- Das letzte Wort in der Zins-Debatte um den Clarity Act ist in den USA noch nicht gesprochen. In einem Interview mit CNBC machte JPMorgan-Chef Jamie Dimon nochmals deutlich, dass Stablecoin-Anbieter den gleichen regulatorischen Standards unterworfen werden müssten wie Banken.
- „Wenn Sie Guthaben halten und darauf Zinsen zahlen, sind Sie eine Bank. Dann sollten Sie auch wie eine Bank reguliert werden“, sagte Dimon. “Für uns Banken spielt es dabei keine Rolle, ob es nun Reward heißt, oder Zinsen.”
- Statt auf Guthaben, könnten Rewards auf Transaktionen gezahlt werden, so der Kompromissvorschlag des JPM-Chefs. Für alles Weitere bräuchten die Stablecon-Anbieter aber eine Lizenz: “Wenn sie eine Bank sein wollen, sollen sie eine Bank werden.”
- Das zentrale Argument: Durch den deutlich höheren Zinssatz auf Coinbase würden Nutzer incentiviert, ihr Geld in Krypto umzuschichten, was zu Liquiditätsproblemen vor allem bei Regionalbanken führen könnte. Diese könnten dann beispielsweise keine Kredite mehr an Unternehmen vergeben.
- Vorwürfe, die Banken-Lobby versuche mit ihrem Veto dem Konkurrenzkampf mit Krypto-Unternehmen zu entgehen, widersprach Dimon. “Wir scheuen uns nicht vor etwas Wettbewerb, aber er muss fair sein”, sagte er.
- Der Streit um die Verzinsung von Stablecoins dauert nun schon Monate an – und teils zu heftigen Wortgefechten zwischen Vertretern der Banken- und Krypto-Industrie geführt.
- Zuletzt hatte es so ausgesehen, als bahne sich ein Kompromiss zwischen den Parteien an. Jüngste Berichte zeigten aber, die Fronten bleiben weiterhin verhärtet.
- Jamie Dimons Bank gab sich vor kurzem zuversichtlich, dass der Clarity Act bis zur Jahresmitte kommen könnte.
- Auf dem Prognosemarkt Polymarket liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Verabschiedung in diesem Jahr derzeit bei 75 Prozent.
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