Polymarket-Nutzer streiten über die Auswertung einer Wette im Wert von mehr als 80 Millionen US-Dollar, nachdem Strategy erstmals seit Jahren einen Teil seiner Bitcoin-Bestände verkauft hat. Dabei geht es um die Frage, ob die Transaktion noch vor Ablauf der Wettfrist erfolgt ist oder erst danach als relevant gelten kann.
Auslöser war eine Meldung von Strategy, wonach das Unternehmen 32 Bitcoin im Zeitraum vom 26. bis 31. Mai veräußert hatte. Die entsprechende Offenlegung erfolgte jedoch erst am 1. Juni. Dadurch wurde die betreffende Polymarket-Wette zunächst mit “Nein“ bewertet, obwohl die Verkäufe laut Unternehmensangaben bereits vor dem Stichtag stattgefunden hatten
Bitcoin-Wette bringt Nutzer gegeneinander auf
Viele Teilnehmer sehen darin einen Widerspruch. Sie argumentieren, dass nicht der Zeitpunkt der Veröffentlichung entscheidend sei, sondern der tatsächliche Verkauf der Bitcoin. Da die Transaktion laut den eingereichten Unterlagen noch vor Ende Mai durchgeführt wurde, müsse die Wette ihrer Ansicht nach zugunsten der “Ja“-Seite aufgelöst werden.
Andere Nutzer vertreten die Auffassung, dass die Öffentlichkeit erst nach Ablauf der Frist von dem Verkauf erfahren habe. Deshalb dürfe das Ereignis nicht mehr für die betreffende Wette berücksichtigt werden. Diese unterschiedlichen Auslegungen haben zu heftigen Diskussionen innerhalb der Polymarket-Community geführt.
Nach der ersten Entscheidung brachen die Quoten für ein positives Ergebnis deutlich ein. Die Unsicherheit über die endgültige Bewertung blieb jedoch bestehen. Zahlreiche Teilnehmer forderten eine erneute Prüfung der Regeln und der zugrunde liegenden Nachweise. Bis Mittwoch um 0:00 Uhr UTC soll über den Streitfall entschieden werden, der den endgültigen Ausgang der Wette festlegt.
