Streit um Aufsicht 

Elizabeth Warren zweifelt an Krypto-Aufsicht der CFTC

Im US-Kongress werden neue Krypto-Gesetze vorangetrieben. Elizabeth Warren stellt infrage, ob die Regulierungsbehörde CFTC für zusätzliche Aufgaben ausreichend gerüstet ist.

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt Elizabeth Warren

Beitragsbild: picture alliance

| Elizabeth Warren gilt seit Langem als Kritikerin von Kryptowährungen

Der US-Kongress arbeitet an neuen Regeln für den Krypto-Markt. Die Reformen sollen für mehr Klarheit sorgen, stoßen bei Kritikern jedoch auf Widerstand. Sie befürchten, dass wichtige Aufsichtsbehörden an ihre Grenzen geraten könnten. Ein zentraler Streitpunkt ist die künftige Rolle der US-Derivateaufsicht CFTC.

Zu den schärfsten Kritikern gehört die demokratische Senatorin Elizabeth Warren. In einem Schreiben an die CFTC warnte sie davor, der Behörde zusätzliche Aufgaben zu übertragen, da Personal abgebaut und die Durchsetzung bestehender Regeln zurückgefahren worden sei. Eine geschwächte Aufsicht mit mehr Verantwortung sei ein “Rezept für eine Katastrophe”, so Warren.

Ist die CFTC bereit für Krypto?

Hintergrund ist die laufende Diskussion über neue Krypto-Gesetze, die der CFTC künftig eine größere Rolle bei der Überwachung digitaler Vermögenswerte einräumen könnten. Warren argumentiert, dass die Behörde dafür derzeit nicht ausreichend ausgestattet sei. Nach Medienberichten sei die Belegschaft in den vergangenen Monaten um rund 25 Prozent geschrumpft. Zudem seien deutlich weniger Durchsetzungsmaßnahmen eingeleitet worden.

Auch Bedenken hinsichtlich möglicher politischer Einflussnahme und einer zu großen Nähe der Behörde zur Krypto-Industrie äußerte die Senatorin. In ihrem Brief fordert sie unter anderem Auskunft über Kontakte zwischen Regulierern und Unternehmen aus dem Krypto- sowie Prognosemarkt-Sektor.

Aus Sicht Warrens kommen die Reformpläne zu einem heiklen Zeitpunkt. Prognosemärkte und der Krypto-Sektor wachsen weiter. Bestehende Schutzmechanismen dürften ihrer Ansicht nach dennoch nicht gelockert werden. Andernfalls steige das Risiko für Marktmanipulationen und Schäden für Anleger.

Die Debatte verdeutlicht die unterschiedlichen Positionen in Washington. Befürworter neuer Gesetze sehen darin einen wichtigen Schritt für mehr Rechtssicherheit. Kritiker wie Warren warnen dagegen vor einer Regulierung, die Zuständigkeiten ausweitet, ohne die Aufsichtsbehörden personell und finanziell entsprechend zu stärken.

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