20 Prozent Monero: deutlicher Kursgewinn nach Atomic-Swap-Implementierung

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Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Ein Haufen von Monero-Münzen.

Quelle: Shutterstock

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Lange Zeit war es einfacher, Bitcoin für Monero zu verkaufen als umgekehrt. Die neue Implementierung soll das nun ändern.

Am Freitag kündigte das Monero-Projekt offiziell die Einführung der Atomic-Swap-Implementierung an. Die Entwicklung stammt vom Cross-Blockchain-Protokoll COMIT Network und zielt darauf ab, den Handel zwischen XMR und Bitcoin (BTC) zu vereinfachen. Sogleich ging es mit dem Kurs des nach Marktkapitalisierung größten Privacy Coins um 20 Prozent nach oben. Monero setzt auf sogenannte Ring-Signaturen. Sie sorgen für eine Bündelung einer Transaktion mit anderen Transaktionen, wodurch sie keinem spezifischen Absender mehr zuzuordnen sind. 


Einfacherer Tausch zwischen Monero und Bitcoin möglich

Das Neuartige an der Atomic-Swap-Implementierung ist laut Monero, dass sie es Benutzern ermöglicht, BTC und XMR zu tauschen, ohne sich auf eine vertrauenswürdige dritte Partei wie eine Kryptowährungsbörse zu verlassen. Diese Swaps werden “atomar” genannt, weil sie nur zwei mögliche Ergebnisse haben. Entweder wird der Handel erfolgreich abgeschlossen und jeder Händler erhält die Mittel des anderen. Oder es passiert nichts und beide Händler behalten die Mittel, mit denen sie begonnen haben, heißt es in der Mitteilung.

Besitzer von XMR können die Atomic Swaps testen, indem sie die von COMIT entwickelte Software herunterladen. Monero warnt in der Ankündigung jedoch die Benutzer, dass die neuen Swaps “unerwartete Fehler haben könnten” und empfahl, mit “kleinen Mengen” zu testen. 

Abseits der Implementierung geriet Monero zuletzt in den Fokus der EU-Kommission. Laut eines internen Berichts plant das Exekutivorgan ein Nutzungsverbot für anonyme Wallets, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung effektiver bekämpfen zu können. Faktisch käme der Schritt einem Verbot von Privacy Coins wie Monero (XMR) und zCash (ZEC) im Einflussbereich der Europäischen Union gleich.



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Aufstieg zum UnicornBlockdaemon sammelt 155 Millionen US-Dollar ein

5 Stunden

Nach der zweiten Finanzierungsrunde wurde das Unternehmen mit 1,2 Milliarden US-Dollar bewertet und ist somit zum Unicorn aufgestiegen.


In der letzten Finanzierungsrunde der Serie B konnte das Blockchain-Knoteninfrastruktur-Unternehmen Blockdaemon weitere 155 Millionen US-Doller einsammeln. Das Unternehmen um Gründer und CEO Konstantin Richter wird somit zum Unicorn. Die von SoftBank Vision Fund 2 angeführte Runde möchte das Unternehmen dafür nutzen, die internationale Expansion zu ermöglichen und den Technologie-Stack auszubauen. Auch sollen neue Talente für das Unternehmen gewonnen werden.

Einem Pressebericht zufolge besteht die nächste Phase vor allem in der technischen Weiterentwicklung des Ökosystems:

Die nächste Strategiephase wird darin bestehen, den Zugriff auf Protokolle über APIs zu überbrücken, die Finanzberichterstattungsfunktionen für Institutionen zu erweitern und ihre Infrastrukturkapazitäten zu vertiefen, um die Integration für die nächste Phase des Blockchain-Ökosystems zu erleichtern.

Weitere Investitionen

Damit setzt das Unternehmen seine erfolgreiche Vergrößerung fort. Bereits in der Serie-A-Finanzierungsrunde im Juni 2021 konnte Blockdaemon 28 Millionen US-Dollar einsammeln. Insgesamt beläuft sich die Gesamtsumme an fremd investiertem Kapital nun auf 190 Millionen US-Dollar. Dabei gehörten in der Series B auch zuvor Investierte wie Boldstart Ventures, Goldman Sachs, Greenspring Associates, CoinFund, Kenetic, Kraken Ventures, Borderless Capital, und Lerer Hippeau auch dieses Mal wieder zu den Geldgebenden.

