Tokenisierung NBA und Blockchain finden zusammen

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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Spencer Dinwiddie ist nicht nur Leistungssportler, sondern auch ein findiger Geschäftsmann. Denn der NBA-Profi möchte finanziell das Meiste aus seinem sowieso schon millionenschweren Vertrag bei den Brooklyn Nets herausholen. Sein Plan: tokenisierte Vertragsanleihen.

Der Basketballprofi Spencer Dinwiddie will tokenisierte Anleihen auf seinen Profi-Vertrag herausbringen. Dafür gründete der NBA-Spieler die Token-Plattform Dream Fan Shares (DFS). Dass Dinwiddies Pläne kurz vor der Erfüllung stehen, bewies jüngst eine neuerliche Kooperation von DFS mit einer New Yorker Investmentbank.

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Tritaurian Capital ist nach eigenen Angaben auf Blockchain-Geschäfte spezialisiert, es soll DFS bei der Markteinführung der Anleihen des NBA-Profis helfen. Dies folgt aus einem Brief an potenzielle Investoren, den der Journalist Roy Katsiri am 3. März auf Twitter publik machte. Dinwiddie schreibt darin:

Tritaurian ist ein registrierter Broker-Dealer, der in den vergangenen Jahren eng mit den Aufsichtsbehörden zusammengearbeitet hat, um deren Sichtweise auf Blockchain und Kryptowährungen zu verstehen. Daher sind wir der Meinung, dass sie das am besten geeignete Team sind, um diese aufstrebende Anlageklasse auf den Markt zu bringen.

Spieler-Token kommen auf die Ethereum Blockchain

Dinwiddie plant seit dem vergangenen Herbst, seinen 34,5 Millionen US-Dollar schweren Vertrag bei den Brooklyn Nets in Token-Form zu überführen. Damals scheiterten seine Pläne jedoch am Einspruch der NBA. Nach Meinung der weltgrößten Basketballliga stellte der damalige Entwurf, der für Investoren eine Ausschüttung von Dividenden vorsah, einen Bruch mit dem geltenden Tarifrecht dar. Erst nachdem Dinwiddie das geplante Modell für die Token-Anleihe zu einem Flat-Bond ohne aufgelaufene Zinsen änderte, gelangten er und die NBA im Januar zu einer Übereinkunft. Zum neuen Geschäftsmodell heißt es auf der Website von DFS:

DFS nutzt garantierte Verträge und das Potenzial für leistungsabhängige Boni und andere bedingte Boni, um Schuldverschreibungen zu strukturieren, die durch PAInTs [Professional Athlet Investment Token] repräsentiert werden, wodurch akkreditierte Anleger die Möglichkeit erhalten, in Wertpapiere zu investieren, die an den finanziellen Erfolg von Sportlern, Künstlern und Einflussnehmern gebunden sind.

Die geplanten Token sollen indes nur für akkreditierte Investoren verfügbar sein. Die Mindestsumme für eine Beteiligung beträgt dabei 150.000 US-Dollar. Momentan ist noch unklar, ob der Vertrag des NBA-Profis der einzige ist, der zum Start des Angebots gehandelt werden kann. Auf der DFS-Website findet sich jedenfalls die Ankündigung, dass künftig auch Verträge von Künstlern und Social-Media-Influencern in Token-Form verfügbar sein sollen.

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Der Starttermin für den Service steht ebenfalls noch nicht fest. In dem von Katsiri veröffentlichten Brief heißt es nur, dass das DFS-Team weiter an der Einhaltung von regulatorischen Standards arbeitet.

Blockchain-Nutzung in der NBA nimmt zu

Während Dinwiddie mit seinen Token-Plänen eigene Wege geht, entdecken auch andere NBA-Akteure die Blockchain. Die Sacramento Kings haben etwa eine blockchainbasierte App lanciert, mit der Fans getragene Trikots der Basketballmannschaft erwerben können. Und auch die NBA selbst kündigte bereits im vergangenen Sommer ein eigenes Blockchain-Spiel an. Das Ziel ist auch hier eine stärkere Bindung der Fans.

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