  • Malta
  • Nigeria
  • Polen
  • Slowenien
  • Südafrika
  • Tunesien
  • Vietnam

Bitcoin, UN-Bericht: Neue Details zu Nordkoreas Bitcoin-Hack
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Lediglich mit Laptop und Internetzugang bewaffnet haben sie bei wenig Aufwand Gelder in Milliardenhöhe einstreichen können. So seien die Angreifer in der Lage gewesen, in ein Geldautomaten-System eines der (nicht benannten) Opferländer einzudringen und dort Malware zu installieren. Dadurch konnten sie darauf Einfluss nehmen, in welcher Weise Geld transferiert wurde. Sie sollen insgesamt in 10.000 Transaktionen Geld an Menschen in über 20 Ländern überwiesen haben, die mit Nordkorea zusammenarbeiteten.

Was Bitcoin und Co. betrifft, haben sich die Hacker offenbar an der mangelnden technischen Infrastruktur verschiedener Krypto-Handelsplätze zu schaffen gemacht. In solchen Fällen offenbart sich oft das Dilemma von Kryptowährungen: Während Bitcoin an sich auf einer fast unhackbaren Blockchain basiert, lassen die Sicherheitsvorkehrungen der Börsen selbst oft zu wünschen übrig.

Bithumb unter den betroffenen Bitcoin-Börsen

Schließlich stehen die vergangenen Angriffe auf Bithumb im Verdacht, von Nordkorea ausgegangen zu sein. Dabei kamen im Juni 2018 über 30 Millionen US-Dollar in BTC abhanden. Im März diesen Jahres kam es dann zu weiteren Angriffen auf die technologische Infrastruktur der Bitcoin-Börse. Auch hier kamen Kryptowährungen in zweistelliger Millionenhöhe abhanden.

Nordkorea bereits seit längerem im Visier der UN

Die UN hat Nordkorea nicht zum ersten Mal im Visier. So hatte sie im März Zweifel an der Wirksamkeit der Sanktionen gegen das Regime angemeldet. Denn Kim Jong Un war mit einer Flotte an Luxuskarossen zum Treffen mit US-Präsident Donald Trump angereist:

Die Nordkoreaner beschaffen sich, was sie wollen. Sie bekommen das Beste, wenn sie es benötigen.

sagte der Koordinator des Expertenkomitees zur Überwachung der Sanktionen, Hugh Griffiths, hierzu gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Ebenso war bereits zu diesem Zeitpunkt bekannt, dass Nordkorea trotz internationaler Sanktionen in der Lage war, Kohle zu exportieren und Öl zu importieren. Die verhängte Höchstgrenze von 500.000 Fässern an Petroleum-Produkten hatte das Kim-Regime bereits im ersten Quartal 2019 ausgereizt.

Im aktuellen Fall fördert die UN nun Ermittlungen gegen die Bitcoin-Hacker aus Nordkorea. Hier geht es unter anderem darum, Fälle von Cryptojacking aufzudecken. Hierbei wird eine Schadsoftware in Computer eingeschleust, die selbstständig Kryptowährungen „schürft“. Laut Informationen der South China Morning Post soll es hier einen Fall geben, der die private Kryptowährung Monero (XRM) schürft und an die Kim Il-sung Universität in Pjöngjang schickt.

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