Darüber hinaus erhielt das Unternehmen in der jetzigen Runde eine Bewertung von 1,25 Milliarden US-Dollar. Somit ist Blockdaemon nun nicht nur ein Unicorn, sondern zugleich auch das weltweit größte Blockchain-Infrastrukturunternehmen für die Knotenverwaltung und Staking.

Blockdaemon gibt Gas

Das Unternehmen unterstützt bislang weltweit mehr als 40 Blockchain-Netzwerke. Dabei ist das Kerngeschäft das Bereitstellen und Betreiben der Blockchain-Knoteninfrastruktur. Diese soll auf institutionellem Niveau das Einsetzen, Skalieren und Bereitstellen von Knoten mit Sicherheit und Überwachung ermöglichen. Nutzer des Angebots sind Unternehmen von Börsen über Finanzinstituten bis hin zu Entwicklern. Indessen kommuniziert Blockdaemon vor allem, dass sie kommerzielle Akteure miteinander verbinden und innovative Tools zur Entwicklung eigener Blockchain-Lösungen zur Verfügung stellen möchten.

Im Vergleich zum vorangegangen Jahr konnte das Unternehmen die Anzahl seiner Mitarbeitenden, seinen Umsatz und die Bewertung erheblich erhöhen. Darüber hinaus wurden mehrere neue ETH-Validatoren eingeführt, neue Cloud-Regionen und Rechenzentren aufgebaut und mittels Diversifizierung und Absicherung in Vermögenswerte das Risiko für die Kund:innen reduziert. Außerdem führte Blockdaemon für diese auch eine Versicherungsgarantie ein.

Das in New York ansässige Unternehmen habe sein Wachstum in den letzten 90 Tagen erheblich beschleunig, heißt es. So sei die Anzahl der verwalteten Knoten von 8.000 auf 18.000 erhöht worden.

BCCMDezentrales Versicherungswesen: Etherisc entwickelt Blockchain-Prototyp

15 Stunden

In Zusammenarbeit mit der Universität Mittweida will Etherisc die Blockchain-Technologie ins Versicherungswesen bringen. Ein Prototyp ist bereits in Arbeit.

Blockchain und das Versicherungswesen – das gehört zusammen. Dieser Ansicht zumindest ist Etherisc. Wie aus einer Pressemitteilung vom gestrigen Dienstag, dem 21. September, hervorgeht, startet das Münchner Unternehmen die Projektentwicklung eines Blockchain-Prototyps für Versicherungen. In Zusammenarbeit mit dem Blockchain Competence Center der Hochschule Mittweida (BCCM) will man dem tradierten Versicherungswesen an den Kragen – und setzt dafür auf neueste Technologien. So sollen neben Blockchain auch Decentralized Autonomous Organizations (DAOs), sowie Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) zum Einsatz kommen.

Bauen will man das ganze aber auf Ethereum und erhofft sich so, die klassischen Blockchain-Vorteile wie Transparenz für sich nutzbar zu machen.

Herkömmliche Versicherungsmodelle zeichnen sich durch schwerfällige Schadens- und Auszahlungsprozesse, geringe Transparenz, Interessenkonflikte und niedrige Auszahlungsbeträge aus. Durch die Partnerschaft zwischen Unternehmen und Wissenschaft wollen wir diese Herausforderungen durch die Entwicklung einer völlig neuen Blockchain-Versicherungsplattform überwinden,

heißt es vonseiten Christoph Mussenbrock, dem Gründer und Protokoll-Archtitekten bei Etherisc. Vor allem aber günstiger soll die Police für die Nutzerinnen und Nutzer am Ende werden, verspricht Etherisc.

Wann mit einem Prototyp zu rechnen ist, ist aktuell noch nicht absehbar. Mit dem Blockchain Competence Center in Mittweida hat sich das Start-up allerdings kompetente Unterstützung geangelt. Schließlich gilt das BCCM als der Standort für Forschung und Entwicklung in Sachen Distributed Ledger Technologie in Deutschland.

Das Whitepaper für eine DLT-Versicherung liegt seit 2017 in der Schublade, wirklich viel ist bisher aber nicht passiert. Vielleicht können die Profis aus Mittweida daran etwas ändern.

BTG PactualBrasilianische Investmentbank lanciert Krypto-App

1 Tag

Die Investmentbank BTG Pactual kündigte am Montag eine neue App an, die ihren Kunden den direkten Kauf von BTC und Ether ermöglicht.

