Für Diskussionen in der Krypto-Community sorgt derzeit eine Aussage des ehemaligen Ripple-Chefingenieurs Matthew Hamilton. Er reagierte auf die jüngsten Stablecoin-Pläne von Visa und Mastercard und erklärte, viele Funktionen, die große Zahlungsdienstleister heute entwickeln, seien im XRP Ledger bereits vor rund fünfzehn Jahren vorgesehen gewesen.
Auch bei institutionellen Anlegern zeigt sich derzeit ein anderes Bild als bei Bitcoin und Ether. Während Spot ETFs auf Bitcoin und Ethereum zuletzt deutliche Mittelabflüsse verzeichneten, konnten die XRP Spot ETFs auf Wochensicht Zuflüsse von rund 12,51 Millionen US-Dollar verbuchen. Das deutet darauf hin, dass die Kryptowährung trotz des schwierigen Marktumfelds weiter auf das Interesse einzelner Investoren stößt.
Warum XRP derzeit gleich mehrere Impulse erhält
Neben den ETF-Zuflüssen spielt auch die Freigabe von XRP aus dem Escrow-System eine wichtige Rolle. Ripple hat dafür in drei Schritten 200 Millionen, 300 Millionen und weitere 500 Millionen XRP freigegeben. Insgesamt entspricht das einer Milliarde Coins im Wert von rund 1,04 Milliarden US-Dollar. Die Smart Contract Struktur wurde bereits 2017 eingerichtet, nachdem Ripple 55 Milliarden XRP in Escrow hinterlegt hatte.
Ziel ist ein vorhersehbarer Liquiditätsmechanismus für den Markt sowie die Finanzierung operativer Kosten. In der Regel wird der Großteil der freigegebenen Token bereits nach kurzer Zeit wieder in das Escrow-System zurückgeführt, sodass das Umlaufangebot pro Monat meist nur um etwa 200 bis 300 Millionen XRP wächst.
Ob daraus kurzfristig ein neuer Kursschub entsteht, bleibt offen. Fest steht jedoch, dass derzeit mehrere Entwicklungen auf XRP einwirken. Der Ripple Coin befindet sich wie der übrige Krypto-Markt in einer Abwärtsbewegung und notiert weit unter seinem Allzeithoch von 3,65 US-Dollar.

