Fed unter Druck? 

US-Inflation: Bitcoin-Kurs reagiert auf neue CPI-Daten

Die heute veröffentlichten Inflationsdaten geben den Takt für die kommende Fed-Sitzung vor. Für Jerome Powell wird die Luft dünner. So reagiert Bitcoin.

Johannes Macswayed
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Jerome Powell, Vorsitzender der US-Notenbank, hält am Mittwoch, dem 30. Juli 2025, eine Rede im William McChesney Martin Jr. Federal Reserve Board Building in Washington, DC.

Beitragsbild: picture alliance/Aaron Schwartz/Sipa USA

| Alle Augen auf den Fed-Chef: Wie entscheiden Powell und Co. nach den jüngsten US-Inflationsdaten?
  • Die heute um 14:30 Uhr deutscher Zeit veröffentlichten US-Inflationszahlen (CPI) sorgen für Bewegung im Krypto-Markt.
  • Der Bitcoin-Kurs reagiert unmittelbar auf die Daten des Bureau of Labor Statistics und notiert aktuell bei 92.350 US-Dollar, was einer Bewegung von 1,2 Prozent auf Tagessicht entspricht.
  • Die Gesamtinflationsrate für den Monat Dezember liegt unverändert bei 2,7 Prozent im Jahresvergleich. Damit entsprechen die Daten den Prognosen der Analysten, die im Vorfeld mit 2,7 Prozent gerechnet hatten.
  • Die für die Geldpolitik entscheidende Kerninflationsrate (Core CPI) – bereinigt um volatile Energie- und Lebensmittelpreise – verzeichnet einen Wert von 2,6 Prozent (Erwartung: 2,7 Prozent).
  • Im Monatsvergleich stiegen die Preise um 0,3 Prozent. Die Veröffentlichung ist besonders brisant, da der Regierungsshutdown im letzten Quartal für Datenlücken sorgte.
  • Der Dezember-Bericht liefert nun erstmals wieder verlässliche Indikatoren, ob der überraschend niedrige Wert von 2,7 Prozent im Vormonat ein statistischer Ausreißer oder der Beginn eines nachhaltigen Trends war.
  • Für Bitcoin-Anleger steht die Interpretation der US-Notenbank (Fed) im Mittelpunkt. In Kombination mit der auf 4,4 Prozent gesunkenen Arbeitslosenquote im Dezember deuten die heutigen Inflationsdaten darauf hin, dass der Spielraum der Fed für Zinssenkungen enger wird.
  • Laut dem CME-FedWatch-Tool preist der Markt für die Sitzung am 28. Januar mit 95 Prozent Wahrscheinlichkeit eine Zinspause ein. Für das Gesamtjahr 2026 wetten Trader jedoch weiterhin auf zwei Senkungen um jeweils 25 Basispunkte – ein Szenario, das JPMorgan skeptisch sieht.
  • Die Großbank rechnet für das gesamte Jahr 2026 mit einer Zinspause und 2027 sogar wieder mit steigenden Zinsen, was das “Risk-on”-Umfeld für Krypto dämpfen würde.
  • Die Situation erhält zusätzliche Schärfe durch den politischen Machtkampf zwischen US-Präsident Trump und Fed-Chef Jerome Powell. Trump fordert aggressive Zinssenkungen, während das DOJ Ermittlungen gegen den Notenbanker eingeleitet hat.
  • Analysten der Bank of America erklären, dass strafrechtliche Ermittlungen gegen Powell weitere Zinssenkungen verzögern könnten. Sollten die heutigen Daten Powells restriktive Haltung untermauern, droht dem Krypto-Markt bis zum Ende seiner Amtszeit im Mai makroökonomischer Gegenwind.

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Quellen

CME FedWatch

Reuters

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