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Wirklich nachhaltig?Stronghold: US-Mining-Unternehmen plant Börsengang mit 100 Mio. USD

Stronghold Digital Mining hat bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC einen Börsengang in Höhe von 100 Millionen US-Dollar beantragt. Die Energie fürs Mining gewinnt das Unternehmen durch das Verbrennen von Abfallkohle.

Christian Stede
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Pennsylvania

Quelle: Shutterstock

Während die Miner in China zusehends in die Bredouille geraten, sieht die Lage in anderen Teilen der Welt günstiger aus. So hat die im US-Bundesstaat Pennsylvania ansässige Bitcoin-Mining-Firma Stronghold Digital Mining bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) einen Börsengang in Höhe von 100 Millionen US-Dollar beantragt. Das Unternehmen reichte sein S-1-Formular am 27. Juli ein. Wenn die SEC ihr Einverständnis gibt, wird Stronghold seine Stammaktien der Klasse A am Nasdaq Global Market unter dem Kürzel “SDIG” notieren lassen. 

Stronghold ist ein nach eigenen Worten “nachhaltig” ausgerichtetes Bitcoin-Mining-Unternehmen, das im Jahr 2021 gegründet wurde. Seine Hauptanlage, das Scrubgrass-Kraftwerk in Pennsylvania, wandelt Abfallkohle in Strom um. Dieser kommt dann zum Mining von Bitcoin und anderen Kryptowährungen zum Einsatz. Im Juni hat das Unternehmen zwei private Kapitalerhöhungen im Wert von 105 Millionen Dollar abgeschlossen.

Stronghold will weiter mächtig expandieren

Laut der neuen Einreichung bei der SEC wird Stronghold die Mittel für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden. Dazu zählen Akquisitionen weiterer Miner und Stromerzeugungsanlagen.  Das Unternehmen hegt also offenbar konkrete Pläne, seine Gesamtkapazität der Hash-Rate deutlich zu erhöhen.

Mit einem Teil der Erlöse aus dem IPO beabsichtigen wir, weitere 27.900 Miner zu beschaffen. Die Gesamtkapazität an Hash-Raten wird bis Dezember 2021 auf etwa 3.000 PH/s und bis Dezember 2022 auf über 5.300 PH/s steigen.

Nach Angaben von Stronghold werden für jeden von dem Unternehmen geförderten Bitcoin 200 Tonnen Abfallkohle vernichtet. Doch mit der “Nachhaltigkeit” ist es so eine Sache. Bei der Verbrennung entsteht nämlich giftige Asche. Laut einer Studie des Energy Justice Network ist das Verbrennen von Abfallkohle sogar deutlich schädlicher als das Verbrennen normaler Kohle.

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