Nordkorea, UN-Bericht: Nordkorea erbeutet Milliardenbeträge mit Bitcoin-Börsen-Hacks

Quelle: Shutterstock

UN-Bericht: Nordkorea erbeutet Milliardenbeträge mit Bitcoin-Börsen-Hacks

Eine ganze Reihe von Börsen-Hacks könnten auf das Konto des nordkoreanischen Regimes zurückzuführen sein. Dies berichtet eine Expertenkommission der Vereinten Nationen (UN). Demnach steht der Verdacht im Raum, dass Nordkorea in mindestens 35 Fällen für Attacken auf Krypto-Börsen Verantwortung trägt.

Kaum ein Staat auf der Welt ist wirtschaftlich derart isoliert wie Nordkorea. Internationaler Handel als Einkommensquelle ist für das kommunistische Land kaum existent. Und so erscheint es nachvollziehbar, wieso das Regime in Pjöngjang „alternative“ Wege für die Staatsfinanzierung auslotet.

Wie ein aktueller Bericht, den eine entsprechende Expertenkommission der UN erstellt hat, aufzeigt, spielt dabei der Diebstahl von Kryptowährungen wie Bitcoin eine größere Rolle als bisher angenommen.  Dies berichtet Reuters.

Dem Bericht zufolge habe Nordkorea „den Cyberspace genutzt, um immer ausgereiftere Attacken auf Finanzinstitutionen und Krypto-Börsen durchzuführen. So konnte das Regime Einkommen generieren“. Das so entwendete Krypto-Vermögen soll in erster Linie in die Finanzierung seines Programms zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen geflossen sein.

Cyber-Aktivisten der Demokratischen Volksrepublik Korea haben Gelder akquiriert, die in die Finanzierung von Massenvernichtungswaffen fließen. Insgesamt sind dadurch bis zu zwei Milliarden US-Dollar gestohlen worden.


Nordkorea, UN-Bericht: Nordkorea erbeutet Milliardenbeträge mit Bitcoin-Börsen-Hacks
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Dabei beziehen sich die UN-Ermittler konkret auf mindestens 35 Fälle von Angriffen auf Krypto-Exchanges, die die Hacker in 17 Ländern durchgeführt haben sollen.

Auf eine Anfrage von Reuters reagierte die nordkoreanische UN-Mission bisher nicht.

Krypto-Geldflüsse nur schwer nachvollziehbar

Dass Nordkorea immer wieder auf Angriffe gegen Bitcoin-Börsen zur Finanzierung des Staatshaushalts zurückgreift, begründen die UN-Experten mit „Schwierigkeiten, derlei Zahlungsströme zurückzuverfolgen, da einheitliche Regularien wie im Bankensektor fehlen“. Krypto-Geld ließe sich überdies deutlich einfacher waschen als Fiatgeld.

Um der aus Sicht der USA wachsenden Gefahr, die mit dem Massenvernichtungswaffenprogramm Nordkoreas einhergeht, Herr zu werden, ruft das US State Department zu internationaler Solidarität auf.

Wir fordern alle Staaten dazu auf, gegen Nordkoreas Fähigkeit vorzugehen, durch Cyber-Angriffe Einkommen zu generieren, das in das Raketenprogramm fließt.

Über Nordkoreas Ambitionen, mit Bitcoin & Co. Massenvernichtungswaffen finanzieren zu wollen, berichteten wir bereits im April dieses Jahres. Aus Geheimdienstkreisen drangen Gerüchte an die Öffentlichkeit, nach denen nordkoreanische Hacker zwischen Januar 2017 und September 2018 mindestens 571 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen gestohlen haben sollen. Im Fokus der Angreifer standen dabei fünf asiatische Exchanges.

Die Hackergruppe APT 38 steht im Verdacht, die Angriffe durchgeführt zu haben. Sie untersteht mutmaßlich direkt dem nordkoreanischen Geheimdienst.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Nordkorea, UN-Bericht: Nordkorea erbeutet Milliardenbeträge mit Bitcoin-Börsen-Hacks
Schicksalsjahr 2020: Deutschland muss die Weichen im digitalen Zahlungsverkehr stellen
Märkte

BigTechs wie Amazon, Google, Facebook und Apple übernehmen immer mehr Marktanteile im digitalen Zahlungsverkehr. Daher müssen Lösungen auf gesamteuropäischer Ebene umgesetzt werden, die die Finanzsouveränität des Euroraums schützen. Um den Herausforderungen der Digitalisierung zu begegnen, bleibt jedoch nicht mehr viel Zeit.

