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Das große Warten Vitalik Buterin dämpft Erwartungen an Termin für Ethereum 2.0

Ethereum Mastermind Vitalik Buterin hat während einer Konferenz Erwartungen an den Release-Termin von Ethereum 2.0 gedämpft. Bis zur finalen Umstellung auf Proof of Stake könnten noch einige Jahre vergehen.

Moritz Draht
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Ethereum-Logo

Beitragsbild: Shutterstock

Ethereum 2.0 ist die wohl größte Baustelle im Krypto-Space. Das Projekt beansprucht nun schon einige Jahre Forschung und Entwicklung – und könnte sich Buterin zufolge noch ebenso lange hinziehen. Während einer Konferenz erklärte der Ethereum-Strippenzieher, was der Grund für die Verzögerung sei und warum andere Blockchain-Projekte Ethereum nicht bedrohen.

Warten auf Ethereum 2.0

Zwei Dinge benennt Buterin als Störfaktor bei den großen Sanierungsarbeiten zu Ethereum 2.0. Technische Probleme bereiten dem Entwickler dabei eher weniger Kopfschmerzen:

Eines der größten Probleme, die ich mit unserem Projekt gefunden habe, sind nicht die technischen Probleme – es sind Probleme, die mit Menschen zu tun haben.

Neben Konflikten zwischenmenschlicher Natur sei Ethereum zudem inzwischen Opfer seines eigenen Erfolgs geworden. Als wichtigster Smart-Contract-Knotenpunkt ist das Netzwerk in den letzten Monaten rasant gewachsen. Der Übergang zu Proof of Stake gleiche somit einer Operation am offenen Herzen.

Die nächste Phase, ursprünglich für Ende dieses Jahres geplant, könnte sich folglich um einige Monate verschieben. Aktuell scheint der Übergang in Phase 1, bei der die Beacon Chain um zunächst 64 Shard-Chains erweitert wird, für Anfang kommenden Jahres realistisch. Ein wichtiger Schritt für die Skalierbarkeit des Netzwerks ist durch Einführung der Sharding-Funktion dann zwar gemacht. Den größten Brocken – die Umstellung auf Proof of Stake im Ethereum Mainnet – haben die Entwickler dann aber noch vor sich.

Buterin teilt jedoch nicht die Sorge, dass Ethereum seinen Vorsprung gegenüber seinen Verfolgern wie Cardano verspielt. Genauer meint er:

Viele der neueren Blockchains versuchen, auf welche Weise auch immer, mehr Skalierbarkeit zu erreichen und die Dezentralisierung zu opfern. Auf lange Sicht ist die Herausforderung für diese Art von Plattformen, dass Ethereum selbst verbessert wird, hinzu kommen Layer-2-Protokolle, die schnell verbessert werden.

Investoren im Ether-Rausch

Die Verzögerungen halten institutionelle Investoren jedoch nicht davon ab, ihre Ether-Bestände weiter aufzufüllen. Coinshares zufolge beliefen sich die Ausgaben von Großanlegern allein in der letzten Woche auf 47 Millionen US-Dollar. Damit steigt der Anteil von Ethereum auf 27 Prozent des zusammengerechneten AUM (Assets under Management) von Krypto-Anlageprodukten.

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