Großrazzia 

Illegales Bitcoin-Mining: Jetzt greift Thailand durch

Ungewöhnliche Stromverbrauchsmuster führten zu Ermittlungen der Polizei. Das Ergebnis: 315 illegale Mining-Anlagen wurden sichergestellt.

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt eine Bitcoin Mining-Anlage

Beitragsbild: Shutterstock

| Bitcoin Mining kann enorme Stromkosten verursachen

Thailand geht verstärkt gegen illegales Bitcoin Mining vor. Die Behörden haben an 14 Standorten in fünf nordöstlichen Provinzen des Landes Razzien durchgeführt und dabei 315 illegale Bitcoin Mining-Anlagen sichergestellt. Hintergrund sind Vorwürfe des Stromdiebstahls und der Manipulation von Stromzählern.

Die Betreiber sollen Stromzähler verändert haben, um illegal Energie aus dem öffentlichen Netz abzuzweigen. Nach Angaben der Behörden verursachten die Aktivitäten gestohlene Stromkosten in Höhe von rund 1,2 Millionen US-Dollar.

Schäden gehen in die Millionen

Die Ermittlungen begannen, nachdem ungewöhnliche Stromverbrauchsmuster festgestellt worden waren. Laut der stellvertretenden Regierungssprecherin Lalida Periswivattana gingen die Behörden den Auffälligkeiten nach und stießen dabei auf mehrere illegale Bitcoin Mining-Standorte.

Den Angaben zufolge summieren sich die Stromverstöße auf mehr als 40,38 Millionen Baht (1,22 Millionen US-Dollar). Hinzu kommen rund 35 Millionen Baht (1,06 Millionen US-Dollar) an unbezahlten Stromgebühren.

Die betroffene Region zählt zu den wirtschaftlich weniger entwickelten Gebieten Thailands. Gleichzeitig gilt die Aufsicht über die Stromversorgung dort als weniger streng als in den großen Industriezentren des Landes, was illegale Aktivitäten begünstigt haben könnte.

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