Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärfen sich erneut. US-Präsident Donald Trump erklärte, die Straße von Hormus werde offen bleiben – “mit oder ohne den Iran”. Zudem kündigte er an, dass die USA künftig eine Gebühr von 20 Prozent auf Frachten erheben wollen, die die strategisch wichtige Wasserstraße passieren.
Trotz der scharfen Worte hält Trump einen Deal mit dem Iran weiterhin für möglich. Damit setzt sich das monatelange Hin und Her zwischen Annäherung und neuer Eskalation fort. Der Ölpreis reagierte auf die jüngsten Entwicklungen und stieg auf über 84 US-Dollar. Auf Sicht der vergangenen fünf Tage legte der Preis um 7,4 Prozent zu. Die Finanzmärkte warten derweil auf eine nachhaltige Einigung zwischen Washington und Teheran.
Krypto blickt auf den Nahen Osten
Der Krypto-Markt zeigt sich überwiegend stabil. Bitcoin steigt um 0,21 Prozent auf 62.680 US-Dollar, während Ethereum um 0,21 Prozent auf 1.787 US-Dollar zulegt. Bei den Altcoins dominieren dagegen leichte Kursverluste. Solana fällt um 1,26 Prozent auf 75,31 US-Dollar, XRP gibt um 0,51 Prozent auf 1,07 US-Dollar nach.
Nach den Zuflüssen zu Wochenbeginn drehten die US Spot Bitcoin ETFs am Dienstag wieder ins Minus. Unter dem Strich flossen 424,66 Millionen US-Dollar aus den Produkten ab. Damit steuern die ETFs trotz zwischenzeitlicher Erholungen auf den dritten Monat in Folge mit Nettoabflüssen zu. Bereits der Mai war von deutlichen Abflüssen geprägt, im Juni summierten sich diese sogar auf 4,51 Milliarden US-Dollar. Im laufenden Juli belaufen sich die Nettoabflüsse bislang auf 300,16 Millionen US-Dollar.
Auch die Ethereum Spot ETFs verzeichneten am Dienstag Abflüsse in Höhe von 15,41 Millionen US-Dollar. Sowohl der Mai als auch der Juni schlossen mit negativen Nettoströmen. Im laufenden Juli überwiegen bislang jedoch die Zuflüsse. Seit Monatsbeginn flossen insgesamt 112,99 Millionen US-Dollar in die Produkte.
Heute um 14:30 Uhr (MESZ) werden außerdem die US-CPI-Inflationsdaten (Consumer Price Index) veröffentlicht – einer der wichtigsten Wirtschaftstermine des Monats.
Die Daten zeigen, wie stark die Verbraucherpreise in den USA gestiegen oder gefallen sind und beeinflussen die Erwartungen an die Zinspolitik der US-Notenbank.
Anleger richten ihren Blick damit weiterhin auf die Entwicklungen im Nahen Osten und hoffen auf eine nachhaltige Einigung zwischen den USA und dem Iran.
