Stadt Wien testet erfolgreich Essensmarken auf der Blockchain

Tanja Giese

von Tanja Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Die Stadt Wien will mithilfe der Blockchain-Technologie die Prozessautomatisierung und -optimierung bei den Essensmarken für ihre Mitarbeiter vorantreiben. Dazu ist sie erneut eine Kooperation mit Ernst & Young, einer der führenden Prüfungs- und Beratungsorganisationen, eingegangen. Ein früheres gemeinsames Projekt zur Implementation der Notarisierung von Open Government Data war bereits erfolgreich.

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Die österreichische Hauptstadt hat in der Vergangenheit mehrfach ihr Wohlwollen gegenüber Kryptowährung und der darunter liegenden Blockchain-Technologie ausgedrückt. Dabei setzt das Wiener Hotel Schani seit Juni 2017 bei der Bezahlung der Zimmer auf Bitcoin. Auch ein Bitcoin-Automat ist dort für die Gäste aufgestellt worden. Ein weiterer Krypto-Geldautomat steht im House of Nakamoto in Wien. Im Dezember 2017 kooperierte die Stadt Wien mit Ernst & Young (EY) und veröffentlichte eine in Europa einzigartige Lösung zur Absicherung von Open-Government-Daten mithilfe der Blockchain. Laut einer Pressemitteilung soll nun eine weitere Zusammenarbeit im Bereich der Distributed-Ledger-Technologie für mehr Transparenz und Effizienz bei der Nutzung von Essensmarken für die städtischen Mitarbeiter sorgen.

Testphase mit Smartphones erfolgreich abgeschlossen 

Die Mitarbeiter der Stadt Wien haben die Möglichkeit, einen Essenszuschuss von 1,46 Euro in Form von Essensmarken zu nutzen. Dafür können sie diese für die Bezahlung ihres Mittagessens bei rund 800 Vertragslokalen einlösen. Mit den Essensmarken in Papierform geht allerdings auch ein hoher logistischer und organisatorischer Aufwand einher. Nun soll die Blockchain dabei helfen, die damit verbundenen Prozesse zu automatisieren und zu optimieren. Dies beginnt bereits bei der Ausgabe und erstreckt sich schließlich bis zur Verrechnung.

Die Stadt Wien und EY setzen das Projekt in mehreren Phasen um. Die erste Phase, die sich mit der technischen Machbarkeit beschäftigt hat, begann Mitte Juli und wurde Mitte September 2018 abgeschlossen. Dabei konnten die Teilnehmer digitale Essensmarke über ihr Smartphone einlösen.

„Sämtliche stattgefundene Transaktionen werden unveränderlich in der privaten Blockchain abgebildet und können dadurch von allen TeilnehmerInnen transparent nachvollzogen werden“,

erläutert Jonas Jünger, der Senior Manager EY European Advisory Centre Blockchain Hub.

Diese erste Phase schloss mit der gemeinsamen Abrechnung der beiden involvierten Vertragslokale und der anschließenden Auswertung. Durch den erfolgreichen Abschluss dieses ersten Tests kann in den nächsten Phasen die Umsetzung und das Ausrollen für etwa 20.000 Mitarbeiter der Stadt Wien erfolgen.

 „Mit dem Projekt zeigen wir, wie Essensmarken im digitalen Zeitalter aussehen können. Unser Ziel ist es, für alle NutzerInnen – von MitarbeiterInnen, über das mit der Administration betraute Personal bis hin zu Vertragslokalen – ein effizientes und transparentes System zu schaffen, um die Aufwände langfristig zu reduzieren. Damit sind wir als Stadt Wien Vorreiterin beim Einsatz von Blockchain-Technologie und treiben unsere Initiative, die Stadt und auch ihre Verwaltung ‚smarter‘ zu machen, einen großen Schritt voran“,

schließt Ulrike Huemer, die CIO der Stadt Wien.

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