Trägt der Stablecoin-Anbieter eine Mitschuld? 

Drift-Hack: Klage gegen Circle nach 280-Millionen-Debakel

Nach dem 280-Millionen-Hack bei Drift wird Kritik an Circle laut. Investoren werfen dem Unternehmen vor, Transaktionen nicht gestoppt zu haben.

Moritz Draht
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Circle CEO Jeremy Allaire

Beitragsbild: picture alliance

| Circle CEO Jeremy Allaire

Nach dem spektakulären Hack des DeFi-Protokolls Drift Anfang April, bei dem rund 280 Millionen US-Dollar entwendet wurden, ist eine Sammelklage gegen Stablecoin-Emittent Circle eingereicht worden. Kläger ist ein Investor, der Circle vorwirft, nicht rechtzeitig eingegriffen zu haben, obwohl ein Großteil der gestohlenen Gelder über die eigene Infrastruktur transferiert wurde.

Hätte Circle eingreifen können?

Laut Klageschrift soll Circle nicht angemessen reagiert und die Transaktionen trotz mehrstündiger Abwicklung nicht gestoppt haben. “Diese Verluste wären nicht entstanden oder deutlich geringer ausgefallen, hätte Circle rechtzeitig gehandelt”, heißt es.

Demnach habe Circle die unrechtmäßige Nutzung der Gelder ermöglicht und dabei fahrlässig gehandelt. Entscheidend dürfte die Frage sein, ob Circle technisch in der Lage gewesen wäre, die Transfers zu unterbrechen. In der Klage wird darauf verwiesen, dass das Unternehmen in einem anderen Fall kurz zuvor mehrere Wallets eingefroren hatte.

Der Fall berührt eine zentrale rechtliche Grauzone im Krypto-Sektor. Zwar verfügen Anbieter wie Circle über technische Kontrollmöglichkeiten, gleichzeitig fehlt häufig eine klare rechtliche Grundlage für Eingriffe in laufende Transaktionen.

Was über den Hack auf Drift bekannt ist und welche Folgen der Angriff für weitere Solana-Anwendungen hat, erfahrt ihr in diesem Artikel: Der Drift-Hack wird zur Belastungsprobe für Solana: Kann das Netzwerk den Test bestehen?

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