"Ein einziger Exploit genügt, um Gelder zu stehlen" 

“Ganz DeFi ist unsicher” – Sicherheitsexperte schlägt Alarm

Wie sicher sind DeFi-Anwendungen? Ein Sicherheitsexperte warnt: Kein Projekt sei gegen Angriffe immun, treffen könnte es jeden.

Moritz Draht
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Zu sehen ist eine Nahaufnahme von Händen, die auf einer Laptop-Tastatur tippen. Die Szene ist in kühles, bläuliches Licht getaucht, wodurch eine technisch-düstere Atmosphäre entsteht, die an Cybersecurity oder digitale Angriffe erinnert.

Beitragsbild: Shutterstock

| Wiederholte Exploits setzen den DeFi-Sektor unter Druck

“Ganz DeFi ist unsicher”: Mit dieser Aussage sorgt Sicherheitsexperte Manuel Aráoz für Diskussionen in den sozialen Medien. Der Mitgründer des Sicherheitsunternehmens OpenZeppelin erklärte am Dienstag auf X, dass er inzwischen den ganzen Markt für unsicher halte.

Nach eigenen Angaben rät Aráoz sogar Freunden und Familienmitgliedern dazu, ihre DeFi-Positionen vollständig abzuziehen. Dies betreffe auch etablierte Protokolle wie Aave, MakerDAO und Compound.

Auf verlorenem Posten?

Als zentrale Ursache nennt Aráoz die strukturelle Asymmetrie zwischen Angreifern und Verteidigern: “Die Verteidiger müssen jeden Fehler beheben, während Angreifern nur ein einziger Exploit genügt, um Gelder zu stehlen”.

Sicherheitsvorfälle haben sich zuletzt gehäuft. Allein im April wurden laut Daten von DefiLlama rund 630 Millionen US-Dollar aus DeFi-Protokollen entwendet. Zu den größten Vorfällen zählen der Angriff auf Drift mit etwa 285 Millionen US-Dollar sowie der Exploit bei Kelp DAO in Höhe von rund 293 Millionen US-Dollar.

Das in DeFi gebundene Kapital ist derweil rückläufig. Der Total Value Locked fiel seit Mitte April von rund 172 Milliarden auf etwa 148 Milliarden US-Dollar.

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