Selbst schuld? Hodler verliert Bitcoin im Wert von 100.000 US-Dollar

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Jacob Gleiss

von Jacob Gleiss

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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Bitcoin in der Erde

Quelle: Shutterstock

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Vor Kurzem verlor ein Bitcoin – Hodler BTC im Wert von fast 100.000 US-Dollar. Was genau geschah und wie ähnliche Fehler vermieden werden können.

Ein Reddit-Nutzer namens Onnar beschrieb den fatalen Verlust ausführlich. Zu Weihnachten beschaffte er sich einen neuen Computer und wollte seine kompletten Daten auf diesen übertragen. Darunter auch seine Bitcoin-Wallet. Er überprüfte jedoch nicht, ob auch die Passwörter seines Kennwortmanagers übertragen wurden, was sich als fataler Fehler herausstellen sollte. Den Moment, in dem er das Passwort für seine Wallet eingeben wollte, beschreibt Onnar er wie folgt:


Ich gehe zu meinem Passwort-Manager, um es zu holen und … es ist nicht da.

Die nächsten Tage hätte er mit der Suche nach dem Passwort verbracht. Dabei erkannte er seinen Fehler. Er hatte sein Passwort einfach kopiert, wechselte in ein anderes Fenster und fügte es ein. Er dachte, damit sei sein Passwort übertragen. Was er nicht ahnte war, dass das Passwort nicht automatisch gespeichert wurde.

Onnar erklärte, dass er selbst zu einhundert Prozent für den Verlust der Bitcoins verantwortlich sei:

Ich habe in den letzten anderthalb Wochen alle meine verbleibenden Datenträger und Notizen durchgesehen. Das Kennwort ist nirgends zu finden.

Nicht der erste Verlust dieser Art

Viele Nutzer der Reddit-Nutzer bedauerten diesen Verlust und teilten ähnliche eigene Erfahrungen. Ein Nutzer Namens notmattdamon1 erklärte, dass ihm bereits ein ähnlicher Fehler unterlaufen warmachte und dadurch ebenfalls BTC verlor. Dabei hätte es sich allerdings um eine weitaus geringere Summe gehalten.

Andere Nutzer gaben Hinweise, mit denen solche Verluste in Zukunft vermieden werden sollen. Der Nutzer bjman22 erklärte, dass Passwörter nicht nur digital, sondern auch auf realem Papier gesichert werden sollten. Sein Rat lautete wie folgt:

Der Standard ist, die Seed-Wörter nicht in einer Computerdatei zu verschlüsseln, aus sehr guten Gründen.

Krypto-Verluste dieser Art sind keine Seltenheit. Kurz vor Weihnachten verlor ein Chainlink-Nutzer Bitcoin im damaligen Wert von ungefähr 50.000 US-Dollar. Er hatte diese an einen Smart-Contract gesendet, der seinen Token jedoch nicht unterstütze. Nachdem er die Geschehnisse veröffentlichte, spendeten einige Nutzer für ihn. Auf diese Weise erhielt er immerhin 20 Prozent seines verlorenen Geldes zurück.


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Neue GesetzeslageSEC: US-Repräsentantenhaus nimmt Börsenaufsicht in die Pflicht

4 Stunden

Die regulatorischen Behörden in den USA stehen unter Zugzwang. Der Krypto-Sektor wird immer bedeutender und die Anträge auf Bitcoin ETFs häufen sich. Nun schreibt ein neues Gesetz der SEC die Einrichtung einer Arbeitsgruppe vor.

Das US-Repräsentantenhaus hat heute mehrere parteiübergreifende Gesetze zu Finanzdienstleistungen verabschiedet. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor. Unter diesen Gesetzen ist auch eines, das für digitale Vermögenswerte durchaus von Relevanz sein könnte. Der überparteiliche Eliminate Barriers to Innovation Act wird von der US-Börsenaufsicht SEC verlangen, eine Arbeitsgruppe für digitale Vermögenswerte einzurichten. Das Gesetz soll dann die Zusammenarbeit zwischen Regulierungsbehörden und dem privaten Sektor zur Förderung von Innovationen sicherstellen.

