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Nach Sommer-VerbotIran lässt Bitcoin Mining ab September wieder zu

Nach dem Verbot von Bitcoin Mining im Frühjahr lässt der Iran nun das digitale Schürfen ab September wieder zu.

Elias H.
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Eine Bitcoin-Münze steht neben einem Ladekabel und einer mit Münzen gefüllten Glühbirne

Es tut sich was im Krypto-Morgenland. Die iranische Stromerzeugungs-, Verteilungs- und Übertragungsgesellschaft Tavanir will das bisher gültige Krypto-Mining-Verbot am 22. September 2021 aufheben, das berichtet der Financial Tribune. Noch im Mai 2021 verordnete der ehemalige Präsident Hassan Rohani im Iran einen Bann für Bitcoin Mining bis zum Ende des Sommers. Begründet wurde dies mit anhaltenden Problemen in der Stromversorgung.

Nun jedoch die Kehrtwende – und die kommt tatsächlich gar nicht so überraschend. Die iranische Wirtschaft leidet weiterhin an den seit 2018 geltenden US-Sanktionen. Bitcoin Mining war seitdem ein beliebtes Instrument im Iran gewesen, um Sanktionen zu umgehen. Heimische Miner schürften das digitale Gold und nutzen es dann, um Importe mit Bitcoin zu bezahlen. Alles unter den wachsamen Augen des Mullah-Staats. Denn zum Minen benötigt man nach wie vor eine Lizenz vom übergeordneten Ministerium. Laut übereinstimmenden Medienberichten hatten Anfang 2021 etwa 30 Unternehmen eine solche Erlaubnis.

Iran geht weiter gegen privates Mining vor

Die Zahl der unlizenzierten Schürfer im Iran blieb dennoch hoch, denn durch den günstigen Strompreis beteiligten sich immer mehr Privatpersonen am digitalen Goldrausch. Das Ministerium ging zeitweise von einem verursachten Stromverbrauch zwischen 2.000 und 3.000 Megawatt am Tag aus – etwa die Hälfte des Energiebedarfs der Hauptstadt Teheran. In der Konsequenz ging man immer rigoroser gegen privates Mining vor. Erst im Juni 2021 konfiszierte Behörden 7.000 Mining Geräte, in einer verlassenen Fabrik im Westen Teherans.

Wie lange der Mullah-Staat Bitcoin Mining nun wieder zulassen wird, bleibt jedoch völlig unklar. Die anhaltenden Stromausfälle, die Wasserknappheit und die steigenden Corona-Zahlen waren mitunter Gründe für den Machtwechsel im Iran. Es ist denkbar, dass bei erneut auftretenden Versorgungskrisen wieder ein Verbot ausgesprochen werden könnte.

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