Wegen Veruntreuung FTX verklagt Sam Bankman-Fried auf Milliardenrückzahlung

Neue Wendungen im Fall FTX: Nun verklagt die insolvente Krypto-Börse selbst den Ex-Chef, Sam Bankman-Fried – auf eine Milliarde US-Dollar.

Paol Hergert
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FTX-Gründer Sam Bankman-Fried (SBF)

Beitragsbild: Picture Alliance

| FTX-Gründer Sam Bankman-Fried (SBF) im Juni, New York
  • Die insolvente Krypto-Börse FTX hat am gestrigen Donnerstag, dem 20. Juli, bei einem Konkursgericht in Delaware Klage gegen ihren ehemaligen Chef und Gründer Sam Bankman-Fried (SBF) und weitere zur Führungsetage gehörende Personen eingereicht, wie Reuters berichtet.
  • Die Forderungen seitens FTX Trading betragen insgesamt über eine Milliarde US-Dollar, die Bankman-Fried gemeinsam mit Caroline Ellison, der Leiterin seines Hedgefonds Alameda Research, dem ehemaligen Technologiechef Zixiao “Gary” Wang und dem ehemaligen Technikchef Nishad Singh veruntreut haben soll.
  • Mit den veruntreuten Geldern sollen die Beschuldigten von Februar 2020 bis November 2022 Luxuswohnungen, politische Spenden, und private Investitionen getätigt haben, es habe sich um “einen der größten Finanzbetrüge aller Zeiten” gehandelt.
  • Gegenüber Reuters lehnte ein Sprecher von Bankman-Fried eine Stellungnahme ab, die anderen Beschuldigten hätten indessen nicht auf Anfragen reagiert, heißt es.
  • Seitdem FTX nach Chapter 11 Insolvenz eingereicht hat, wird das Unternehmen vom ehemaligen Enron-Konkursverwalter John Ray geleitet.
  • Während Bankman-Fried wiederholt auf seine Unschuld plädiert, haben die Beschuldigten Ellison, Wang und Singh sich für schuldig bekannt und kooperieren mit der Staatsanwaltschaft.
  • In der nun eingereichten Klage heißt es, dass Aktien im Wert von mehr als 725 Millionen US-Dollar über FTX und das von Bankman-Fried kontrollierte Unternehmen West Realm Shires “ohne jeglichen Gegenwert” transferiert worden seien.
  • Weitere 546 Millionen US-Dollar sollen Bankman-Fried und Wang veruntreut haben, um Robinhood-Aktien zu kaufen. Ellison habe indessen knapp 29 Millionen US-Dollar veruntreut, um sich selbst Boni auszuzahlen.
  • Auch eine 10-Millionen-US-Dollar-“Spende”, die Bankman-Fried von seinem Vater erhalten hat, um seine Strafverteidigung zu finanzieren, ist Teil der Anklageschrift.
  • Sämtliche der obengenannten Überweisungen seien getätigt worden, als FTX und die mit FTX-verbandelten Unternehmen bereits zahlungsunfähig gewesen seien, heißt es vonseiten FTX-Trading.
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