[Dieser Gesetzentwurf] verlangt von der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) die Einrichtung einer Arbeitsgruppe, die sich mit digitalen Vermögenswerten beschäftigt. Dies ist der erste Schritt bei der Eröffnung des Dialogs zwischen unseren Regulierungsbehörden und den Marktteilnehmern, um die benötigte Klarheit zu erreichen

, sagte Kongressabgeordneter Patrick McHenry, der republikanische Führer des House Financial Services Committee. McHenry war es übrigens auch, der den Gesetzentwurf einbrachte. 

Regularien der SEC oftmals als zu streng erachtet

Diese Arbeitsgruppe von SEC und CFTC wird neben ernannten Vertretern der Kommission auch aus Vertretern von Fintechs, Finanzinstituten und kleinen Unternehmen bestehen. Sie wird demgemäß innerhalb eines Jahres einen Bericht erstellen. Dieser wird eine Analyse des inländischen regulatorischen Rahmens und der Entwicklungen in anderen Ländern in Bezug auf digitale Vermögenswerte enthalten. Ob sich damit der Würgegriff etwas löst, dem sich viele Kryptounternehmen in den USA derzeit ausgestzt fühlen, bleibt abzuwarten. 

Nächstes IPO?Milliardenschwerer Investmentfonds stellt sich hinter Kraken

21 Stunden

Nach dem spektakulären Börsengang von Coinbase, nehmen auch andere Bitcoin-Börsen Anlauf für ein eigenes IPO. Darunter auch Kraken.

Der 5 Milliarden US-Dollar schwere Investmentfonds RIT Capital Partners hat sich bei der Bitcoin-Börse Kraken eingekauft. Die Höhe der Beteiligung des Londoner Finanzhauses ist bislang nicht bekannt.

Wie aus einer Mitteilung vom 12. April hervorgeht, erfuhren Anleger des von Jacob Rothschild gegründeten Fonds bereits im März von dem Investment. In der Mitteilung beschreibt der Broker James Glass Kraken als eine der größten Bitcoin-Börsen mit mehr als 6 Millionen Kunden. Er stellt eine Verbindung zu den IPO-Plänen des Umschlagsplatzes aus San Francisco her:

Medienberichten zufolge erwägt Kraken einen Börsengang mittels eines direkten Listings im Jahr 2022, nachdem das Handelsvolumen und die Zahl der Neukunden durch den Anstieg des Bitcoin-Preises einen Rekord erreicht haben.

Kraken tritt in Coinbase’ Fußstapfen

Die Pläne von Kraken stehen selbstverständlich im Zusammenhang mit dem Börsengang des Konkurrenten Coinbase. Naheliegend ist folglich, dass RIT Capital sich schon einmal in Stellung bringt, um von einem möglichen Kraken-Listing zu profitieren. Die Pläne von Coinbase bezeichnete Glass dabei als eine “Blockbuster-Direktlistung.” Beobachter gingen im Vorfeld davon aus, dass Coinbase auf 100 Milliarden US-Dollar eingeschätzt werden könnte. Im Zuge des Dircet-Public-Offering-Verfahrens verkaufen die Shareholder der Krypto-Börse gerade ihre Anteile.

Aus der Mitteilung von Glass geht weiterhin hervor, dass das 10 Milliarden US-Dollar schwere Kraken den eigenen Unternehmenswert verdoppeln will. Laut dem Kraken CEO Jesse Powell seien Gespräche für die neuerliche Finanzierungsrunde für den Moment jedoch aufs Eis gelegt. Man warte die Ergebnisse des Coinbase-Börsengangs ab. Für RIT Capital zeichnet sich hier indessen eine weitere Möglichkeit ab, um aus der Beteiligung Gewinn zu schlagen.

