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Kehrseite der Medaille Gebührenwucher bei Ethereum (ETH)

Das Ethereum-Netzwerk stößt an seine Grenzen. Die hohe Nachfrage nach Ether verstopft zusehends das Netzwerk und lässt die Transaktionskosten abermals durch die Decke schießen.

Moritz Draht
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Ethereum-Münze vor einem Chart

Beitragsbild: Shutterstock

Ether-Anleger blicken mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf das aktuelle Kursgeschehen. Die zweitgrößte Kryptowährung hat zwar eine Kurssteigerung von knapp 50 Prozent in einer Woche aufs Krypto-Parkett gelegt und notiert somit seit knapp zwei Jahren erstmals wieder über der 1.000.US-Dollar-Schwelle. Mit dem Höhenrausch ziehen jedoch auch die Transaktionsgebühren im Ethereum-Netzwerk wieder deutlich an.

Mit rund 898.000 US-Dollar an Transaktionskosten in nur einem Tag haben die Ethereum-Gebühren einen aus Anlegersicht eher traurigen Rekordwert aufgestellt. So kommt der derzeitige Aufwärtstrend Ether-Investoren letztlich teuer zu stehen. Im Schnitt fallen laut bitinfocharts pro Transaktion aktuell rund 0,018 Ether an – bei derzeitigem Wechselkurs knapp 18 US-Dollar.

Der rasche Anstieg ist zum einen der seit Monaten konstant hohen Transaktionsfrequenz geschuldet. Wie die nachfolgende Grafik zeigt, ist der Durchsatz an Transaktionen in letzter Zeit kontinuierlich gestiegen und hat dabei immer wieder die Leistungskapazitäten des Ethereum-Netzwerks ausgelotet.

Zudem reißt auch die Ether-Nachfrage am DeFi-Markt nicht ab. Durch die vermehrte Einbindung in Smart-Contract-Anwendungen werden die Gebühren ihrerseits angekurbelt. Dieses Zusammenspiel hat die Gas Fees bereits vergangenen Herbst explodieren lassen.

Doch des einen Freud ist des anderen Leid. Während Ether-Trader Transaktionen mit hohen Gebühren versehen müssen, um sie durch das Netzwerk zu bringen, sind Miner wiederum in der glücklichen Position, zunächst die „dicken Fische“ passieren zu lassen. So machen Transaktionsgebühren laut Glassnode derzeit rund 50 Prozent der Gesamteinnahmen für Miner aus. So lange Sharding-Funktionen und das Proof-of-Stake-Verfahren noch Zukunftsmusik bleiben, dürften die Gebühren im Ethereum-Netzwerk auch immer wieder durch die Decke schießen. Erst mit der finalen Version von Ethereum 2.0 sollten diese Probleme endgültig der Vergangenheit angehören.

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