- Die US-Börsenaufsicht SEC hat am gestrigen 10. April eine sogenannte Wells-Mitteilung an die dezentrale Krypto-Börse Uniswap geschickt. Die Benachrichtigung ist in der Regel einer der letzten Schritte, bevor die Regulierungsbehörde formell Anklage erhebt.
- Der Uniswap-CLO Marvin Ammori zeigt sich enttäuscht und schreibt: “Es ist ein weiterer Machtmissbrauch – was keine Überraschung bei dieser SEC ist.” UNI-Gründer Hayden Adams gibt sich “kampfbereit”.
- Laut Insiderinformationen des Wall Street Journal ermittelt die US-Behörde bereits seit 2021 gegen Uniswap Labs, der Hauptentwickler der dezentralen Krypto-Börse.
- Welche Vorwürfe die SEC gegen Uniswap in der potenziellen Klage anbringen will, sind unklar. Auf eine Anfrage von Fortune Crypto antwortete ein Sprecher: “Die SEC äußert sich nicht zur Existenz oder Nichtexistenz einer möglichen Untersuchung.”
- Ein potenzieller Angriffsvektor könnte das jüngst vorgestellte “Dividenden”-Modell auf Uniswap sein, bei dem Nutzer an den Umsätzen der Transaktionsgebühren verdienen sollen. Solche Dividenden-Ausschüttungen finden sich typischerweise bei Aktien (engl.: Securitys) und fallen in Übersee unter die Aufsicht der SEC.
- Der ehemalige SEC-Mitarbeiter Howard Fischer erklärte im Gespräch mit BTC-ECHO, dass es sich dabei auch um eine offene Provokation vonseiten Uniswap handeln könnte. “Es könnte sein, dass Uniswap absichtlich versucht, die SEC herauszufordern”, so Fischer. Weitere Informationen findet ihr hier: Schafft Uniswap ein neues Investment-Narrativ?
- Der Plattform-eigene Token (UNI) ist innerhalb der letzten 24 Stunden um knapp 17 Prozent eingebrochen und notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei 9,40 US-Dollar.
- Wie Uniswap funktioniert, lest ihr in diesem Beitrag: So funktionieren dezentrale Krypto-Börsen (DEX)
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