Staking-Generalprobe Ethereum 2.0 steuert mit großen Schritten auf Phase 1 zu
Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 4 Minuten

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Unter dem Serenity-Upgrade laufen derzeit diverse Sanierungsarbeiten am Ethereum-Netzwerk. Höher, schneller, weiter: So die Zielvorgabe von Ethereum 2.0. Bis dahin muss sich der Krypto-Space aber noch in Geduld üben.

Kaum ein anderes Blockchain-Projekt wird mit derart viel Spannung erwartet wie Ethereum 2.0. Die Umstellung auf das Proof-of-Stake-Konsensverfahren verspricht, die Skalierungsprobleme von Ethereum endgültig zu lösen und die Vision eines Weltcomputers Realität werden zu lassen. Mit Phase 0 ist die erste Entwicklungsphase bereits erfolgreich angelaufen. Bis zur Finalisierung von Ethereum 2.0 müssen sich Ether-Enthusiasten dennoch gedulden.

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Staking-Generalprobe läuft auch Hochtouren

Der weitreichendste Einschnitt im Übergang zu Ethereum 2.0 ist der Wechsel vom Proof of Work zum Proof of Stake. Anders als beim Proof of Work, sichern nicht mehr Miner, sondern Validatoren, auch Staker genannt, das Netzwerk ab. Dafür hinterlegen Validatoren zunächst einen Einsatz von 32 ETH, in Ethereum-Jargon “Stake”. Dadurch sind sie berechtigt, Transaktionen zu verarbeiten und neue Blöcke zu erstellen.

Der Stake dient dabei zum einen als Anlage wie auch als Sicherheit. Halten sich Validatoren nicht an die Regeln, werden sie vom Algorithmus abgestraft und verlieren dadurch ihren Einsatz. Im Gegenzug erhalten ehrliche Validatoren Renditen auf ihren Stake. Je mehr Validatoren sich am Netzwerk letztlich beteiligen, desto dezentraler und sicherer wird es vor Angriffen.

Aktuell wird das neue Konsensverfahren in Phase 0 des großen 2.0-Upgrades auf der Beacon Chain erprobt, einer Art Sandbox-Umgebung, die parallel zur Ethereum Mainchain läuft. Mit aktuell über 66.000 Validatoren, die laut beaconcha.in bereits 2.132.132 Ether und damit umgerechnet über 2,7 Milliarden US-Dollar gestaked haben, stößt das Staking-Verfahren bereits auf eine rege Nachfrage. Knapp 20.000 Validatoren stehen zudem noch auf der Warteliste.

Das Zuckerbrot-und-Peitschen-Verfahren scheint auch bereits Früchte zu tragen. Wie Ethereum-Entwickler Ben Edgington in einem Blogeintrag erklärt, seien bis zum 15.1. lediglich 36 Validatoren abgestraft worden. Ein verschwindend geringer Anteil von 0,06 Prozent aller Validatoren. Da während der Testphase noch kulante Spielregeln gelten, wurden den Validatoren lediglich 0,6 ETH von ihrem Stake abgezogen.

Während Phase 0 können Validatoren ihren Stake jedoch noch nicht von der Beacon Chain migrieren. Erst mit Phase 1, wenn neben der PoW-basierten Eth1-Chain auch die Eth2-Chain aktiv läuft, können Validatoren ihre Ether auf die Eth2-Chain übertragen. 

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Phase 1

Der Übergang zu Phase 1 vollzieht sich mit der Einführung der Sharding-Funktion und ist einem Blogeintrag von Ethereum-Entwickler Danny Ryan zufolge für die zweite Jahreshälfte 2021 vorgesehen. Beim Sharding wird die Beacon Chain um zunächst 64 Shard-Chains erweitert. Indem die Verarbeitung von Transaktionen auf mehrere parallele Chains gesplittet wird, erhöht sich der Transaktionsdurchsatz erheblich – ein wesentlicher Schlüssel, um das Skalierungsproblem der Ethereum Blockchain zu lösen.

Sobald das Sharding eingeführt wurde, steuert Ethereum auch schon auf die letzte Phase und damit den schlussendlichen Übergang zu Ethereum 2.0 zu. Laut Danny Ryan werde dabei “das Mainnet an das Proof-of-Stake-System angedockt, das von der Beacon Chain kontrolliert und koordiniert wird”. Die getrennten Ebenen werden schließlich vereint und Smart Contracts auch in dem Proof-of-Stake-basierten Ethereum-2.0-Netzwerk integriert.

Doch obwohl die Eth2-Entwicklung im Roadmap-Fahrplan liegt, dämpft Ryan die Erwartung an ein zu überhasteten Übergang:

Eines der notwendigen Kriterien für die Zusammenführung ist die Zeit. Die Beacon-Chain muss für eine ausreichende Zeitspanne in der Produktion laufen, um ihre Stabilität und Robustheit zu demonstrieren.

Da das Ethereum-Netzwerk Hunderte von Milliarden an Vermögenswerten abwickle, müsse “der Weg zur Verbesserung seines Kernkonsenses (obwohl radikal im Umfang) konservativ und iterativ im Rollout sein”. Auch Ethereum-Mastermind Vitalik Buterin hat dem Projekt noch einige Jahre bis zur finalen Umstellung eingeräumt.

Dennoch deuten die ersten Ergebnisse bereits an, wohin die Reise gehen könnte. Und diese führt das Ethereum-Netzwerk in ungeahnte Höhen, oder wie Ryan es bildhaft formuliert:

Wenn Proof-of-Work das Raketenschiff ist, das Ethereum aus der Erdatmosphäre herausschießt, dann ist die Proof-of-Stake-Becon-Chain von eth2 das permanente Weltraumhabitat, an dem die Rakete schließlich andocken wird, um ein nachhaltiges und geräumiges Zuhause zu finden.

Also alles anschnallen.

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