Robinhood will sein Angebot im Bereich der Prognosemärkte offenbar weiter ausbauen. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen berichtet, verhandelt das Unternehmen mit der Krypto-Börse Crypto.com über eine Zusammenarbeit.
Demnach könnte Robinhood künftig “Ja oder Nein”-Kontrakte von Crypto.com in seine Plattform integrieren. Mit diesen Kontrakten können Nutzer auf den Ausgang bestimmter Ereignisse setzen. Robinhood hatte seinen Marktplatz für Prognosemärkte im März 2025 gestartet. Zunächst setzte das Unternehmen dabei auf den Anbieter Kalshi, um die Vorgaben der US-Aufsichtsbehörde CFTC einzuhalten. Später kamen ForecastEx und Rotella als weitere Partner hinzu.
Analysten sehen Milliardenpotenzial
Die Gespräche folgen nur wenige Tage nach einer positiven Einschätzung der Investmentbank Bernstein. Die Analysten haben ihr Kursziel für die Robinhood-Aktie von 130 auf 160 US-Dollar angehoben. Als Begründung nannten sie vor allem das Wachstumspotenzial von Prognosemärkten und tokenisierten Aktien.
Nach Einschätzung von Bernstein könnten Robinhoods Einnahmen aus Prognosemärkten bis zum Jahr 2028 auf 1,7 Milliarden US-Dollar steigen. Bereits im April hatten die Analysten prognostiziert, dass das Handelsvolumen dieses Marktsegments bis 2030 auf rund eine Billion US-Dollar anwachsen könnte.
Allerdings stehen viele Anbieter von Prognosemärkten in den USA weiterhin vor rechtlichen Herausforderungen. Die CFTC beansprucht die ausschließliche Zuständigkeit für Event Kontrakte. Gleichzeitig versuchen Glücksspielbehörden mehrerer Bundesstaaten mit Klagen, entsprechende Angebote einzuschränken oder zu untersagen.
