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Neue Gesetzesvorlage Krypto-Verbot in Indien rückt näher

In Indien stellt sich schon seit Längerem die Frage, ob und in welcher Form die Regierung Kryptowährungen verbieten könnte. Nun werden Pläne eines solchen Verbotes immer konkreter.

Jacob Gleiss
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Verbot von Kryptowährungen in Indien

Quelle: Shutterstock

Am 11. Februar 2021 führte das Medienunternehmen Bloomberg ein Gespräch mit einer anonymen Quelle. Diese behauptete, dass die indische Regierung plane, Kryptowährungen bald gänzlich zu verbieten. Laut eigener Aussage sei die Quelle ein hochrangiger Beamter des indischen Finanzministeriums. So solle die Regierung in naher Zukunft per Gesetz ein Krypto-Verbot einführen wollen, dass die Verwendung von Krypto-Assets vollständig untersagt. Die Regierung wolle einen Rahmen für eine offizielle digitale Währung, die von der indischen Zentralbank “Reserve Bank of India” (RBI) herausgegeben wird, schaffen. Es gäbe jedoch auch einige Ausnahmen, wie das indische Parlament, Lok Sabha Bulletin, erklärte:

Der Gesetzentwurf versucht auch, alle privaten Kryptowährungen in Indien zu verbieten. Er sieht jedoch bestimmte Ausnahmen vor, um die zugrunde liegende Technologie der Kryptowährung und ihre Verwendung zu fördern.

Übergangsfrist vor Eintritt des Verbots von Bitcoin und Co.

Während des Gesprächs sprach die anonyme Quelle von einer Übergangszeit, ehe das Gesetz in Kraft trete. Demnach hätten Krypto-Investoren noch drei bis sechs Monate Zeit, um ihr Krypto-Vermögen in Fiat-Währungen umzumünzen. Die besagte Übergangszeit ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass das bevorstehende Verbot vielen Anhängern und Besitzern von Kryptowährungen in Indien große Sorgen bereitet. Einer von ihnen ist Sathvik Vishwanath, Mitbegründer und CEO der indischen Trading-Plattform Unocoin:

Wenn die Regierung alle Kryptowährungen, außer der vom Staat unterstützten CBDC, verbietet, ist es nicht sinnvoll, unser Geschäft in Indien fortzusetzen. Aber wir müssen abwarten und zuschauen.

Krypto-Verbot hatte sich bereits angekündigt

Bereits im August 2020 ließ die indische Regierung verlauten, dass sie an einem Krypto-Verbot per Gesetz feile. Eine Zeit, in der Indien einen wahren Krypto-Boom erlebte. Der indischen Zentralbank”Reserve Bank of India” (RBI) waren Kryptowährungen schon länger ein Dorn im Auge. Schon 2018 hatte die RBI private Kryptowährungen erstmalig verboten. Im März 2020 hob der Oberste Gerichtshof Indiens dieses Verbot jedoch wieder auf. Einflussreiche Investorenhäuser wie JPMorgan, sprachen sich zu dieser Zeit für Bitcoin und andere Kryptowährungen aus. Später nahmen große Zahlungsdienstleister wie PayPal Bitcoin als Zahlungsmethode auf. Jüngst gab auch MasterCard bekannt, Zahlungen mit Kryptowährungen einführen zu wollen. Wann genau das Verbot von Kryptowährungen in Indien in Kraft treten wird, bleibt abzuwarten.

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