Die führende Bitcoin-Treasury-Firma Strategy (ehemals: MicroStrategy) tätigte in den vergangenen Wochen mehrere BTC-Verkäufe, hauptsächlich zwecks Aufbau einer Dollarreserve zur langfristigen Garantie von Dividendenzahlungen. Erst am Montag liquidierte Michael Saylors Unternehmen weitere 1.690 BTC und nahm dadurch rund 108,6 Millionen US-Dollar ein. Insgesamt schrumpfte der Bitcoin-Bestand allerdings nur um knapp 0,8 Prozent im Vergleich zum “Allzeithoch” von 847.363 BTC, welche Strategy Ende Juni besaß. Doch womöglich war das erst der Anfang.
“Obwohl Bitcoin und MSTR verkauft wurden, um Liquidität zu beschaffen und STRC zurückzukaufen, notiert STRC weiterhin unter 95 US-Dollar”, warnt Peter Schiff in einem neuen X-Post. Eigentlich sollte die Vorzugsaktie Stretch (STRC) möglichst konstant bei 100 US-Dollar stehen und Anlegern eine hohe Dividende von über 10 Prozent verschaffen, ohne selbst zu schwanken. Ende Juni fiel der Stretch-Kurs zeitweise sogar unter 75 US-Dollar – offenbar der Auslöser für den Saylor’schen Strategiewechsel.
Die pessimistische Prognose des langjährigen Strategy-Kritikers: “Es sieht so aus, als müsse Saylor noch viel mehr Bitcoin und vergünstigte Stammaktien verkaufen, um den Kurs von STRC auf 100 US-Dollar anzuheben.” Das seien schlechte Nachrichten für die Kryptowährung und die MSTR-Aktie. Anlegern rät Schiff daher: “Verkauft beides!”
Bereits im Frühling nannte der Gold-Investor das Geschäftsmodell von Strategy einen Betrug. Was auch immer langfristig mit Bitcoin geschehe, die Treasury-Firma werde letztlich Bankrott gehen. Zumindest die vergangenen Wochen lassen aber nicht darauf schließen, dass weitere Bitcoin-Verkäufe durch Strategy tatsächlich einen spürbar negativen Einfluss auf den BTC-Kurs oder die MSTR-Aktie haben würden. Beide reagierten zuletzt jeweils nur geringfügig auf die Bekanntgabe der entsprechenden Verkäufe.