Hooks-UpgradeXRP Ledger soll mit Smart Contracts aufgerüstet werden

23 Stunden

XRPL Labs hat das Hooks Beta-Testnet gelauncht. Besteht das Testnet dem Stresstest, könnte die Ripple-Währung bald in Smart Contracts eingebunden werden.

Nach neun Monaten Entwicklungszeit geht das Hook-Testnet in die öffentliche Betaversion über. XRPL Labs zufolge handelt es sich bei Hooks um “effiziente Codestücke, die auf einem XRPL-Konto definiert werden”. Dadurch lassen sich Transaktionen, je nach Komplexitätsgrad, zwischen zwei oder mehreren Parteien auffächern.

Quelle: XRPL Labs

Durch Hooks lässt sich somit “das Verhalten und der Ablauf von Transaktionen beeinflussen”. Dabei können sie ganz simple Befehlsstrukturen abbilden, wie etwa.: “lehne Zahlungen unter 10 XRP ab”, oder “für alle ausgehenden Zahlungen, sende 10 % auf mein Sparkonto”. Je mehr Parteien und Transaktionen, umso komplexer werden diese Vorgänge.

Das Hooks Testnet geht jetzt in die heiße Phase über. XRPL Labs plant mit einer achtmonatigen Entwicklungszeit, bis sich Hooks in das XRP Ledger integrieren lassen.

Die Hooks sind derzeit in einem öffentlichen Testnetz live. Es ist Zeit zum Testen, Codieren, Spaß haben und Dinge kaputtzumachen, sodass eine zukünftige Änderung zum Hinzufügen von Hooks zum XRP Ledger Livenet mit Zuversicht entworfen werden kann, hoffentlich Ende 2021.

Am Ende entscheiden jedoch die Validator Nodes über das Hooks-Schicksal im XRP Ledger. Für eine Integration braucht es eine 80-prozentige Zustimmung.

AdaptionWeWork: Akzeptanz von Bitcoin und anderen Kryptowährungen

1 Tag

Laut einer Ankündigung hat die Coworking-Plattform WeWork eine Partnerschaft mit der Krypto-Börse BitPay geschlossen und akzeptiert nun auch Kryptowährungen. Die ersten Zahlungen sollen von Coinbase fließen.

Die Akzeptanz von Kryptowährungen, insbesondere Bitcoin, zieht immer weitere Kreise. Nach der Meldung, wonach Time-Leser ab Juli ihr Abonnement auch in BTC zahlen können, ist ein weiteres Beispiel der absolute Gigant unter den Coworking-Plattformen WeWork. Laut einer Ankündigung hat WeWork eine Partnerschaft mit der Krypto-Börse BitPay geschlossen. Fortan ist es möglich, Zahlungen in digitaler Währung für die virtuellen Arbeitsräume zu entrichten.

Dazu zählen Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), USD Coin (USDC), Paxos (PAX) und mehrere andere Kryptowährungen. WeWork wird die Währungen auch in seiner Bilanz halten und dort entsprechend ausweisen. Das Unternehmen wird seinerseits Vermieter und Drittpartner in Kryptowährungen bezahlen, wo dies möglich ist. Dafür möchte WeWork die größte US-Kryptobörse Coinbase nutzen. 

Viele Kunden von WeWork sind Fintechs

Überdies wird Coinbase das erste Mitglied sein, das Kryptowährung für die Bezahlung seiner WeWork-Mitgliedschaft verwendet. Als führendes Unternehmen im Fintech-Sektor möchte Coinbase offenbar mit gutem Beispiel vorangehen und nebenher auch in eigener Sache die Werbetrommel rühren. Für CEO Sandeep Mathrani ist die Entscheidung, Krypto-Zahlungen einzuführen, nur konsequent. Schließlich zählen viele Fintech-Startups bereits zur Klientel. 

Es ergibt nur Sinn für uns, die Möglichkeiten, die wir bieten, zu erweitern, indem wir Kryptowährung als akzeptierte Zahlungsform für unsere Mitglieder hinzufügen

, fügte Mathrani hinzu.