Aus für TON Telegram wirft das Handtuch

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Ein Paar Boxhandschuhe hängt auf den Seilen eines Boxrings

Quelle: Shutterstock

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Der Messaging-Anbieter Telegram hat sein Blockchain-Projekt Telegram Open Network (TON) offiziell für gescheitert erklärt. Der Entscheidung ist ein Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsicht SEC vorangegangen.

Telegram hat seine Blockchain-Ambitionen aufgegeben: Das Telegram Open Network (TON) wird eingestampft. Das verkündete Pavel Durov, der CEO des Messaging-Anbieters, am 11. Mai via Blogpost. Der Entscheidung ging ein Rechtsstreit mit der Securities and Exchange Commisson (SEC), der US-amerikanischen Börsen- und Wertpapieraufsichtsbehörde, voraus.

Zankapfel war dabei die geplante Kryptowährung Gram: Telegram hat mit dem Verkauf von SAFTs (Simple Agreement for Future Tokens) in zwei privaten Investitions-Runden über eine Milliarde US-Dollar eingenommen. Die Geldgeber sollten die Token zum Start des Netzwerks erhalten. Die SEC interpretierte den Deal als nicht registriertes Wertpapiergeschäft: Da der Wert der geplanten Kryptowährung Gram maßgeblich von der Arbeit Telegrams abhänge (vgl. Howey-Test), erfüllten sie den Charakter eines Wertpapiers – und hätten damit als solches angemeldet werden müssen. Das zuständige New Yorker Gericht folgte dieser Argumentationslinie der SEC.

Telegram zieht sich zurück – und warnt vor TON-Alternativen

Für Telegram-Chef Durov ist die Entscheidung indes alles andere als nachvollziehbar.

Leider hat ein US-Gericht TON verhindert. Wie? Stellen Sie sich vor, dass mehrere Leute ihr Geld zusammenlegen, um eine Goldmine zu bauen – und um später das Gold, das dabei herauskommt, zu teilen. Dann kommt ein Richter und sagt es den Minenbauern: „Viele Leute haben in die Goldmine investiert, weil sie auf Gewinne aus waren. Und sie wollten das Gold nicht für sich selbst, sondern sie wollten es an andere Leute verkaufen. Aus diesem Grund ist es Ihnen nicht erlaubt, ihnen das Gold zu geben“.

Wenn das für Sie keinen Sinn ergibt, sind Sie nicht allein – aber genau das ist mit TON (der Mine), ihren Investoren und Grams (dem Gold) passiert,

Telegram CEO Pavel Durov

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schreibt Durov in seinem Abgesang auf TON, in dem er sich explizit von Versuchen Dritter distanziert, TON auch ohne den Segen der US-Wertpapieraufsichtsbehörde zu lancieren.

Ich schreibe diesen Beitrag, um offiziell bekannt zu geben, dass die aktive Beteiligung von Telegram an TON beendet ist. Sie sehen vielleicht – oder haben es bereits gesehen – Seiten, die meinen Namen oder die Marke Telegram oder die Abkürzung „TON“ verwenden, um für ihre Projekte zu werben. Vertrauen Sie ihnen nicht Ihr Geld oder Ihre Daten an. Kein gegenwärtiges oder ehemaliges Mitglied unseres Teams ist an einem dieser Projekte beteiligt.

Pavel Durov

Damit spielt Durov auf Projekte wie die Free TON Blockchain an, die das Open-Source-Projekt auch ohne die Mitwirkung von Telegram umsetzen möchten.

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