Südkorea lotet Wahlsystem auf der Blockchain aus

Südkorea lotet Wahlsystem auf der Blockchain aus

Was haben Sierra Leone, der US-Bundesstaat West Virginia und das Krypto-Valley Zug gemein? Sie alle haben die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie für ein transparentes und sicheres Wahlsystem erkannt. Nun will Südkorea ihnen folgen und hierfür gemeinsam mit dem Krypto-Unternehmen ICONLOOP zahlreiche Optionen ausloten.

Tatsächlich passen die Blockchain und Wahlen perfekt zusammen. Während die eine nahezu unlöschbare Datenspeicherung mitbringt, verlangt der andere unbedingten Schutz vor Manipulationen. In Sierra Leone, West Virginia und dem schweizerischen Zug hat man diese Harmonie bereits erkannt. Jetzt zieht Südkorea nach.

Das Wahlsystem der nächsten Generation?

In einem Medium-Post hat die ICON Foundation stolz bekannt gegeben, dass die Blockchain-Abteilung des Unternehmens, ICONLOOP, der südkoreanischen Regierung als Berater in Frage der Blockchain-Technologie dienen wird. Die Nationale Informationsbehörde Koreas (NIA) ließ die Entscheidung hierfür auf das Krypto-Unternehmen fallen. Überwacht wird es dabei von der Nationalen Wahlkommission Koreas (NEC). Ziel der Zusammenarbeit ist die „Errichtung eines Wahlsystems der neuen Generation, das auf Informationstechnologie basieren wird“.

Entsprechend soll ICONLOOP sein Know-how beim Aufbau eines blockchainbasierten Stimmenzählersystems weitergeben. Doch nicht nur die Blockchain soll dabei eine Rolle spielen, sondern auch weitere innovative Technologien wie Künstliche Intelligenz und Big Data. Das Krypto-Unternehmen zeigt sich von dieser Zusammenarbeit sehr geehrt:

„Wir sind stolz darauf, ein Teil des Wahlsystems der nächsten Generation zu sein, um die Demokratie zu fördern und zu verbessern, die wir als wichtiges Thema anerkennen. Wir erwarten, dass wir einen weiteren realen Anwendungsfall für die Blockchain-Technologie schaffen.“

Verschiedene Aspekte des Wahlsystems werden von ICONLOOP in Zusammenarbeit mit der NIA und der NEC daraufhin untersucht, inwiefern die Blockchain-Technologie Anwendung finden kann. Dazu gehören auch die Kandidatenregistrierung, das Wahlverfahren und die Stimmzettelzählung. Das Krypto-Unternehmen ist überzeugt, dass technische Verbesserungen in diesen Bereichen den Wählern ein Mehr an Bequemlichkeit, Transparenz, Fairness und Privatsphäre bieten werden. Auch das Fernwahlsystem für koreanische Wähler, die im Ausland leben, könnte von der DLT profitieren.

Die nächste Präsidentschaftswahl findet in Südkorea im Jahr 2022 statt. Es bleibt also noch etwas Zeit, um alle Möglichkeiten der Blockchain für die Unterstützung eines fairen und sicheren Wahlsystems zu überprüfen.

BTC-ECHO

Über Tanja Giese

Tanja GieseTanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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