Die Krypto-Adaption ist in Süd- und Mittelamerika weiter auf dem Vormarsch. Das beweist eine neue Initiative der führenden brasilianischen Investmentbank BTG Pactual. Sie hat eine Plattform eingeführt, die es ihren Kunden ermöglicht, direkt in Kryptowährungen zu investieren. Die Mynt-Plattform der Bank ermöglicht es Nutzern, sowohl Bitcoin und Ether zu kaufen. BTG Pactual hat die Absicht geäußert, demnächst auch noch weiter Kryptowährungen anzubieten.

Mynt ist nicht das erste Projekt von BTG Pactual im Krypto-Sektor. Die Bank hat seit 2019 ihren Immobilien-basierten Security Token ReitBZ auf den Markt. Andre Porthilo, BTG Pactuals Leiter für digitale Vermögenswerte, erklärte gegenüber der Rio Times

Im ersten Moment werden wir die beiden wichtigsten [digitalen] Vermögenswerte auf dem Markt haben, aber wir werden im Laufe der Zeit auch andere Kryptowährungen für den Handel einbeziehen. Wir werden eine vollständige Plattform mit Blockchain-basierten Vermögenswerten haben.

Andre Porthilo

BTG Pactual steht auch hinter Bitcoin ETF

Laut Rio Times ist BTC Pactual mit dem Start von Mynt das erste große brasilianische Finanzinstitut, das seinen Kunden eine direkte Investition in Krypto-Werte ermöglicht. Die Regulierung erfolgt sowohl von der brasilianischen Wertpapierkommission als auch von der lokalen Zentralbank. Das Geldinstitut macht damit seinem Krypto-freundlichen Ruf weiter alle Ehre. Im Frühjahr lancierte es bereits Brasiliens ersten Bitcoin ETF, an dem mittlerweile auch die Winklevoss-Brüder beteiligt sind. 

Dornröschenschlaf616 Bitcoin: vermeintliche Silk Road Wallet auferweckt

2 Tagen

Nach fast 9 Jahren aus dem Schlaf erweckt: 616 Bitcoin wechseln die Adresse. Gerüchte vermuten ehemaligen Silk-Road-Kriminellen als Besitzer.

Am gestrigen 19. September erweckte jemand 616 Bitcoin nach fast neun Jahren aus dem Tiefschlaf. Die aus der Satoshi-Ära stammenden Münzen dürften ihren Besitzer künftig zwar nicht mit Liebe, dafür aber mit einer Menge Gewinn bereichern. Denn laut der Transaktionshistorie wurden diese 616 Bitcoin am 10. Dezember 2012 zu einem Preis von ungefähr 6.667 US-Dollar erworben. Am 19. September sind sie etwas über 29,5 Millionen US-Dollar wert.

Bitcoin Community rätselt über Identität

Die Bitcoin Community hält den Besitzenden aber scheinbar weniger für einen Prinzen als für einen Kriminellen. Auf Reddit stellten einige Leser:innen die Vermutung an, dass es sich bei dem Besitzer dieser Wallet um jemanden handelt, der im Zuge des Silk-Road-Prozesses verurteilt wurde und jetzt wieder auf freiem Fuß ist.

Reddit, 19. September

Silk-Road: Die Seidenstraße des Drogenhandels

Silk Road war eine im Februar 2011 gestartete Darknet-Seite, deren Schwerpunkt in erster Linie auf dem Verkauf von Drogen lag. Darüber hinaus konnten aber auch andere illegale und legale Gegenstände dort erworben werden. Bitcoin diente dabei als einziges Zahlungsmittel. Betreiber der Silk Road war Ross Ulbricht, der unter dem Pseudonym “Dread Pirate Roberts” (benannt nach der fiktiven Figur aus The Princess Bride) agierte. Er war dafür bekannt, libertäre Vorstellungen zu vertreten. Sie wurde im Oktober 2013 vom FBI still gelegt und Ulbricht zu zweimal lebenslanger Haft plus 40 Jahre verurteilt. Mit ihm wurden auch andere Website-Beteiligte, zu größtenteils kürzeren Haftstrafen verdonnert. Einer von ihnen ist nun nach sechs Jahren Haft freigelassen worden. Das scheint die Spekulationen auf Twitter nun zu motivieren.

Tatsächlich wurden im vergangenen Jahr bereits mehrere Großtransaktionen von schlummernden Wallets durchgeführt. Auch da hat der Whale-Alert geklingelt. Unter anderem wurden im Juli 791 Bitcoin, im März 5000 Bitcoin und im Februar 2289,53 Bitcoin transferiert.