Nordkorea, UN-Bericht: Nordkorea erbeutet Milliardenbeträge mit Bitcoin-Börsen-Hacks
Digitales Wettrüsten: Kann die EU noch aufholen?
Kommentar

Der Rat der Europäischen Union (EU) hat eine Stellungnahme zu Stable Coins herausgegeben. Darin kommt er auch auf eine mögliche Regulierung von Bitcoin & Co. zu sprechen. Dabei wird deutlich: Die EU muss sich sputen.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Nordkorea, UN-Bericht: Nordkorea erbeutet Milliardenbeträge mit Bitcoin-Börsen-Hacks
Schicksalsjahr 2020: Deutschland muss die Weichen im digitalen Zahlungsverkehr stellen
Märkte

BigTechs wie Amazon, Google, Facebook und Apple übernehmen immer mehr Marktanteile im digitalen Zahlungsverkehr. Daher müssen Lösungen auf gesamteuropäischer Ebene umgesetzt werden, die die Finanzsouveränität des Euroraums schützen. Um den Herausforderungen der Digitalisierung zu begegnen, bleibt jedoch nicht mehr viel Zeit.

Nordkorea, UN-Bericht: Nordkorea erbeutet Milliardenbeträge mit Bitcoin-Börsen-Hacks
Weltraumökonomie: Blockchain von SpaceChain im All
Blockchain

Weltraum-als-Service: SpaceChain kommt seinem Ziel näher, ein blockchainbasiertes Satellitennetzwerk aufzubauen.

Nordkorea, UN-Bericht: Nordkorea erbeutet Milliardenbeträge mit Bitcoin-Börsen-Hacks
Digitales Wettrüsten: Kann die EU noch aufholen?
Kommentar

Der Rat der Europäischen Union (EU) hat eine Stellungnahme zu Stable Coins herausgegeben. Darin kommt er auch auf eine mögliche Regulierung von Bitcoin & Co. zu sprechen. Dabei wird deutlich: Die EU muss sich sputen.

Nordkorea, UN-Bericht: Nordkorea erbeutet Milliardenbeträge mit Bitcoin-Börsen-Hacks
Bitcoin-Kurs: Diese Modelle deuten auf einen Anstieg hin – Marktbetrachtung
Kursanalyse

Die Bitcoin-Kurs-Analyse vom Bitwala Trading Team. Es gibt zwei Modelle, die auf steigende Kurse hindeuten.

Angesagt

Deutsche Bank überrascht mit gewagter Krypto-Prognose
Insights

Die Deutsche Bank sieht die Zahl der Nutzer von Kryptowährungen in der kommenden Dekade auf 200 Millionen Hodlerinnen und Hodler anwachsen. Unterdessen entwickelt sich der Trend zu einer bargeldlosen Gesellschaft weiter.

Krypto-Verwahrung wider Willen: Banken üben sich als Innovationsverweigerer
Kommentar

Ab nächstem Jahr wird das Geschäft mit der Krypto-Verwahrung lizenzpflichtig. Daraus ergibt sich eine große Chance für die deutschen Banken, neue Token-Geschäftsmodelle anzubieten. Doch sind diese überhaupt darauf vorbereitet? Warum von den Banken keine Impulse hinsichtlich der Token-Ökonomie zu erwarten sind, was unsere Banken mit dem deutschen Staat gemeinsam haben und welche neuen Wettbewerber das Bankgeschäft an sich reißen. Ein Kommentar.

Europäische Kryptowährung: Banque de France testet 2020 digitalen Euro
Regierungen

Frankreich will als einer der ersten Staaten eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) einführen und damit auch Chinas geplanter Einführung einer digitalen Staatswährung Paroli bieten.

Mit Lichtgeschwindigkeit durch die Blockchain: Lightspeed unterstützt DLT-Restaurants
Blockchain

Lightspeed rüstet britische Restaurants mit der Blockchain-Technologie aus. Die Lightspeed-Plattform basiert auf der DLT, um die Kontrolle logistischer Abläufe und die Protokollierung von Steuerabgaben für Unternehmen in der Gastronomiebranche zu vereinfachen.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: